Nationalsozialismus in Mosbach - Baden
: Rechtsextremismus und Neofaschismus : Anti-Semitismus : Anti-Ziganismus : Behindertenfeindlichkeit: Homophobie : Rassismus : Diskriminierung 
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HISTORISCHES: 
Konzentrationslager,
u.a. in Mosbach - Baden
und Württemberg
sowie im Nazi-besetzten Frankreich

- u.a. in juristischen Aufarbeitungen
ausgehend vom Amtsgericht Mosbach, Neckar-Odenwald-Kreis,
unter Führung und Verantwortung
des Direktors Dr. Lars Niesler,
Mitglied im Landesarbeitskreis Christlich-Demokratischer Juristen (LACDJ)
der CDU Baden-Württemberg,
sowie unter der Amtsführung und unter der Dienstaufsicht
der Präsidentin des Landgerichts Mosbach Jutta Kretz,
ehemalige Direktorin der Amtsgerichte Sinsheim und Heidelberg

 Zuletzt AKTUALISIERT am 24.06.2026 ! 


Antrag auf gerichtliche Prüfung der Aberkennung des Bundesverdienstkreuzes für den ehemaligen Mosbacher Nazi-Juristen, NSDAP-Landrat und dann CDU-Bürgermeister Wilhelm Compter
EIL-Anträge !!! vom 21.06.2026 an das Amtsgericht Mosbach auf gerichtliche Verfügungen zur Prüfung der begründeten Aberkennung des Bundesverdienstkreuzes aus 1960 für den Nazi-Juristen und ehemaligen Mosbacher NSDAP-Landrat und dann CDU-Bürgermeister Wilhelm Compter beim CDU-geführten Amtsgericht Mosbach, Neckar-Odenwald-Kreis, durch den Direktor des Amtsgerichts Mosbach Dr. Lars Niesler, Mitglied im Landesarbeitskreis Christlich-Demokratischer Juristen (LACDJ) der CDU Baden-Württemberg, im Kontext der Kontinuität von NS-Funktionseliten und Nazi-Juristen nach 1945
260621_Pruefung_NS_Verbrechen_gegen_Polen_BLIND.pdf (451.24KB)
Antrag auf gerichtliche Prüfung der Aberkennung des Bundesverdienstkreuzes für den ehemaligen Mosbacher Nazi-Juristen, NSDAP-Landrat und dann CDU-Bürgermeister Wilhelm Compter
EIL-Anträge !!! vom 21.06.2026 an das Amtsgericht Mosbach auf gerichtliche Verfügungen zur Prüfung der begründeten Aberkennung des Bundesverdienstkreuzes aus 1960 für den Nazi-Juristen und ehemaligen Mosbacher NSDAP-Landrat und dann CDU-Bürgermeister Wilhelm Compter beim CDU-geführten Amtsgericht Mosbach, Neckar-Odenwald-Kreis, durch den Direktor des Amtsgerichts Mosbach Dr. Lars Niesler, Mitglied im Landesarbeitskreis Christlich-Demokratischer Juristen (LACDJ) der CDU Baden-Württemberg, im Kontext der Kontinuität von NS-Funktionseliten und Nazi-Juristen nach 1945
260621_Pruefung_NS_Verbrechen_gegen_Polen_BLIND.pdf (451.24KB)

21.06.2026,  EIL-Anträge !!! an das Amtsgericht Mosbach auf gerichtliche Verfügungen zur Prüfung der begründeten Aberkennung des Bundesverdienstkreuzes aus 1960 für den Nazi-Juristen und ehemaligen Mosbacher NSDAP-Landrat Wilhelm Compter 1938 bis 1945, NSDAP-Mitglied seit Mai 1933, CDU-Mitglied seit 1948, WEGEN konkreten Tatbeteiligungen mit seinem administrativen Zuarbeiten als Jurist, als Verwaltungsbeamter und Politiker, als oberster Staatsbeamter an den Um- bzw. Durchsetzungen im Raum Mosbach und im Neckar-Odenwald-Raum für die rassenpolitischen NS-Deportationen (Juden, Sinti und Roma) im Kontext der NS-Völkermorde; für die rassenhygienische Nazi-(Kinder)-Euthanasie im Kontext der Nazi-Massenmorde; für die Verfolgung und Vernichtung der politischen Opposition auch in Kooperationen mit Gestapo und Polizei; für die NS-Rüstungsindustrie und für die Unterstützung der Wehrmacht im Kontext des totalen Nazi-Angriffs-Terror- und Vernichtungskrieges; für die NS-Verbrechen im regionalen NS-KZ-System; für die NS-Verbrechen im NS-Zwangsarbeiter-System; für die NS-Verbrechen mit Nazi-Massentötungen von Babys osteuropäischer Zwangsarbeiterinnen und für die Hinrichtungen polnischer Zwangsarbeiter wegen Beziehungen mit deutschen Frauen im Kontext der NS-Massenmorde; für die NS-Endphase-Verbrechen. Compter war als Jurist, als Verwaltungsbeamter und Politiker, als oberster Staatsbeamter des Landkreises Mosbach in ständigem, engem Kontakt mit dem NS-Terror- und NS-Vernichtungsapparat und damit für die strikte Einhaltung und für die reibungslose Umsetzung aller staatlichen und NSDAP-parteipolitischen Vorgaben in der Region mit verantwortlich. Als oberster ziviler Beamter trug Compter die KONKETE Mitverantwortung für das menschenverachtende NS-System, das NS-Unrecht und die NS-Verbrechen im Kreisgebiet Mosbach und im Neckar-Odenwald-Raum verübte und/oder duldete.


Die Zwangsarbeiterlager im Elzmündungsraum

Zwangsarbeit in Nazi-Deutschland
Zwangsarbeit war in Hitler-Deutschland allgegenwärtig, vor allem in der zweiten Hälfte des Krieges, als alle wehrfähigen Deutschen im Kriegseinsatz waren.
Die Zwangsarbeiter wurden im Ausland rekrutiert; zunächst versuchte man, in den mit Nazideutschland verbündeten Ländern (Italien, Vichy-Frankreich …) oder in den besetzten Ländern des Ostens Arbeitskräfte anzuwerben.
Als die Anwerbung nicht genügend Menschen lieferte, griffen die NS-Dienststellen zu immer härten Zwangsmaßnahmen: ganze Jahrgänge von jungen Männern wurden zur Arbeit in Deutschland verpflichtet, aber auch Männer und Frauen mit Gewalt von der Straße weg verschleppt.
Die Zwangsarbeiter wurden je nach ihrer Herkunft und ihrem Status unterschiedlich behandelt, hierbei wurden die NS-Rassekriterien angewendet. „Westarbeiter“ hatten es besser als „Ostarbeiter“; zusätzlich wurden auch Kriegsgefangene Strafgefangene und KZ-Häftlinge zur Arbeit gezwungen.
Landwirtschaftliche Arbeiter wurden häufig Familien zugewiesen. Die Industriearbeiter und –arbeiterinnen lebten in Lagern, die von der Arbeitsverwaltung, der Wehrmacht oder anderen Dienststellen geführt wurden. Die KZ-Häftlinge und SS-Strafgefangenen waren der SS unterstellt.
Zwangsarbeiter in Genshagen
Historische Aufnahme des Zwangsarbeiters Zeno Buratto als Soldat.
Der italienische Militärinternierte Zeno Buratto arbeitete zwangsweise zunächst in Genshagen, später bei "Goldflsch". Foto: Privatarchiv Buratto
Im Daimler-Benz-Motorenwerk Genshagen hatten in den dreißiger Jahren ausschließlich deutsche „Gefolgschaftsmitglieder“ (NS-Ausdruck für „Belegschaft“) gearbeitet. Sie wurden im Lauf des Krieges immer mehr durch „Fremdarbeiter“ aus verschiedenen europäischen Ländern ersetzt, da die deutschen Arbeiter zur Wehrmacht eingezogen wurden.
Gleichzeitig zerlegte man die Produktion stärker in Einzelschritte. So konnten die Motoren praktisch am Fließband hergestellt werden. Die Folge war, dass weniger qualifizierte Arbeiter trotzdem mehr Motoren fabrizieren konnten.
Zwangsarbeiterlager rund um "Goldfisch"
Als die mechanische Fertigung der Motorenteile im Jahr 1944 von Genshagen in die Gipsgrube Obrigheim verlagert wurde, zogen Tausende von Arbeitern und Arbeiterinnen an den Neckar um. Geschätzt zwei Drittel von ihnen waren Fremd- oder Zwangsarbeiter.
Sie waren in zahlreichen Lagern in der gesamten Region untergebracht. Diese wurden zum Teil in beschlagnahmten festen Gebäuden (darunter wieder Schulen und Turnhallen) errichtet; andere mussten  von KZ-Häftlingen erst errichtet werden. Die Schaffung von ausreichend Unterkünften für die „Gefolgschaftsmitglieder“ von Daimler stellte für das Verlagerungsprojekt „Goldfisch“ eines der größten Probleme dar. Geplant war die Verlagerung von 7.000 Arbeitskräften, dieses Ziel wurde nicht erreicht.
Einige Beispiele für Zwangsarbeiter-Lager:
Lager "Hohl"
"Lager Hohl" Neckarelz
Das "Lager Hohl" in Neckarelz für Ostarbeiter beim Rüstungsprojekt Goldfisch. Rechts oben ist der Ort Hochhausen erkennbar. Foto: Heuberger, 1947
Das Lager "Hohl" lag westlich der Reichsstraße 27 beim heutigen Neckarelzer Gewerbegebiet (Hornbach etc.) in der Nähe des Neckars, unweit der Eisenbahnbrücke, die zum Stollen "Goldflisch" führte. Es wurde für ursprünglich 1.400 "Ostarbeiter" geplant, in der Realität waren es dann nur etwa 900, außerdem kam ein kleines Straflager für italienische Militärinternierte hinzu. Die Baracken bestanden aus vorgefertigten Betonteilen und wurden von dem aus KZ-Häftlingen bestehenden  "SS-Kommando Barackenbau" zusammengefügt.
Die Lagerbaracken wurden später, nach dem Krieg und dem Ende Nazideutschlands, als Unterkünfte für Heimatvertriebene genutzt.
Lager am Hammerweg
Luftbild Lager Hammerweg Mosbach
Dieser vergrößerte Ausschnitt aus einer alliierten Luftaufnahme vom 13. März 1945 zeigt die Baracken des "Hammerlagers". Am oberen Bildrand erkennt man das Mosbacher Schwimmbad.
Das SS-Strafgefangenenlager am Mosbacher Hammerweg wurde ab Sommer 1944 von KZ-Häftlingen aus dem Lager Neckarelz aufgebaut. Es beherbergte Hunderte von SS-Leuten, die wegen Verstoßes gegen die Regeln der SS selbst zu Zwangsarbeit verurteilt worden waren.
Einer von ihnen war Rudolf Kuhnig. Er erzählte später: "Wir marschierten immer zu Fuß in den Gipsstollen. Wir mussten genauso marschieren wie beim Militär, immer in Dreierreihen. Jeder Trupp war 200 bis 220 Mann stark. In jeder Schicht waren 400 Mann ... Im Gipsstollen arbeiteten wir nicht Seite an Seite mit den KZ-Häftlingen. Wir mussten Maschinen bedienen, die nicht."
"Italienerlager"
Die alte Wilhelm-Stern-Grundschule samt Turnhalle in der Nähe des alten Mosbacher Bahnhofs diente als Unterkunft für italienische Militärinternierte. Wegen der relativ großen Entfernung (knapp 5 km) fuhren die italienischen Zwangsarbeiter mit dem Zug zum "Goldfisch"-Stollen.
"Heimschule"
Das Lager „Heimschule“ in einem Gebäude der heutigen Johannes-Diakonie sah im Mai 1944 eine Belegung mit zunächst 500 Arbeitskräften vor, später sollte auf 1.200 Plätze aufgestockt werden. In diesem Lager gab es auch Frauen, für die neue Baracken auf dem Gelände gebaut wurden.
Ab August waren siebenhundert „Goldfisch“-Arbeiter in der Heimschule Mosbach untergebracht; durch einen Dachausbau kamen weitere 180 Betten hinzu, und zusätzliche Baracken erweiterten das Lager Mosbach bis September 1944 auf tausend Plätze.
https://www.kz-denk-neckarelz.de/


KZ Neckarelz

Das KZ Neckarelz war zunächst ein Konzentrationslager, das im März 1944 in einer Schule in Neckarelz (heute ein Ortsteil von Mosbach) eingerichtet wurde. Die KZ-Häftlinge wurden im Rahmen der Untertageverlagerung kriegswichtiger Produktion als Arbeitskräfte gebraucht. Weil der Bedarf an Arbeitskräften immer weiter zunahm, wurden bald Ableger (sogenannte Unterkommandos) des KZ Neckarelz errichtet, darunter auch ein zweites KZ in Neckarelz.
Somit wird heute das KZ Neckarelz I (Schule) unterschieden vom KZ Neckarelz II (Bahnhof). Die beiden KZ in Neckarelz und weitere sogenannte „Neckarlager“ in der Region waren Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof. Ferner gab es in der Region zahlreiche Lager für Zwangsarbeiter.
Die KZ-Häftlinge mussten zusammen mit Zwangsarbeitern gegenüber von Neckarelz, auf der anderen Seite des Neckars, zwei Stollen in einem Berg bei Obrigheim ausbauen. In den Stollen mit den Decknamen Goldfisch und Brasse sollte das Flugzeugmotoren-Werk der Daimler-Benz-Motoren GmbH in Genshagen untergebracht und dort weiterbetrieben werden. Das Untertage-Motorenwerk bei Obrigheim wurde ebenfalls Goldfisch genannt und als Goldfisch GmbH in das Handelsregister von Mosbach eingetragen.
Heute erinnern ein Museum in der KZ-Gedenkstätte Neckarelz und der Goldfisch-Pfad bei Obrigheim an die Neckarlager und die Untertage-Fabrik. Der Goldfisch-Pfad ist ein Geschichtslehrpfad, der unter anderem zu den Eingängen der Stollen Goldfisch und Brasse führt.
KZ Neckarelz I
Das erste KZ Neckarelz wurde in der Schule von Neckarelz eingerichtet. Dort wurden fünf Klassenzimmer zu Schlafräumen für etwa 800 Häftlinge umfunktioniert. Durch den Schichtbetrieb in der Fabrikanlage waren immer nur die Hälfte der Häftlinge in den Räumen. Der Schulhof war nun Appellplatz. Darum wurde ein Stacheldrahtverhau errichtet. Noch 1944 wurden zusätzlich in dem Bereich Baracken gebaut.
Häftlinge
Die ersten 500 Häftlinge kamen aus dem KZ Dachau, sie kamen am 15. und 21. März 1944 an. In mehreren Schüben wurden immer mehr Häftlinge nach Neckarelz geschickt, im Mai 1944 beispielsweise 600 Häftlinge aus dem KZ Sachsenhausen. Mit einer Belegschaft von 2500 Personen war das Lager in Neckarelz das größte der Neckarlager. Die offizielle Lagerstärke betrug 3000 Plätze. Die genaue Zahl konnte nach dem Krieg aber nicht rekonstruiert werden.
Nicht alle Häftlinge waren in den Stollen beschäftigt. Baukommandos mussten in der Umgebung mehrere Barackenlager errichten, teils als Erweiterung des KZ Neckarelz, teils zur Unterbringung von weiteren Zwangsarbeitern.
Vinzenz Rose (1908–1996) war der einzige Häftling, der fliehen konnte.
Lagerkommandanten
Lagerkommandanten waren

  • vom 15. März bis zum 15. Mai 1944: Franz Hößler
  • danach bis zum 15. Oktober 1944: Franz Hofmann
  • danach bis März 1945: der Luftwaffenhauptmann Wilhelm Streit, der erst im September 1944 der SS beigetreten war

Der KZ-Komplex Neckarelz
Innerhalb eines halben Jahres entstanden in Neckarelz und benachbarten Orten fünf weitere Lager, die dem KZ Neckarelz als Unterkommandos zugeordnet waren. Dadurch wurde aus dem einzelnen KZ Neckarelz der aus sechs Lagern bestehende „KZ-Komplex Neckarelz“.
Diese sechs Lager werden auch als Neckarlager bezeichnet.[1] Die Bezeichnung Neckarlager bezieht sich – jedenfalls im fachsprachlichen Gebrauch – nur auf die sechs Lager des KZ-Komplexes Neckarelz und nicht auf andere Außenlager des KZ Natzweiler, die in der Nähe des Neckars errichtet wurden.[2]
Weitere Neckarlager
Schon kurz nach der Eröffnung von Neckarelz I wurden fünf weitere „Neckarlager“ in der näheren Umgebung gebaut:[1]

  • KZ Neckargerach: Eröffnung im April 1944. Gegen Ende des Jahres 1944 wurde das KZ Neckargerach zunehmend zum Krankenlager. Kranke Häftlinge aus den anderen fünf Lagern wurden nach Neckargerach verlegt.
  • KZ Neckarelz II: am Alten Bahnhof, Aufbau ab Juli 1944
  • Kommando in Asbach. Das Baukommando sollte 32 Baracken für Zwangsarbeiter bauen. Jedoch wurden nur zwei Baracken fertiggestellt, in denen dann die 150 KZ-Häftlinge des Baukommandos einquartiert wurden.
  • Kommando in Neckarbischofsheim: Von den geplanten 18 Baracken wurden nur wenige fertiggestellt.
  • „Baulager“ in Bad Rappenau. Dieses Lager war nicht am Projekt Goldfisch beteiligt, wegen Austauschbeziehungen zu den anderen Lagern wird es dennoch zum Komplex der Neckarelz-Lager gezählt.

Aufgrund der unmenschlichen Bedingungen wurden viele Häftlinge krank und zahlreiche Tote waren zu beklagen. Der teilweise Einsturz eines der Stollen im September 1944 forderte 20 Menschenleben. Im Herbst 1944 führte eine Typhus-Epidemie zu weiteren Todesfällen.
Nähe zur Kommandantur des KZ Natzweiler
Nach der Evakuierung des Stammlagers Natzweiler im Elsass befanden sich die SS-Kommandantur und die Verwaltung der zahlreichen Natzweiler-Außenlager von Ende November 1944 bis Anfang März 1945[3] in Guttenbach und in Binau. Beide Dörfer sind nur einige Kilometer von Neckarelz entfernt.[4] Kommandant Friedrich Hartjenstein hatte sich für diese Standorte wegen der Nähe zum Lagerkomplex in und um Neckarelz entschieden. In der Folge konnten diese Lager von der Natzweiler-Kommandantur effektiv verwaltet und überwacht werden.[5]
Evakuierung
Als amerikanische Truppen in den Neckarraum vorrückten, wurde der Betrieb in den Stollen am 23. März 1945 eingestellt. Ab dem 26. März wurden die KZ-Häftlinge aus den Neckarlagern sowie aus Heppenheim, Auerbach und Mannheim in Neckarelz und Neckargerach zusammengezogen. Sie wurden in Gehfähige und Gehunfähige eingeteilt.[6]
Die rund 2400 gehfähigen Häftlinge wurden in Marschgruppen fortgeschickt. Sie kamen bis nach Schwäbisch Hall und wurden von dort mit der Eisenbahn zum KZ Dachau weitertransportiert. In Dachau wurden rund 2300 ankommende Häftlinge registriert. Wie viele der Fehlenden umkamen oder fliehen konnten, ist nicht bekannt.[6]
Die etwa 850[6] bis 900[7] gehunfähigen Häftlinge wurden in einen Zug verladen, der ebenfalls nach Dachau fahren sollte, aber am 31. März schon in der Nähe von Osterburken abgestellt wurde, weil eine Weiterfahrt nicht möglich war. Die Wachmannschaft setzte sich ab, die Häftlinge harrten am Zug aus. Erst am 4. April wurden sie von amerikanischen Truppen befreit. Bis dahin waren 18 Häftlinge gestorben. Die anderen wurden in Osterburken in Gasthäusern und der Schule und in Privathäusern untergebracht. In den Tagen nach der Befreiung starben nochmals 16 Häftlinge; an sie erinnert ein Gedenkstein auf dem Alten Friedhof in Osterburken. Etwa 300 Häftlinge aus dem Krankenzug mussten in zwei Lazaretten in Osterburken versorgt werden, die in Gasthäusern eingerichtet wurden. Ende April 1945 wurden die Lazarette aufgelöst.[7]
Das Goldfisch-Projekt
Planung
Bahnnetz bei Neckarelz damals und im Jahr 2006, Straßen heute
Die Daimler-Benz Motoren GmbH hatte seit 1941 in ihrem Flugzeugmotorenwerk in Genshagen die 1500 PS starken Zwölfzylinder-Flugzeugmotoren DB 603 und DB 605 gefertigt. Anfang 1944, als die Luftangriffe auf Genshagen häufiger wurden, beschloss der Jägerstab (eine Koordinationsstelle aus SS, Luftwaffe, Rüstungsministerium und Rüstungsbetrieben), die Produktion in unterirdische Stollen zu verlegen.
Die Gipsgruben Friede und Ernst im badischen Obrigheim boten sich nach einer Erkundung im Februar 1944 hierfür an. Sie waren in Süddeutschland vermeintlich sicher vor gegnerischen Bomben. Die Stollen der Gipsgruben waren im Karlsberg versteckt. Die Eingänge lagen vom Wald verborgen in einem Seitental des Neckaruferhangs, der Luttenbachschlucht. Die (heute nicht mehr bestehende) Neckarbrücke zwischen Neckarelz und Obrigheim bot einen weiteren Vorteil: die Anbindung an mehrere Bahnstrecken bei Neckarelz. Die beiden Stollen der Gipsgruben erhielten Tarnnamen: Goldfisch (der Stollen der Grube Friede) und Brasse (der Stollen der Grube Ernst).
Am 7. März gaben Daimler-Benz und die SS dem Stuttgarter Architekten Kiemle den Planungsauftrag für eine 50.000 m² große unterirdische Produktionsfläche im Stollen Goldfisch, die binnen sieben Wochen errichtet werden sollte. Etwas später wurde im benachbarten Stollen Brasse zusätzlich eine 9000 m² große Produktionsstätte geplant. In das Handelsregister von Mosbach wurde eine Goldfisch GmbH eingetragen.
Umsetzung
Für den Betrieb der Goldfisch GmbH wurden sehr viele Arbeiter gebraucht. Insgesamt waren es etwa 10.000 Menschen, davon rund 5000 KZ-Häftlinge aus den Neckarlagern und rund 5000 weitere Arbeitskräfte. Die weiteren Arbeitskräfte waren überwiegend Zwangsarbeiter, die in eigenen Lagern untergebracht wurden. Für die Goldfisch GmbH waren aber auch freie Arbeiter tätig, beispielsweise Mitarbeiter aus dem Flugmotorenwerk in Genshagen, die zusammen mit den Maschinen ins Neckartal geschickt wurden.[8]
Den Weg von Neckarelz zu den Stollen in Obrigheim mussten die Häftlinge täglich zu Fuß über die damals bestehende Eisenbahnbrücke zurücklegen. Die Aufgabe der ersten Häftlinge war es, die Zufahrtswege zu den Stollen auszubauen und den weiträumigen Tunnelboden zu befestigen und zu ebnen, Stromleitungen zu verlegen, um dort schnellstmöglich Maschinen betreiben zu können. Das benötigte Baumaterial (die Firma Hochtief, die die Arbeiten organisierte, rechnete mit circa 750 Tonnen Eisen und 3200 Tonnen Zement) musste auf dem Rücken über 40 Höhenmeter eine schmale Treppe hinauf transportiert werden.
Unter unmenschlichen Bedingungen und strengem Termindruck wurden die Stollen ausgebaut, wobei weitere Verbindungs- und Belüftungsstollen zu graben waren. Außerhalb der Stollen entstand der Heizbunker Kesselhaus, ein starker Bunker-Vorbau am Stollen Goldfisch mit Flak-Geschütz, diverse Küchen- und Unterkunftsbaracken am Eingang zum Stollen Brasse. Für die Versorgung der Stollen wurde parallel zur Bahnstrecke am Hang entlang der nicht-öffentliche Haltepunkt „Finkenhof“ und ein Ladegleis erbaut, das sich teilweise geschützt im zweigleisig ausgelegten, aber bisher nur eingleisig genutzten 147 m langen Kalksbergtunnel[9] befand. Der Gleisabschnitt zwischen Neckarelz und Obrigheim und einiges umgebendes Gelände wurde zum Sperrgebiet erklärt, so dass in den durchfahrenden Zügen das Öffnen der Fenster nicht gestattet war.[10] Ein- und Ausfahrt auf den umliegenden Straßen wurden durch Wachen kontrolliert.
Bereits am 26. Juni 1944 wurden die ersten 21 Maschinen aus Genshagen antransportiert. Im Juli 1944 befanden sich circa 1.400 Häftlinge und 400 Mann Arbeiter beziehungsweise Wachpersonal in Neckarelz und Obrigheim. Da der Ausbau der Stollen schwieriger war als geplant, konnte die Produktion nur schleppend anlaufen, so dass erst im Oktober 1944 die ersten Flugzeugmotoren ausgeliefert wurden. Die Planungen sahen monatlich 500 Motor-Neubauten und 350 -Instandsetzungen vor, diese Zahlen wurden allerdings nie erreicht.
Die Produktionsanlage im Stollen Brasse konnte nach schweren Luftangriffen im Februar und März 1945 nicht fertiggestellt werden. Der Betrieb der unterirdischen Produktion endete am 23. März 1945.[11] Am 2. April 1945 wurden die Stollen von amerikanischen Truppen besetzt und einige wenige bei den unterirdischen Produktionsanlagen zurückgebliebene Häftlinge befreit.
Die nach Osten abrückenden deutschen Truppen hatten am 30. März 1945 die Eisenbahnbrücke zwischen Neckarelz und Obrigheim gesprengt, um den Alliierten ein Überschreiten des Neckars an dieser Stelle unmöglich zu machen. Die Neckarbrücke wurde nicht wieder errichtet. Die Bahnstrecke Meckesheim–Neckarelz endet seitdem nicht mehr in Neckarelz, sondern in Obrigheim.
Demontage
Die Stollen blieben zunächst für einige Zeit von Amerikanern besetzt. Erst Mitte Mai 1945 erlaubte man Betriebsangehörigen wieder kurzfristig den Zugang, um Wasser abzusaugen, das sich in den Stollen angesammelt und Schäden an den Maschinen verursacht hatte. Am 25. Mai 1945 wurden 2091 Drehbänke, Fräs-, Bohr- und Hobelmaschinen registriert. Bis August 1945 war der Zugang nur Angehörigen amerikanischer Dienststellen möglich. In jener Zeit wurden zahlreiche Maschinen demoliert oder gestohlen. Ende September 1945 wurde die Goldfisch GmbH als Demontagebetrieb eingestuft. Ende Dezember erklärte ein amerikanischer Reparationsoffizier, dass das Werk den Russen zugesprochen worden sei. Der genaue Ablauf ist urkundlich kaum mehr nachvollziehbar. Die Anlage erscheint in den Unterlagen als Reparationswerk Nr. 13. Bis Juli 1946 verließen 586 Maschinen aus Obrigheim den Hafen von Bremerhaven in Richtung Sowjetunion. Aus der Demontage des Goldfisch-Werks stammten rund die Hälfte aller aus Baden-Württemberg in die Sowjetunion gelieferten Maschinen-Reparationen. Die Demontage dauerte noch bis März 1947.[12]
Es kam zu verschiedenen Zwischenfällen. Es gibt Gerüchte, dass statt Maschinen Steine in Kisten verladen worden seien oder dass die Demontagefirma Maschinen unbrauchbar gemacht hätte. Für Aufregung sorgte auch ein Zug aus 60 Waggons mit Werkzeugmaschinen aus Genshagen, der noch im März 1945 nach Neckarelz gelangt war, aber dort nicht mehr ausgeladen, sondern weitergeleitet worden war und in den Wirren des Kriegsendes monatelang verschwunden blieb. Die gesamte Belegschaft der Demontagefirma war 1946 für 14 Tage inhaftiert, wodurch die Maschinenverladung zeitweilig ruhte. Fünf sowjetische Militärangehörige, die bei der Demontage in Obrigheim beteiligt waren, wurden wenig später in Gera wegen Nichterfüllung ihrer Aufgaben von einem Kriegsgericht zum Tode verurteilt und hingerichtet.[12]
Nach dem Ende der Lieferungen an Russland mussten die im Stollen verbliebenen, nicht zur Reparationsmasse zählenden Maschinen aus dem Stollen geräumt werden. Sie wurden zu Schätzpreisen an die deutsche Wirtschaft verkauft und die letzten Maschinenteile zum Schrottpreis an die Heilbronner Firma Lindauer. Die Fundamente der Maschinen wurden zerstört. Zuletzt sollte der Stollen Goldfisch auf Wunsch der russischen Seite gesprengt werden. Die amerikanische Militärregierung hatte sich jedoch bereits im Januar 1947 gegen die Sprengung ausgesprochen.
Abwicklung der Goldfisch GmbH
Zur wirtschaftlichen Abwicklung der Goldfisch GmbH wurde im April 1946 der bei der Daimler-Benz-Motoren AG tätige Diplomkaufmann Georg Willi Reinhard zum Treuhänder bestellt. Reinhard stand einerseits zeitweise unter dem letztlich haltlosen Verdacht, keine seriöse Kassenführung zu betreiben, weswegen er im Sommer 1947 zeitweilig seines Postens enthoben war. Andererseits hatte er keine Handhabe gegen Maschinenverkäufe weit unter Wert durch die jeweiligen Reparationsoffiziere.
Um die rechtlichen Verhältnisse der Goldfisch GmbH gab es langwierige Streitigkeiten. Die amerikanische Militärregierung beanspruchte das beschlagnahmte Unternehmen als amerikanisches Eigentum. Die Daimler-Benz AG in Stuttgart sprach sich gegen eine Übernahme aus, weil dem Restwert des Unternehmens ungleich höhere Verbindlichkeiten aus Materiallieferungen und Ähnlichem gegenüberstanden. Die Daimler-Benz-Motoren GmbH befand sich in der sowjetischen Besatzungszone und war nicht handlungsfähig.
Auf Vermittlung des Wirtschafts- und Finanzministeriums fiel im April 1947 in Diedesheim der Beschluss zur Gründung einer neuen Fertigungsfirma, die Ersatzteile für den Fahrzeugbau fertigen und Werkzeugmaschinen reparieren sollte, an der die Daimler-Benz AG jedoch nicht beteiligt sein solle. Zur Grundausstattung des neuen Unternehmens, der Maschinenfabrik Diedesheim, zählten die bei der Gipsgrube Friede verbliebenen Maschinen, die zwar demontiert, aber nicht in die Sowjetunion verfrachtet worden waren und die die Maschinenfabrik im Jahr 1948 übernahm. Bei der Maschinenfabrik kamen viele der Zivilbeschäftigten unter, die im Zuge der Verlegung der Motorenproduktion von Genshagen nach Obrigheim gekommen waren und zuletzt bei Demontagearbeiten eingesetzt waren.
Die Gipsgrube Friede wurde zum 1. Januar 1948 an die Portland Zementwerke Heidelberg übergeben, die dort den Gipsabbau fortsetzte.
Ende 1948 galt die Abwicklung der Goldfisch GmbH als weitgehend abgeschlossen. Bis April 1949 stand die Goldfisch GmbH noch unter Vermögenskontrolle und Treuhänderschaft, danach wurde das Restvermögen freigegeben und das Unternehmen aufgelöst.
Der Stollen Brasse wurde stillgelegt. Die Küchenbaracke beim Stollen Brasse wurde in der Nachkriegszeit zur Lagerung von Pflanzenschutzmitteln verwendet. Auch der Verladebahnhof wurde nach dem Krieg von verschiedenen Unternehmen genutzt.
Heutige Spuren des Goldfisch-Projekts
Zu Wohnzwecken umgebaute Baracke des Lagers in Neckarbischofsheim
Die Stollen und Tunnels bestehen bis heute. Im Stollen Goldfisch wird weiterhin Gips abgebaut. Der Stollen Brasse und der Bahntunnel bei Obrigheim sind aus Sicherheitsgründen nicht zugänglich.
Die Küchenbaracke beim Stollen Brasse wurde im Jahr 2000 abgerissen, nachdem Rückstände der dort früher gelagerten giftigen Pflanzenschutzmittel festgestellt wurden. Die Fundamente der Baracke sind noch sichtbar. Der Verladebahnhof fungiert als Lagerhalle.
Die markantesten Überreste des gesamten Komplexes sind die massiven, treppenförmigen Fundamente des Kesselhauses, die an exponierter Stelle nahe dem Schnittpunkt der Bundesstraßen 27, 37 und 292 am Mosbacher Kreuz auffällig aus der sonstigen Busch- und Waldvegetation des Neckaruferhanges bei Obrigheim ragen.
Aus den Baracken des Lagers in Neckarbischofsheim, die nach dem Krieg eine Sägerei beherbergten und zu Wohnzwecken umgenutzt wurden, entstand die heutige Schwarzbachsiedlung.
Rüstungskomplex in der Region Neckarelz
Weitere Anlagen und Standorte
Das Goldfisch-Werk war das größte Rüstungsprojekt in der Region, aber es gab gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in der Umgebung auch die Heeresmunitionsanstalt Siegelsbach (etwa 7 Kilometer südlich von Neckarelz) sowie weitere Anlagen in der Umgebung, die der Untertageverlagerung dienten oder dienen sollten:[4]
Westliches Portal des Tunnels Kormoran

  • Der 890 m lange Mörtelsteiner Tunnel der Bahnlinie zwischen den heutigen Obrigheimer Ortsteilen Asbach und Mörtelstein. Der Tunnel sollte unter dem Tarnnamen Kormoran der Firma Frankl und Kirchner aus Mannheim-Neckarau zur Verfügung gestellt werden, dazu kam es jedoch aus unbekannten Gründen nicht. Ab September 1944 nutzte das Goldfisch-Werk den Tunnel als Lagerfläche. Nach dem Krieg erfüllte der Tunnel wieder seine ursprüngliche Funktion, bis der Streckenabschnitt Aglasterhausen-Obrigheim im Jahr 1971 stillgelegt wurde.[13] Danach verwilderte er. Mitte der 2000er Jahre wurden seine Portale vermauert.
  • Eine Grube in Haßmersheim-Hochhausen (Tarnname Rotzunge).
  • Ein Gipsstollen in Neckarzimmern, in dem eine Fabrik für Rollen- und Kugellager untergebracht wurde (Tarnname Baubetrieb Neustadt).

Zwangsarbeiterlager
Neben den KZ-Häftlingen wurden ähnlich viele andere Zwangsarbeiter eingesetzt. Entsprechend gab es, neben den sechs Neckarlagern, zahlreiche Zwangsarbeiterlager in der Region:[4]

  • In Mosbach und Neckarelz gab es vier Lager für Zwangsarbeiter, darunter am Hammerweg ein Lager für SS-Leute, die zu Zwangsarbeit verurteilt worden waren, und ein Lager für italienische Militärinternierte in der Turnhalle. Alle vier Lager waren dem Goldfisch-Projekt zugeordnet.[14]
  • Nordöstlich von Mosbach das Lager Hasbach und ein Lager in der Schule in Oberschefflenz.
  • Südlich von Mosbach/Neckarelz Lager in Neckarzimmern, in Gundelsheim, bei der Heeresmunitionsanstalt Siegelsbach und in Bad Rappenau.
  • Westlich ein Lager in Obrigheim und ein Lager in Aglasterhausen.

Erinnerung
KZ-Gedenkstätte Neckarelz
KZ-Gedenkstätte Neckarelz (2021)
1985 beschloss der Mosbacher Gemeinderat, die Jahre der Naziherrschaft aufarbeiten zu lassen. An der Volkshochschule wurde ein Arbeitskreis eingerichtet, aus dem 1993 der Verein für die KZ-Gedenkstätte hervorging. 1998 konnte eine erste Gedenkstätte im Anbau der Clemens-Brentano-Grundschule eröffnet werden, die einst das Hauptgebäude des Lagers Neckarelz I war. Trotz der räumlichen Enge wurde die Gedenkstätte als vorbildliches Heimatmuseum ausgezeichnet. Dieses kleine Museum zog wegen größeren Umbauarbeiten im Juli 2007 in die Comenius-Schule am selben Ort um, musste aber dann aus baulichen Gründen aufgegeben werden. Bereits 2007 begannen Planungen für einen Neubau.
Im Jahr 2011 wurde der zweigeschossige Neubau der Gedenkstätte eingeweiht. Zu sehen sind Modelle der Anlage, Fundstücke von Häftlingen und der Einrichtung sowie Zeitdokumente, ergänzt mit musealer und pädagogischer Aufbereitung. Zu den neuen Ausstellungsstücken gehören auch ein Flugzeugmotor von der Art, wie er von den Häftlingen in den Stollen montiert werden sollte, und ein Nachbau einer beim Stollenausbau verwendeten Lore. Auf dem Gelände der Schule ist eine Typhus-Baracke erhalten.
Die Gedenkstätte gehört zu den 12 Gründungsmitgliedern des Verbundes der Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler.
Goldfisch-Pfad
Wegeplan auf einer Infotafel am Goldfisch-Pfad (2004). Die Infotafeln wurden im Jahr 2023 neu gestaltet.[15]
1999 wurde mit Unterstützung durch die Europäische Kommission, das Land Baden-Württemberg, die Gemeinde Obrigheim, die Firmen Heidelberger Zement und DaimlerChrysler sowie durch zahlreiche weitere Firmen in Obrigheim und Mosbach der „Goldfisch-Pfad“ angelegt, ein Geschichtslehrpfad, der die erhaltenen oberirdischen Fragmente der Stollenanlage Goldfisch und Brasse verbindet und erklärt. Der 2,5 Kilometer lange Rundweg beginnt am ehemaligen Bahntunnel und am ehemaligen Bahnhof Finkenhof.
An den Stationen des Pfades befinden sich Tafeln mit Informationen und Bildern der Anlage. Die Stationen sind:[16][17]

  1. Tunnel/Bahnhof
  2. Kesselhaus – der Hauptzweck war die Warmlufbereitung zur Verhütung von Rostschäden an den Motoren in den weitläufigen feuchtkühlen Stollen
  3. Alte gebogene Eisenbahnbrücke über den Neckar (am alten Bahnwärterhaus)
  4. Umschlaghalle
  5. Treppenweg (1999 wieder freigelegt)
  6. Talblick
  7. Eingang zum Stollen Goldfisch
  8. Küchenbaracke
  9. Eingang zum Stollen Brasse
  10. Wasserversorgung

Weitere Gedenkorte
Gedenkstein in Neckargerach
Gedenkstein in Osterburken
Auf dem Jüdischen Friedhof Binau, der zugleich ein KZ-Friedhof ist, erinnert ein Gedenkstein in französischer Sprache an die Häftlinge aus den Lagern in Neckarelz und Neckargerach, die auf dem Friedhof bestattet wurden.[18]
In Neckargerach ist ein Gedenkstein den KZ-Häftlingen gewidmet, die im dortigen Lager starben (siehe Bild rechts).
In Osterburken erinnert ein Gedenkstein auf dem Alten Friedhof an die 16 Häftlinge aus dem Krankenzug, die noch nach der Befreiung in Osterburken starben und auf dem Friedhof bestattet wurden (siehe unteres Bild rechts). Die Stadt Osterburken stiftete den Gedenkstein 50 Jahre nach der Befreiung der Häftlinge „zu Ehren der toten und überlebenden Opfer“.
Nahe der Schwarzbachsiedlung in Neckarbischofsheim wurde laut der integrierten Gedenktafel ein Mahnmal „zum Gedenken an die Opfer der Zwangsarbeit“ errichtet (siehe Bild unten). Eine Infotafel informiert darüber, dass die Schwarzbachsiedlung aus einem zum Lager Neckarelz gehörigen Arbeitslager mit 200 Häftlingen verschiedener Nationalitäten hervorging.
Im April 2024 wurde ein weiteres Denkmal auf dem Friedhof in Heidelberg-Kirchheim eingeweiht. Auf drei Schrifttafeln sind die Namen und Lebensdaten von 78 Todesopfern der KZ-Außenlager um Neckarelz und Obrigheim aufgedruckt. Es handelt sich um die bis Mitte Oktober 1944 Verstorbenen. Ihre Leichen wurden im Krematorium Heidelberg verbrannt und die Asche auf dem Friedhof Heidelberg-Kirchheim bestattet. Die Initiative zu dem Denkmal-Projekt entstand beim Besuch einer Schulklasse in der KZ-Gedenkstätte Neckarelz und auf dem Friedhof in Binau.[19]

  • Mahnmal bei der Schwarzbachsiedlung in Neckarbischofsheim

Mahnmal bei der Schwarzbachsiedlung in Neckarbischofsheim
Siehe auch

Weblinks
Commons: KZ Neckarelz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

  • Georg Fischer, Christina Herr: KZ-Komplex Neckarlager. CD-ROM, 2. Auflage, 2006. Herausgegeben von der KZ-Gedenkstätte Neckarelz e. V.
  • Neil Gregor: Stern und Hakenkreuz. Daimler-Benz im Dritten Reich. Propyläen, Berlin 1997, ISBN 3-549-05604-4
  • Tobias Markowitsch, Katrin Rautnig: Goldfisch und Zebra. Das Konzentrationsaußenlager Neckarelz. KZ-Gedenkstätte Neckarelz e. V. Selbstverlag, Mosbach 2005, ISBN 3-88260-072-1
  • Tobias Markowitsch, Kattrin Zwick: Goldfisch und Zebra. Die Geschichte des Konzentrationslagers Neckarelz – Außenkommando des KZ Natzweiler-Struthof. Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 2011, ISBN 978-3-86110-490-2.
  • Arno Plock: Damals … in jenen dunklen Jahren. Als KZ-Häftling Zwangsarbeiter in der Rüstungsindustrie. 1994 (DB AG) – 2. überarb. Fassung 2007 (kz-denk-neckarelz.de Selbstverlag, Mosbach).
  • Hans-Werner Scheuing: „… als Menschenleben gegen Sachwerte gewogen wurden.“ Die Anstalt Mosbach im Dritten Reich. Universitätsverlag Winter, Heidelberg 1997, 2. Auflage 2004, ISBN 3-8253-1607-6 (enthält Hinweise auf Nutzung und den Zukauf von Gebäuden bei den Johannes-Anstalten Mosbach in Schwarzach)
  • Michael Schmid: Goldfisch, Gesellschaft mit beschränkter Haftung: Eine Lokalhistorie zum Umgang mit Menschen. In: Das Daimler-Benz-Buch. Ein Rüstungskonzern im „Tausendjährigen Reich“ (= Schriften der Hamburger Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts, Band 3). Greno, Nördlingen 1987, ISBN 3-89190-950-0, S. 482 ff.
  • Wilhelm Seußler: Von der Firma „Goldfisch“ zur Maschinenfabrik Diedesheim. In: Mosbacher Hefte 15. Mosbach 2005, S. 197–208.
  • Maurice Voutey: Gefangener des Unwahrscheinlichen. Vier Jahreszeiten in Dachau und in den Neckarlagern. Übersetzt von Dorothee Roos. Dallau 2002 (Erinnerungsbuch des französischen Résistance-Mitglieds (FNDIRP), Historikers und Schriftstellers, in Frankreich 1995 erschienen.)

Einzelnachweise
Der KZ-Komplex am Neckar kz-denk-neckarelz.de
Dorothee Roos: Das Beispiel Neckarelz. Vortrag beim Kolloquium zum Thema KL Natzweiler in Paris, 2015, online bei gedenkstaetten-bw.de, S. 4.
Markowitsch und Rautnig, 2005, S. 185.
Siehe Lagerkomplex zur Rüstungsindustrie um Neckarelz (Karte, Vergrößerung wählbar).
Geschichte kz-denk-neckarelz.de, siehe Abschnitt Verlagerung der Kommandantur nach Guttenbach und Binau.
Georg Fischer: Erinnerung an den Hessentaler und Kochendorfer Todesmarsch (online bei gedenkstaetten-bw.de), S. 2: Abschnitt Nach Dachau.
Angaben der KZ-Gedenkstätte Neckarelz auf einer Infotafel zum Krankenzug.
Die Firma „Goldfisch“ kz-denk-neckarelz.de, siehe Abschnitt Motorenproduktion.
offiziell von der Bahn vergebener, aber eigentlich fehlerhafter Name des Tunnels, da der unterquerte Berg der Karlsberg ist
Hans-Wolfgang Scharf: Eisenbahnen zwischen Neckar, Tauber und Main. Band 2: Ausgestaltung, Betrieb und Maschinendienst. EK-Verlag, Freiburg (Breisgau) 2001, ISBN 3-88255-768-0.
Wilhelm Seußler: Von der Firma „Goldfisch“ zur Maschinenfabrik Diedesheim. In: Mosbacher Hefte 15. Mosbach 2005, S. 197–208, hier S. 199.
Wilhelm Seußler: Von der Firma „Goldfisch“ zur Maschinenfabrik Diedesheim. In: Mosbacher Hefte 15. Mosbach 2005, S. 197–208, hier S. 197–201.
Die Untertageverlagerung Kormoran bei Mörtelstein morr-siedelsbrunn.de (Website von Hans-Günther und Jürgen Morr).
Die Zwangsarbeiterlager im Elzmündungsraum kz-denk-neckarelz.de, siehe Abschnitt Zwangsarbeiterlager rund um „Goldfisch“.
KZ-Gedenkstätte Neckarelz: Neue Infotafeln „Goldfisch“, 5. April 2023. Zu finden im Archiv der Veranstaltungen auf kz-denk-neckarelz.de.
Informationsflyer zum Goldfisch-Pfad, mit Bildern, onlinekz-denk-neckarelz.de.
Vgl. den interaktiven Plan auf Goldfisch-Pfad auf kz-denk-neckarelz.de.
Jüdischer Friedhof und KZ-Friedhof Binau auf alemannia-judaica.de, siehe Bild des Gedenksteins.
Ein Denkmal für die Toten der KZ-Außenlager um Neckarelz und Obrigheim in Heidelberg-Kirchheim elisabeth-von-thadden-schule.de, 21. Mai 2024.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Neckarelz, 20.06.2026)


Neckarelz

von

Version 1.0

  • Veröffentlichungsdatum 30. Juli 2025

Inhaltsverzeichnis
Gründung desLagerbetriebs des CampSinti unddas Ende des Roma-Krieges sowie Befreiungsliteratur

In Neckarelz, einem Satellitenlager des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof, wurden mindestens 90 Sinti- und Roma-Insassen ab dem Frühjahr 1944 zu extrem harter Zwangsarbeit gezwungen.
Gründung des Lagers
Das Außenlager in Neckarelz, heute ein Stadtteil von Mosbach in Baden-Württemberg, Deutschland, wurde am 16. März 1944 im Gebäude einer Grundschule eingerichtet; es war für bis zu 1.000 Insassen vorgesehen. Der Hintergrund war die geplante Verlegung des Daimler-Benz-Flugzeugmotorwerks von Genshagen (bei Ludwigsfelde, südlich von Berlin) in die unterirdische Gipsbergmine bei Obrigheim am Neckar (Codename 'Goldfisch'), um alliierten Bombenangriffen zu entgehen. Das Bauprojekt (Codename 'A8') lag in der Verantwortung von SS-Gruppenführer Hans Kammler (1901–1945), Leiter der Bürogruppe C (Bau) des SS-Hauptamts für Wirtschaft und Verwaltungs.
Betrieb des Lagers
Die Insassen waren verlegt worden, um Sklavenarbeit für den Bau der unterirdischen Fabrik auf dem Gelände nahe dem Neckar-Fluss bereitzustellen. Sie mussten die Betonfundamente für die Maschinen legen, Schächte ausheben, Gestein in Lastwagen entfernen und Baumaterialien transportieren, unterirdische Fabrikhallen errichten, die Infrastruktur installieren, Gebäude errichten und Kasernen für Tausende von Daimler-Benz-Arbeitern (hauptsächlich Zwangsarbeiter) bereitstellen.
Um maximal 3.200 Gefangene aufnehmen zu können, wurden weitere Nebenlager eröffnet: die Kasernenlager Neckargerach (am 26. April 1944) und Neckarelz II (am 23. Juli 1944) sowie im Herbst zwei kleinere Kasernenbauabteilungen in Asbach und Neckarbischofsheim sowie ein kleines SS-(Schutzstaffel-)Dienstlager in Bad Rappenau.
Über 5.200 Gefangene aus fast allen europäischen Ländern wurden aus Dachau, Natzweiler und den Satellitenlagern Groß-Rosen, Sachsenhausen und Stutthof dorthin überführt. Von diesen starben etwa 275 im Satellitenlagerkomplex am Neckar, und mindestens 1.000 weitere, die aus den Lagern überführt, evakuiert oder befreit wurden, waren bis Ende 1945 tot.
Sinti und Roma
Von den 89 Sinti und Roma, die am 12. Dezember 1943 aus dem Hauptlager Auschwitz nach Natzweiler für Typhusimpfstoffexperimente verlegt worden waren, wurden 79 in der zweiten Aprilhälfte 1944 in das Satellitenlager Neckarelz verlegt. Außerdem trafen mindestens elf als 'Zigeuner' eingestufte Gefangene auf anderen Transportschiffen ein, darunter der Balletttänzer und spätere Schauspieler Peter Böhmer (1923–2011). Wahrscheinlich gab es auch einige Sinti oder Roma unter den Insassen, die als 'asozial' klassifiziert wurden. Von den namentlich bekannten Sinti und Roma waren 72 mit deutscher oder österreichischer Staatsangehörigkeit oder als staatenlos registriert, elf als Tschechen, vier als Polen, zwei als sowjetische Staatsbürger und einer als Letten.
Sinti und Roma waren daher eine kleine Gruppe innerhalb der Insassengesellschaft und mussten wie die anderen Insassen hauptsächlich schwere Bau-, Ausgrabungs- und Bergbauarbeiten unter der Aufsicht von Bauunternehmen durchführen. Da die Ausbeutung der Arbeitskräfte der Gefangenen zu dieser Zeit im Mittelpunkt stand, litten die rassistisch verfolgten Sinti und Roma im Lagerkomplex Neckar im Vergleich zu ihren Mitgefangenen keine Nachteile. Keiner von ihnen starb in den Neckar-Lagern selbst.
Da fast alle deutschsprachig waren, übernahmen nur wenige verantwortungsvolle Positionen: Als 'Kapos', die ihre Mitgefangenen zur Arbeit fahren und bestrafen mussten, trugen sie jedoch zwangsläufig auch zu einer negativen Sicht auf die Gefangenengruppe bei. Ein gewisser Sinto wurde sogar einmal gezwungen, die Aufgaben eines Henkers zu erfüllen.
Etwa 20 Sinti und Roma wurden frühzeitig aus den Neckar-Lagern in andere Lager verlegt, und mindestens sieben von ihnen überlebten nicht. So starb beispielsweise August Schmidt (1926–1945), nachdem er ins Krankenlager Vaihingen, ein weiteres Satellitenlager von Natzweiler, verlegt worden war. Mindestens vier von ihnen hatten zuvor versucht, aus den Neckar-Lagern zu fliehen, in Akte der Selbstbehauptung, die ebenfalls auf gegenseitiger Unterstützung beruhten. Dazu gehörten Adalbert Eckstein (1924–1944), Rudolf Guttenberger (geboren 1921), Willy Herzberg (geboren 1921) und Franz Hauer (geboren 1922). Sie und drei weitere Sinti wurden daraufhin zurück ins Hauptlager in Natzweiler verlegt, wo sie Phosgengas-Experimenten unterzogen wurden. Eckstein und Josef Reinhardt (1913–1944) starben qualvoll an Lungenverbrennungen. Julius Strauß (1922–2006) berichtete außerdem, dass Senfgasexperimente an ihm in Natzweiler durchgeführt wurden.
Vinzenz Rose (1908–1996) unternahm einen erfolgreichen Fluchtversuch. Er wurde am 30. August 1944 mit Hilfe seines Bruders Oskar Rose (1906–1968) aus dem Lager geschmuggelt.
Foto
Vinzenz Rose (1908–1996), Überlebender des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau sowie von medizinischen Verbrechen im Konzentrationslager Natzweiler. Als Vinzenz Rose 1943 nach Auschwitz deportiert wurde, war er bereits mehrere Jahre lang erfolgreich der Gefangennahme durch die Gestapo entkommen. Sein Vater und sein zweijähriges Kind starben in Auschwitz, seine Mutter später in Ravensbrück.
Er wurde zusammen mit anderen Sinti und Roma von Auschwitz-Birkenau nach Natzweiler versetzt. Dort wurde er für Typhus-Fieber-Experimente misshandelt. Im April 1944 wurde er nach Neckarelz, einem Unterlager von Natzweiler, versetzt. Sein Bruder Oskar Rose (1906–1968), der der Deportation entkommen war und sich unter falschem Namen im nahegelegenen Heidelberg versteckte, organisierte Vinzenz Roses Flucht von außerhalb unter sehr riskanten Umständen, die am 30. August 1944 erfolgreich war.
Vinzenz und Oskar Rose waren Pioniere der Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma nach 1945.
Fotograf: unbekannt
Dokumentations- und Kulturzentrum deutscher Sinti und Roma, Heidelberg
Kriegsende und Befreiung
Als die Neckar-Lager Ende März 1945 aufgelöst wurden, wurden über 2.000 Gefangene auf einen Evakuierungsmarsch ins Konzentrationslager Dachau gebracht. Dazu gehörten 64 Sinti und Roma, die alle vermutlich befreit wurden. Gerhard Adam (geboren 1920) gelang während des Marsches in der Nähe von Schwäbisch Hall zu entkommen.
Wahrscheinlich befanden sich sechs Sinti in einem Transportzug für 900 Kranke, der es nicht bis nach Dachau schaffte, und wurden bei Osterburken, etwa 30 Kilometer von Neckarelz entfernt, befreit. Einer der Befreiten, Karl Walter Bernhardt (1919–1945), starb jedoch drei Wochen später in Mosbach.
Das Konzentrationslagerdenkmal Neckarelz, das seit 1998 existiert und 2011 in einem neuen Gebäude eröffnet wurde, erinnert unter anderem an die Sinti- und Roma-Gefangenengruppe mit der Biografie von Sylvester Lampert (1921–1999).
Literatur
Huth, Arno. Verfolgung der Sinti, Roma und Jenischen im ländlichen Raum des Kraichgaus, des Neckartales, des Elztales und des Baulandes. Mosbach-Neckarelz: KZ-Gedenkstätte Neckarelz e.V., 2009.
Zitat
Arno Huth: Neckarelz, in: Encyclopaedia of the Nazi Genocide of the Sinti and Roma in Europe. Hrsg. von Karola Fings, Forschungszentrum für Antigypsienismus an der Universität Heidelberg, Heidelberg, 30. Juli 2025.
Metadaten
Bewertungsraster:
Tatorte: Internierungen – Lager – Ghettos – Tatorte
Veröffentlichungsdatum:
30. Juli 2025
DOI:
-
Personen
Gerhard AdamKarl Walter BernhardtPeter BöhmerAdalbert EcksteinRudolf GuttenbergerFranz HauerWilly HerzbergHans KammlerSylvester LampertJosef ReinhardtOskar RoseVinzenz RoseAugust Schmidt

Orte
AsbachAuschwitzAuschwitz-BirkenauBad RappenauBaden-WürttembergDachauGenshagenDeutschlandGroß-RosenLudwigsfeldeMosbachNatzweiler-StruthofNeckarbischofsheimNeckarelzNeckargerachObrigheim am NeckarOsterburkenSachsenhausenSchwäbisch HallStutthof

Schlüsselwörter
Hilfe bei der FluchtVerbündeteKonzentrationslagerDaimler-BenzTodesmärscheFluchtZwangsarbeitKaposMedizinische VerbrechenGedenkstättenSenfgas-ExperimentePhosgen-Gas-ExperimenteSS Hauptwirtschafts- und VerwaltungsbüroSatellitenlagerSchutzstaffel

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KZ-Gedenkstätte Neckarelz

Heimatgeschichte im Dienst der Aufklärung und Erinnerung: Die KZ-Gedenkstätte Neckarelz und der Geschichtslehrpfad „Goldfisch“ [Copyright: Landeszentrale für politische Bildung]
KZ-Gedenkstätte Neckarelz
Ortsbezüge:

Beschreibung:
KZ-Gedenkstätte Neckarelz
Die KZ-Gedenkstätte Neckarelz hat seit 2011 ein neues Gebäude. Es liegt der Clemens-Brentano-Grundschule in Mosbach-Neckarelz direkt gegenüber. Diese Schule diente 1944/45 als Konzentrationslager und bildete das Zentrum der sechs „Neckarlager“, alle Außenlager des KL Natzweiler-Struthof. Die Lager gehörten zum Rüstungsprojekt mit dem Tarnnamen „Goldfisch“ – ein Flugzeugmotorenwerk von Daimler-Benz, „bombensicher“ verlagert in die Gipsstollen Obrigheim. Wegen der zunehmenden Luftangriffe hatten die Nationalsozialisten 1943 begonnen, wichtige Rüstungsbetriebe unter die Erde zu verlegen. Den Ausbau der Stollen besorgten KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter. Die ungewöhnlich gestaltete Gedenkstätte eröffnet in vier Themenräumen („KZ-Komplex Neckarlager – Wege aus dem Lager – „Goldfisch“ – „Natzweiler am Neckar“) verschiedene Zugänge zur Geschichte. Gruppen können begleitet werden, Projekte sind möglich. Eine ausführliche Darstellung zum „KZ-Komplex am Neckar“ mit weiterführenden Literaturhinweisen findet sich im folgenden PDF-Dokument:
KZ-Gedenkstätte Neckarelz (Georg Fischer und Dorothee Roos, 4 Seiten, PDF 242 KB)
Weitere Informationen
Besuchsmöglichkeiten in der Nähe

  • Geschichtslehrpfad „Goldfisch“ in Obrigheim (3 Kilometer, verbindet und erschließt oberirdische Reste der Untertage-Fabrik)
  • Zentrales Mahnmal für die deportierten badischen Juden Neckarzimmern (5 Kilometer)ins d’un camp/ Zeichnungen aus einem Lager (dt.-frz.)

Objekttyp: Historische Erinnerungsstätte
Quelle/Sammlung: Gedenkstätten in Baden-Württemberg
Weiter im Partnersystem: https://www.gedenkstaetten-bw.de/
Adresse + Kontakt
Adresse Mosbacher Straße 39 74821 Mosbach-Neckarelz
Besucherinformation: Träger der Einrichtung
Kontakt-/Verwaltungsadresse
Verein KZ-Gedenkstätte Neckarelz e.V.
Mosbacher Straße 39
74821 Mosbach
Tel. 06261 670653
Fax 06261 672381
Ansprechpersonen:
Dorothee Roos, Arno Huth
vorstand@kz-denk-neckarelz.de Öffnungszeiten
Sonntag 14 bis 17 Uhr sowie jederzeit nach Vereinbarung.
Vom 1. Dezember bis 26. Januar geschlossen.
Angemeldete Besuche sind in dieser Zeit möglich.
Geschichtslehrpfad Goldfisch:
Er kann individuell begangen werden. Vereinsmitglieder bieten auf Anfrage sachkundige Begleitung an.
...mehr
E-Mail: vorstand@kz-denk-neckarelz.de
Homepage: http://www.kz-denk-neckarelz.de
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Strafanzeigen gegen CDU-Politiker Marco Walczak wegen Verwendung der Nazi-Parole „ARBEIT MACHT FREI“
Strafanzeigen vom 24.10.2025 gegen Marco Walczak, CDU-Kommunalpolitiker und Vorsitzender eines CDU-Ortsverbandes, wegen Verwendung der Nazi-Parole „ARBEIT MACHT FREI“ während einer Bürgergeld-Diskussion im Oktober 2025, u.a. zum Zwangskontext von Arbeit, u.a. im historischen Kontext der Aufarbeitungen von Nationalsozialistischen Konzepten der Zwangsarbeit und Arbeitserziehung und Vernichtung durch Arbeit, an das von CDU-Juristen geführte Amtsgericht Mosbach, d.h. an den Direktor des Amtsgerichts Mosbach Dr. Lars Niesler, Mitglied im Landesarbeitskreis Christlich-Demokratischer Juristen (LACDJ) der CDU Baden-Württemberg
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Strafanzeigen gegen die leitenden AFD-Parteifunktionäre des AFD-Bundesvorstandes, der AFD-Landesvorstände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachen, der kommunalen Düsseldorfer AFD Gliederung
Strafanzeigen vom 01.05.2025 gegen die leitenden AFD-Parteifunktionäre des AFD-Bundesvorstandes, der AFD-Landesvorstände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachen, der kommunalen Düsseldorfer AFD Gliederung … (a) wegen volksverhetzender Verwendung verfassungswidriger Kennzeichnungen mit dem herabwürdigendem, menschenverachtenden nationalsozialistisch-orientiert sozialrassistischen Labeling von Bürgergeldempfängern, Obdachlosen, Drogenabhängigen, von Flüchtlingen und Migranten mit dem NS-Vergleichs-Jargon-konnotiert als Asoziale, Arbeitsscheue, Renitente, Nicht-Arische Personen durch die AFD-Anwendung von beabsichtigter NS-systemischer Umsetzung und Propaganda der NS-Arbeitslager und NS-Arbeitserziehung sowie (b) wegen der AFD-verfassungswidrigen Kennzeichnung von betroffenen vergleichbaren NS-Opferzielgruppen mit o.g. NS-Labeling unter gleichzeitiger volksverhetzender Verharmlosung und Leugnung der Opfer des NS-Terrors während der NS-Diktatur 1933 bis 1945 im April 2025 an den Direktor des Amtsgerichts Mosbach Dr. Lars Niesler, Mitglied im Landesarbeitskreis Christlich-Demokratischer Juristen (LACDJ) der CDU Baden-Württemberg
250501_DAB_AGMOS_AFD_Antraege_Arbeitslager_BLIND.pdf (550.85KB)
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Strafanzeigen vom 01.05.2025 gegen die leitenden AFD-Parteifunktionäre des AFD-Bundesvorstandes, der AFD-Landesvorstände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachen, der kommunalen Düsseldorfer AFD Gliederung … (a) wegen volksverhetzender Verwendung verfassungswidriger Kennzeichnungen mit dem herabwürdigendem, menschenverachtenden nationalsozialistisch-orientiert sozialrassistischen Labeling von Bürgergeldempfängern, Obdachlosen, Drogenabhängigen, von Flüchtlingen und Migranten mit dem NS-Vergleichs-Jargon-konnotiert als Asoziale, Arbeitsscheue, Renitente, Nicht-Arische Personen durch die AFD-Anwendung von beabsichtigter NS-systemischer Umsetzung und Propaganda der NS-Arbeitslager und NS-Arbeitserziehung sowie (b) wegen der AFD-verfassungswidrigen Kennzeichnung von betroffenen vergleichbaren NS-Opferzielgruppen mit o.g. NS-Labeling unter gleichzeitiger volksverhetzender Verharmlosung und Leugnung der Opfer des NS-Terrors während der NS-Diktatur 1933 bis 1945 im April 2025 an den Direktor des Amtsgerichts Mosbach Dr. Lars Niesler, Mitglied im Landesarbeitskreis Christlich-Demokratischer Juristen (LACDJ) der CDU Baden-Württemberg
250501_DAB_AGMOS_AFD_Antraege_Arbeitslager_BLIND.pdf (550.85KB)

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>>> PROTEST GEGEN RECHTS >>>
Aufforderungen und Anweisungen der seit Jahren beim Amtsgericht Mosbach tätigen KM-Rechtsanwältin aus Walldürn KONKRET an das Amtsgericht Mosbach vom 22.06.2022 unter 6F 202/21 und vom 12.11.2023 unter 6F 228/23, die Nazi-Jäger-Eingaben des KV amtsseitig EXPLIZIT NICHT zu benennen und amtsseitig EXPLIZIT NICHT zu bearbeiten und damit Deutsche Kolonialverbrechen, NS-Verbrechen und Rechtsextremismus, INSBESONDERE in der Region Mosbach-Baden, zu verschweigen, zu verleugnen und zu verharmlosen.
240121_202_21_PROTEST_gegen_RECHTS_blind.pdf (736.22KB)
>>> PROTEST GEGEN RECHTS >>>
Aufforderungen und Anweisungen der seit Jahren beim Amtsgericht Mosbach tätigen KM-Rechtsanwältin aus Walldürn KONKRET an das Amtsgericht Mosbach vom 22.06.2022 unter 6F 202/21 und vom 12.11.2023 unter 6F 228/23, die Nazi-Jäger-Eingaben des KV amtsseitig EXPLIZIT NICHT zu benennen und amtsseitig EXPLIZIT NICHT zu bearbeiten und damit Deutsche Kolonialverbrechen, NS-Verbrechen und Rechtsextremismus, INSBESONDERE in der Region Mosbach-Baden, zu verschweigen, zu verleugnen und zu verharmlosen.
240121_202_21_PROTEST_gegen_RECHTS_blind.pdf (736.22KB)


Seiteninhalt:

  1. NS- und Rechtsextremismus-Verfahren beim Amtsgericht Mosbach unter Einbeziehung der forensischen familienpsychologischen sachverständigen Gutachterin aus Kitzingen Antje Wieck

    1.1 Umgang des Amtsgerichts Mosbach mit NS-Verfahren: Amtsseitiges Ignorieren seitens des AG MOS von historischen NS-Prozessen sowie von NS-Prozessen des 21.Jahrhunderts

    1.2 Gerichtlich verfügte Beauftragung der forensischen Sachverständigen aus Kitzingen durch das Amtsgericht Mosbach bezüglich der gerichtlichen und außergerichtlichen Anti-Nazi-Aktivitäten des Antragstellers

    1.2.1 Expertise der Forensischen Sachverständigen MA Antje C. Wieck aus Kitzingen zur Aufarbeitung von NS-Verbrechen und NS-Unrecht in der NS-Vergangenheitsbewältigung

  2. Konzentrationslager, u.a. in Mosbach - Baden und Württemberg

    2.1 Online-Artikel zu Aktuellem über den KZ-Komplex Neckarelz-Mosbach

  3. Nazi-KZs im besetzten Elsaß und Frankreich

  4. Deportationen von badischen Juden ins Nazi-Konzentrationslager Gurs (Frankreich)

  5. YouTube-Videos zu Nazi-Konzentrationslagern auch in Mosbach, Baden und Württemberg

  6. Stellungnahme der vom Amtsgericht Mosbach beauftragten forensischen familienpsychologischen sachverständigen Gutachterin aus Kitzingen Antje Wieck zum menschenverachtenden System der Nazi-Konzentrationslager, auch in Mosbach - Baden


Zählappell: Als Arzt im Konzentrationslager (Die Zeit des Nationalsozialismus – »Schwarze Reihe«)

Im März 1944 werden im bis dahin einigermaßen sicheren Ungarn doch noch die Juden verhaftet und in Konzentrationslager deportiert, darunter auch der Autor und seine Frau. In Auschwitz-Birkenau werden beide getrennt, der Autor überlebt und wird nach Österreich zur Zwangsarbeit im berüchtigten »Stollen Quarz« abkommandiert. Im Frühjahr 1945 wird er im letzten Augenblick befreit. Die Erinnerungen wurden zum Requiem vieler Schicksale, gehen jedoch über das rein Dokumentarische hinaus: Der Autor erzählt mit genuiner Begabung seine innere Geschichte und von seinen Seelenzuständen. (Dieser Text bezieht sich auf eine frühere Ausgabe.)


1. NS- und Rechtsextremismus-Verfahren beim Amtsgericht Mosbach unter Einbeziehung der forensischen familienpsychologischen sachverständigen Gutachterin aus Kitzingen Antje Wieck

Amtsgericht Mosbach: Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Amtsgericht_Mosbach#/media/Datei:Mosbach-kloster-amtsgericht1.jpg

Nach Rechtsauffassung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg mit Beschluss vom 15.12.2022 - 6 S 1420/22 - unterliegt der Nationalsozialismus nicht der grundrechtlich geschützten Weltanschauungsfreiheit gemäß Art. 4 Abs. 1 GG.


Das Amtsgericht Mosbach hat jedoch seit dem 03.06.2022 eine gemäß § 158 StPO ordnungsgemäße Eingangsbestätigung mit den Benennungen der Konkreten Eingabedaten, der Konkreten Sachverhaltsbenennungen mit einer kurzen Zusammenfassung der Angaben zu Tatzeit, Tatort und angezeigter Tat, insbesondere zu beantragten NS- und Rechtsextremismusverfahren, bisher ausdrücklich und EXPLIZIT versagt und NICHT ausgestellt.

Auch für die beim Amtsgericht Mosbach beantragten Wiederaufnahmeverfahren und gerichtlichen Prüfungen in NS- und Rechtsextremismus-Angelegenheiten verweigert das Amtsgericht Mosbach ordnungsgemäße Eingangs- und Weiterbearbeitungsbestätigungen mit konkreten Sachverhaltsbenennungen.

Siehe dazu auch Umgang des Amtsgerichts Mosbach mit NS- und Rechtsextremismusverfahren >>>

KL: Die Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager

 "Eine Erzählung, die wohl nicht mehr übertroffen wird." Frankfurter Allgemeine Zeitung. Ein historisches Werk, das seinesgleichen sucht: Nikolaus Wachsmanns monumentale Geschichte der Konzentrationslager von den improvisierten Anfängen 1933 bis zu ihrer Auflösung 1945. Diese erste umfassende Darstellung vereint auf eindrückliche Weise sowohl die Perspektive der Täter als auch jene der Opfer, sie zeigt die monströse Dynamik der Vernichtungspolitik und verleiht zugleich den Gefangenen und Gequälten eine Stimme. Ein gewaltiges Buch – erschütternd und erhellend zugleich. »Ein Buch, das das bedrückende und schwierige Thema in einer bisher nicht dagewesenen Perspektivenvielfalt erschließt.« (Süddeutsche Zeitung)



1.1 Umgang des Amtsgerichts Mosbach mit NS-Verfahren: Amtsseitiges Ignorieren seitens des AG MOS von historischen NS-Prozessen sowie von NS-Prozessen des 21.Jahrhunderts

In der Verfügung des Amtsgerichts Mosbach unter 6F 9/22 vom 17.08.2022, teilt das Amtsgericht Mosbach die Rechtsauffassung mit, dass es nicht Aufgabe des Gerichts sei, die NS-Vergangenheit aufzuarbeiten, was SOWOHL entgegen der Rechtsaufassung des baden-württembergischen Justizministeriums unter JUMRIX-E-1402-41/878/4 vom 20.06.2022, dass heute und noch künftig NS-Verbrechen von der Justiz verfolgt würden,  ALS AUCH entgegen der Rechtsauffassung u.a. des Urteils vom 28.06.2022 beim Landgericht Neuruppin mit der Verurteilung eines 101-jährigen KZ-Wachmannes wegen Beihilfe zum Mord in mehr als 3.500 Fällen steht.

Das Amtsgericht Mosbach selbst ignoriert dabei in 2022 sowohl die historischen NS-Prozesse, auch in Mosbach und in Baden, nach 1945, als auch die gegenwärtigen noch laufenden und künftigen NS-Prozesse des 21. Jahrhunderts.


Gegenwärtig und künftig gibt es in der BRD u.a. noch öffentlich bekannt laufende NS-Prozesse, wie gegen Tatbeteiligungen im KZ Sachsenhausen mit Urteil abgeschlossen in 2022, wie gegen Tatbeteiligungen im KZ Stutthof von 2018 bis mit Urteil abgeschlossen in 2020; wie in 2021 bis ca. 2022 mit einer in 2021 flüchtigen Beschuldigten wegen Tatbeteiligungen im KZ Stutthof, was dann eine sogenannte Nazi-Jagd und Festnahme durch die Polizei auslöst; wie gegen Tatbeteiligungen im KZ Buchenwald in 2022; wie Tatbeteiligungen im KZ Mauthausen in 2018; wie Tatbeteiligungen im KZ Ravensbrück in 2022 bis ca. 2023, wie Tatbeteiligungen im KZ Auschwitz in 1963,1988, 2004, 2013, 2015, 2016, 2017, 2018; etc.


Das Amtsgericht Mosbach erklärt, die vom Antragsteller initiierten Verfahren zur Aufarbeitung von NS-Unrecht und NS-Verbrechen nicht bearbeiten, sondern laut Verfügungs-Mitteilung vom 17.08.2022 unter 6F 9/22 getrennt von der Akte lediglich in einem Sonderband anlegen zu wollen.


Das Amtsgericht Mosbach teilt in seiner Verfügung vom 17.08.2022 unter 6F 9/22 mit, dass bei Eingaben zu NS-Verfahren angesichts der noch in 2022 möglicherweise lebenden NS-Täter KEINE EILBEDÜRFTIGKEIT bestehen würde und fordert den Antragsteller von NS-Verfahren auf, diese Anträge zur Aufarbeitung von NS-Unrecht und NS-Verbrechen künftig nur noch schriftlich und NICHT mehr per Fax einzureichen.


Das AG MOS äußert sich weiterhin auch in 6F 2/22 in und nach der Verhandlung vom 22.11.22 NICHT zu den beim AG MOS erhobenen konkreten Dienstaufsichtsbeschwerden und Anhörungsrügen u.a. gegen wiederholt nicht-ordnungsgemäße Bearbeitungen von konkreten Eingaben des Antragstellers zur Aufklärung und Aufarbeitung von Nationalsozialistischem Unrecht und von Nationalsozialistischen Verbrechen seitens des Amtsgericht Mosbach unter 6F 9/22 entgegen der geltenden Strafprozessordnung § 158 StPO. Siehe dazu auch u.a. KV-RA-Eingabe vom 22.06.22 unter 6F 2/22.


Die nicht-ordnungsgemäße Bearbeitung von NS-Verfahren beim Amtsgericht Mosbach im Jahr 2022 entgegen der geltenden Strafprozessordnung § 158 StPO (Siehe dazu auch u.a. KV-RA-Eingabe vom 22.06.22 unter 6F 2/22) kann auch zu konkreten Verfahrens- und Ermittlungsentschleunigungen gegen möglicherweise in 2022 noch lebende NS-Täter führen.

Siehe dazu auch:


Die Konzentrationslager-SS: Sozialstrukturelle Analysen und biographische Studien

Obwohl bereits ganze Bibliotheken mit Studien zu nationalsozialistischen Konzentrationslagern gefüllt werden können, blieb eine detaillierte Studie über das Führungspersonal der Konzentrationslager bislang aus. Die vorliegende Arbeit schließt diese Forschungslücke. Wer waren die Männer, die vor Ort die Verantwortung trugen, und was wurde aus ihnen nach 1945? Nach einer Einführung über die Entwicklung der nationalsozialistischen Konzentrationslager untersucht die Autorin die sozialstrukturelle Zusammensetzung der Führungsgruppe, wobei sich ein präzises Profil herausbildet. Zur Veranschaulichung werden 9 Werdegänge exemplarisch detailliert präsentiert. Es gelingt Karin Orth dabei, das auf vielfältige Weise verwobene soziale Netz des SS-Führungskorps herauszuarbeiten: Freundschaften und ein eigener sprachlicher Code schufen einen gemeinsamen gesellschaftlichen Kontext, vor allem aber wurde das Geflecht durch die gemeinsam verübten Verbrechen und die Formen der kollektiven Gewalt zusammengehalten. In diesem Zusammenhang verfolgt die Autorin auch die Frage nach der an bestimmte Ereignisse gebundenen Eskalation des Terrors. Schließlich beschreibt Karin Orth, was nach Ende der NS-Herrschaft aus dem Führungspersonal der KZ wurde. Die Ergebnisse der Untersuchung ordnet sie in den Kontext der Bedeutung anderer Tätergruppen im Nationalsozialismus, ihrer Rolle, Funktion und Bedeutung, ein.



1.2 Gerichtlich verfügte Beauftragung der forensischen Sachverständigen aus Kitzingen durch das Amtsgericht Mosbach bezüglich der gerichtlichen und außergerichtlichen Anti-Nazi-Aktivitäten des Antragstellers

Das Familiengericht-Amtsgericht Mosbach, Hauptstraße 110, 74281 Mosbach, beauftragt die forensische Sachverständige aus Moltkestr. 2, 97318 Kitzingen, in seinen Verfügungen vom 17.08.2022 unter 6F 202/21, die Anti-Nazi-Aktivitäten des KVs und Antragstellers in einer ergänzenden Stellungnahme gutachterlich einzuschätzen und zu bewerten. 

Dazu zählen laut Anweisungen dieser amtsgerichtlichen Verfügungen SOWOHL die seit Sommer 2022 vom Antragsteller beim Amtsgericht Mosbach initiierten NS- und Rechtsextremismus-Verfahren ALS AUCH seine außergerichtlichen und gerichtlichen Aufklärungs- und Aufarbeitungsbemühungen zu Nationalsozialistischem Unrecht und Nationalsozialistischen Verbrechen aus dem Zeitraum um 2008, d.h. konkret von 2004 bis 2011, im Rahmen seiner sogenannten "Nazi-Jäger"-Aktivitäten im sachverhaltsbezogenen Kontext zur Problematik des Nationalsozialismus vor und nach 1945 und dessen Aufarbeitung bis heute. Siehe dazu auch Kapitel 6 auf dieser Seite.


Das Amtsgericht Mosbach BEAUFTRAGT EXPLIZIT in seinen Verfügungen vom 17.08.2022 unter 6F 202/21 die forensische Sachverständige aus Kitzingen, eine GUTACHTERLICHE STELLUNGNAHME zum menschenverachtenden System der Nazi-Konzentrationslager, wie hier konkret zu den Nazi-KZs in Mosbach, Baden und Württemberg; zu den Überlebenden der Nazi-KZs und ihren Familienangehörigen; zu den Entschädigungsfragen für die NS-Opfer im Nazi-KZ-System; zur Aufarbeitung der NS-Konzentrationslager von 1945 bis heute in der NS-Vergangenheitsbewältigung.


Das Amtsgericht Mosbach BEAUFTRAGT EXPLIZIT in seiner Verfügung vom 17.08.2022 unter 6F 202/21 am Beispiel des Antragstellers von NS-Verfahren beim Amtsgericht Mosbach die forensische Sachverständige aus Kitzingen, eine GUTACHTERLICHE STELLUNGNAHME zu den TATBETEILIGUNGEN AN Nazi-Massenmord-Verbrechen, auch in Mosbach und Baden vor 1945, auch als TEIL DER NS-VERGANGENHEITSBEWÄLTIGUNG, an das deutsche BRD-Amtsgericht Mosbach im Jahr 2022 zu erstellen. Dazu zählen die KONKRETEN TATBETEILIGUNGEN IN MOSBACH-BADEN an der NS-Verfolgung der Sinti und Roma; an der NS-Verfolgung der Juden; an der Nazi-(Kinder)-Euthanasie, am Versterben von Häftlingen und Zwangsarbeitern im KZ-Komplex Mosbach-Neckarelz; an den Ermordungen von Häftlingen und Zwangsarbeitern im KZ-Komplex Mosbach-Neckarelz; an den Nazi- Massentötungen von Kindern osteuropäischer Zwangsarbeiterinnen, an den Endphasenverbrechen der sogenannten "Todesmärsche" während der Evakuierungen aus dem KZ-Komplex Mosbach-Neckarelz gegen Kriegsende als Reaktion auf die vorrückenden West-Alliierten; am konkreten historischen Zusammenhang zwischen NS-Zwangsarbeit u.a. mit Häftlingen aus dem Nazi-KZ-Komplex Neckarelz-Mosbach einerseits und andererseits mit der Nazi-(Kinder)-Euthanasie durch die Deportationen aus den Mosbacher Heil- und Pflegeanstalten von behinderten Menschen in die Euthanasie-Vernichtungsanstalten, um dann die Gebäude der Mosbacher Heil- und Pflegeanstalten für das NS-Zwangsarbeit-System in Mosbach-Baden nutzen zu können, etc.

Siehe auch:


1.2.1 Expertise der Forensischen Sachverständigen MA Antje C. Wieck aus Kitzingen zur Aufarbeitung von NS-Verbrechen und NS-Unrecht in der NS-Vergangenheitsbewältigung

Die HIER fallverantwortliche Richterin beim Amtsgericht Mosbach Marina Hess verfügt HIER unter 6F 9/22 und 6F 202/21 am 17.08.2022 EXPLIZIT, dass die gerichtlich beauftragte familienpsychologische Forensische Sachverständige für Familienrecht MA Antje C. Wieck, Praxis für KINDER- UND JUGENDLICHENPSYCHOTHERAPIE, Moltkestr. 2, 97318 Kitzingen, eine INHALTLICHE Sachverständigen-Auseinandersetzung mit der Dokumentations-Website "nationalsozialismus-in-mosbach.de" des Kindsvaters, Beschwerdeführers und Nazi-Jägers Bernd Michael Uhl durchführen solle (Siehe im Folgenden!), die diese Sachverständige Gutachterin HIER ABER AKTENKUNDIG NACHWEISBAR im anhängigen Verfahrenskomplex während ihren zwei gerichtlich bestellten Sachverständigengutachten von 2022 bis 2024 DANN ÜBERHAUPT NICHT durchführt.

UND DIES HIER EXPLIZIT AUCH NICHT bzgl. der DARIN KONKRET thematisierten nationalsozialistischen Verbrechen bis 1945 und deren juristischen, politischen und zivilgesellschaftlichen Aufarbeitungen in der NS-Vergangenheitsbewältigung seit 1945, insbesondere HIER auch in der lokalen-regionalen Fall- und Verfahrenszuständigkeit für Mosbach und für den Neckar-Odenwaldkreis.

Die HIER fallverantwortliche Richterin beim Amtsgericht Mosbach Marina Hess verfügt HIER unter 6F 9/22 und 6F 202/21 am 17.08.2022 EXPLIZIT bei der von ihr selbst gerichtlich beauftragten familienpsychologischen Forensischen Sachverständigen für Familienrecht MA Antje C. Wieck, Praxis für KINDER- UND JUGENDLICHENPSYCHOTHERAPIE, Moltkestr. 2, 97318 Kitzingen eine Sachverständigen-Begutachtung bezüglich "der Notwendigkeit einer psychiatrischen Begutachtung" des Kindsvaters, Beschwerdeführers und Nazi-Jägers Bernd Michael Uhl "zur Beurteilung seiner Erziehungsfähigkeit" (Siehe im Folgenden!). UND DIES NACHDEM UNMITTELBAR ZUVOR das  erste gerichtlich beauftragte familienpsychologische Gutachten vom 07.04.2022 unter 6F 202/21 und 6F 9/22 sich für den perspektivischen Verbleib des damals anderthalb Jahre alten Kindes beim Kindsvater ausspricht. HIERBEI unterstellt die fallverantwortliche Mosbacher Amts-Familienrichterin Marina Hess im familienrechtlichen Zivilprozess dem Kindsvater, Beschwerdeführer und Bernd Michael Uhl eine mögliche angebliche psychische Erkrankung und eine damit einhergehende eingeschränkte Erziehungsfähigkeit auf Grund seiner konkreten Nazi-Jäger-Eingaben zu den seinerseits beim Amtsgericht Mosbach beantragten juristischen Aufarbeitungen von konkreten Tatbeteiligungen an NS-Verbrechen und NS-Unrecht 1933-1945 und deren mangelhaften juristischen Aufarbeitungen seitens der deutschen Nachkriegsjustiz seit 1945. UND DIES HIER insbesondere auch in der lokalen-regionalen Fall- und Verfahrenszuständigkeit bei NS-Verbrechen und NS-Unrecht in Mosbach und im Neckar-Odenwaldkreis sowie bezüglich dem Versagen der Mosbacher Nachkriegsjustiz seit 1945 bei deren juristischen Aufarbeitungen.

Amtsgericht Mosbach unterstellt Bernd Michael Uhl angebliche psychische Erkrankung auf Grund seiner Nazi-Jäger-Eingaben


SIEHE DAZU AUCH:


Religiöse Praxis in Konzentrationslagern und anderen NS-Haftstätten (Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung) Taschenbuch – 27. September 2021

Wissenschaftliche Beiträge zur religiösen Praxis und Gefangenenfürsorge in NS-Haftstätten sowie zu Erinnerungskultur und Rezeptionsgeschichte. Das religiöse Handeln und seine Bedeutung für die Häftlinge in den Konzentrationslagern und anderen NS-Haftstätten ist bisher wenig erforscht. In der öffentlichen Wahrnehmung erscheint das religiöse Leben in den nationalsozialistischen Lagern oft in unhistorisch idealisierender Weise als heroisches Widerstandshandeln. In diesem Heft wird ein differenzierterer Blick auf diese Thematik geworfen. So werden die Handlungsspielräume für die religiöse Praxis jüdischer wie christlicher Häftlinge in Konzentrations- und Kriegsgefangenenlagern sowie Gefängnissen ausgelotet und es wird der Frage nachgegangen, wie die Lebensbedingungen in diesen Lagern religiöses Handeln prägten und veränderten. Darüber hinaus werden Formen religiös motivierter Gefangenenfürsorge dargestellt und analysiert. Weitere Aufsätze widmen sich rezeptionsgeschichtlichen Fragestellungen. Mit Beiträgen von Sabine Arend, Judith Tylor Baumel-Schwartz, Falk Bersch, Andreas Ehresmann, Ulrike Löffler, Sebastian Musch, Ulrich Prehn, Thomas Rahe, Kerstin Schwenke, Markus Seemann, Jörg Skriebeleit, Jim Tobias


2. Konzentrationslager, u.a. in Mosbach - Baden und Württemberg

Konzentrationslager

Der Begriff Konzentrationslager (KZ, auch KL) steht seit der Zeit des Nationalsozialismus für die Arbeits- und Vernichtungslager des NS-Regimes. In einem weiteren Sinn werden mit diesem Wort auch Internierungslager im Allgemeinen bezeichnet. Der Begriff geht zurück auf Herbert Kitchener, der um 1901 die Zusammenpferchung der lokalen Bevölkerung in Lagern im zweiten Burenkrieg befahl.
Die Konzentrationslager wurden im Deutschen Reich und in den besetzten Gebieten von Organisationen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) errichtet. Es bestanden schließlich rund 1000 Konzentrations- und Nebenlager sowie sieben Vernichtungslager.[1][2] Sie dienten der Ermordung von Millionen Menschen, der Beseitigung politischer Gegner, der Ausbeutung durch Zwangsarbeit, medizinischen Menschenversuchen und der Internierung von Kriegsgefangenen. Das Lagersystem stellte ein wesentliches Element der nationalsozialistischen Unrechtsherrschaft dar. Weite Zweige der deutschen Industrie profitierten direkt oder indirekt von ihm.
Es wird angenommen, dass etwa zwei Drittel der geschätzt sechs Millionen Juden, die der deutschen Judenvernichtung, später Shoah oder Holocaust genannt, zum Opfer fielen, in Vernichtungs- und Konzentrationslagern direkt ermordet wurden oder dort an den Folgen von systematischer Unterernährung, Misshandlungen und unbehandelten Krankheiten gestorben sind. Das verbleibende Drittel starb in – von der Schutzstaffel (SS) so genannten – „Ghettos“, bei Massenerschießungen vor allem durch die Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD und auf den so genannten Todesmärschen.
Es wurden in den Konzentrationslagern auch viele andere Menschen ermordet, wie Kommunisten, Sozialisten, Pfarrer, Systemkritiker, Sinti und Roma (siehe Porajmos), Homosexuelle, Zeugen Jehovas, geistig Behinderte und angebliche „Asoziale“ (siehe auch Aktion T4). Die genaue Anzahl der Toten ist unklar, da die Mörder längst nicht über alle Opfer Akten führten, am Ende des Zweiten Weltkrieges keine Ermordungen mehr dokumentarisch festgehalten wurden und viele Unterlagen durch Kriegsereignisse unwiederbringlich verloren gingen. Ebenso wurden viele Zeugen bei Kriegsende gezielt ermordet. Zahlreiche Häftlinge, die von den alliierten Truppen befreit werden konnten, starben erst nach diesem Zeitpunkt an den Folgen der Haft.
https://de.wikipedia.org/wiki/Konzentrationslager


Aus der Hölle zurück: Von der Willkür des Überlebens im Konzentrationslager (Die Zeit des Nationalsozialismus – »Schwarze Reihe«) Taschenbuch – 1. Februar 1999

"Der Autor war 1941 als polnisch-katholischer Widerstandskämpfer von derGestapo verhaftet worden. Er berichtet über seine Odyssee durch sechs Konzentrations-bzw.'Außenlager' und schließlich über seine Flucht auf einem der berüchtigtenTodesmärsche durch Bayern. Ebenso sachlich wie bewegend schildert er den""Alltag"" in den Lagern und die ständige Gratwanderung zwischen Lebenund Tod. Mit seinem Lebensbericht gibt uns Tadeusz Sobolewicz ein überauswertvolles historisches Zeugnis eines politisch Verfolgten."



Eberbach
Das sogenannte "Russenlager" kann wohl ausgeschlossen werden

Es gab Reaktionen von zwei Eberbacher Zeitzeugen auf die Skizze von Hanna Breidinger-Spohr. Menschen auf der Skizze seien zu gut genährt und entspannt.
04.02.2023 UPDATE: 04.02.2023 06:00 Uhr
Von Alissa de Robillard
Eberbach. Baracken umgeben von Stacheldraht: Zwei Eberbacher Zeitzeugen sehen die Gefangenenlager noch bildlich vor sich. Nur wo soll dieser Wachturm, der auf der Zeichnung rechts zu sehen ist, gestanden haben? Durch den Nachlass der Künstlerin Hanna Breidinger-Spohr sind viele Fragen aufgekommen und Erinnerungen geweckt worden. Unter anderem:...
https://www.rnz.de/


Das Konzentrationslager Sachsenhausen 1936–1945: Zentrallager des KZ-Systems Gebundene Ausgabe – 26. März 2021

Das KZ Sachsenhausen war nicht nur das „Konzentrationslager bei der Reichshauptstadt“, sondern ein zentrales Muster- und Ausbildungslager. Von Sachsenhausen aus wurden viele neue Konzentrationslager gegründet und aufgebaut. Immer wieder diente es als Zentrum zur Verteilung der Gefangenen von Massentransporten aus dem Osten auf andere Lager. In Sachsenhausen wurden Mordtechniken entwickelt und erprobt. Beim Umfang der Menschenversuche für medizinische und andere Zwecke erreichte das KZ einen traurigen Rekord. Anhand alter und neuer Quellen informiert die Forschungsarbeit über die Vorgeschichte, die bauliche und wirtschaftliche Entwicklung, die verschiedenen Gruppen der Inhaftierten, den Wandel der Existenzbedingungen in den verschiedenen Perioden, die Todesmärsche am Kriegsende, die Menschenversuche, Exekutionen, Solidarität und Widerstand sowie über die Nachgeschichte. Die Außenlager werden zusammenfassend betrachtet. Damit liegt erstmals auf dem neusten Stand der Forschung die Gesamtgeschichte eines der wichtigsten Lager des nationalsozialistischen KZ-Systems vor.


KZs im Regierungsbezirk des Landratsamtes Mosbach - Baden

Dazu zählen im Regierungsbezirk vom Landratsamt Mosbach das Konzentrationslager Neckarelz, von März 1944 bis März 1945 zunächst eine Außenstelle des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof, sowie die zusätzlichen Lager in Mosbach, wie das Hammerlager in Mosbach für SS-Strafgefangene, und Neckarelz II alter Bahnhof im Zusammenhang mit der Industrieanlage Goldfisch, für Zwangsarbeiter/-innen das Lager Hohl in Neckarelz, für 1.100 Ostarbeiter/-innen ein Lager in Obrigheim für Westeuropäische Fremdarbeiter, das Lager in der Turnhalle in Mosbach für italienische Militärinternierte (IMI), für weitere Gefangene die kleineren Lager Bahnhof Hasbachtal und Bahnhof Asbach-Baden, Lager für Bauhäftlinge in Neckargerach und Neckarelz. Aber auch die Rüstungs-Produktionsanlagen und Firmen, in denen KZ-Häftlinge und andere nebeneinander Zwangsarbeit im heutigen Regierungsbezirk des Landratsamtes Mosbach verrichten mussten.

Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Neckarelz

KZ-Gedenkstätte Neckarelz e.V.
http://www.kz-denk-neckarelz.de/

KZ Natzweiler-Struthof: Außenlager Neckarelz
Für die ausgelagerte Produktion von Flugzeugmotoren des Werkes der Daimler-Benz-Motoren GmbH (Tarnname: Goldfisch GmbH) wurde 1944 das KZ Neckarelz errichtet, in dem gleichzeitig bis zu 7.500 Häftlinge aus verschiedenen KZs von März an ein Jahr lang an und in den Gipswerkstollen unter Tage arbeiteten. Fünf Klassenzimmer einer Schule wurden zu Schlafräumen für die etwa 800 Häftlinge, die in Zweischichtbetrieb arbeiteten und auch Baracken errichteten, für Neuzugänge. Der Schulhof wurde zum Appellplatz und es wurden Stacheldrahtverhaue und Wachtürme errichtet. Das KZ Natzweiler-Struthof stand vor der Auflösung, mit einer Lagerstärke von 2.500 Personen wurde das Lager in Neckarelz zum größten der Außenkommandos von Natzweiler, die Häftlinge waren in insgesamt sieben so genannten Neckarlagern untergebracht. Die offizielle Lagerstärke betrug 3000 Plätze. Insgesamt durchliefen etwa 10.000 Gefangene ein zum Neckarelzer Lager gehörendes Neckarlager, denn sie wurden nach Bedarf zwischen den Kommandos verschoben sowie nicht mehr „arbeitsfähige“ selektiert und danach z. T. ins KZ Natzweiler, Dachau oder Vaihingen deportiert. Allein bis Oktober waren dies, in drei Transporten, mindestens 750 Personen. Das genaue Schicksal der meisten Häftlinge blieb unbekannt. Aufgrund der unmenschlichen Bedingungen waren zahlreiche Tote zu beklagen, unter anderem beim teilweisen Einsturz eines der Stollen im September mit über 20 Toten und bei einer Typhus-Epidemie im Herbst 1944. Bei Luftangriffen auf die Neckarlager, wie am 22. März 1945, gab es Tote unter Bewachern und Gefangenen.[12]
Die statistisch erfassten Todesfälle ergaben eine Summe von circa 350 Toten. Viele Leichen wurden anonym verscharrt und sind nicht erfassbar.
Am 28. März 1945 wurden wegen des Vorrückens amerikanischer Truppen in den Neckarraum die 4000 „Gehfähigen“, darunter Angekommene aus den Außenlagern Heppenheim und Bensheim, von hier über Neuenstadt und Kupferzell zum Bahnhof in Waldenburg (Württemberg) in Marsch gesetzt. Von dort aus erfolgte ein gruppenweiser Bahntransport ins KZ-Dachau. Der „Todesmarsch“ kostete circa 600 Häftlinge das Leben.
https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Natzweiler-Struthof#


Schicksal der "Knochenmänner": Die Straflager Dachau, Danzig-Matzkau und Mosbach für veruteilte SS- und Polizeiangehörige - Verurteilt wegen ... Strafvollzug und Bewährung

Dokumentation zur SS-Sondergerichtsbarkeit und den wichtigsten Straf- und Strafvollzugslagern in Nazideutschland. Ein Schwerpunkt liegt aus lokalgeschichtlichen Gründen auf dem Strafvollzugslager Mosbach. Mit zahlreichen biografischen Beispielen, einem Gastbeitrag von Hans Mayer und einem Zeitzeugenbericht von Erich Pichler

 




SS-Strafgefangenenlager Mosbach

Die SS-Sondergerichtsbarkeit war eine parteiinterne Justiz für / gegen SS-Angehörige, die einer Kontrolle durch Staatsorgane entzogen war. Das Gefangenenlager der SS in Mosbach war einer der Haftorte der von diesen Gerichten verurteilten früheren SS-Mitglieder. Die Haftbedingungen unterschieden sich kaum von denen ihrer früherer Opfer in den KZ`s. Dass es hier ein solches Gefangenenlager gab, hat vermutlich die selben Gründe wie die für die Entstehung des Konzentrationslagers Neckarelz, die Arbeit in der Rüstungsfabrik in dem Bergwerk Obrigheim - Stollenanlage Goldfisch und Brasse.

Lage, das Lager der Heimatvertriebenen
An der Stelle, wo heute in Mosbach das Nicolaus-Kistner-Gymnasium steht, erstreckte sich seit den 40er-Jahren das sogenannte „Hammerlager“, begrenzt vom Hammerweg im Norden und der Elz im Süden. In der kollektiven Erinnerung der Stadt spielt dieses Lager eine große Rolle, diente es doch eineinhalb Jahrzehnte als Wohnstätte für Heimatvertriebene deutscher Herkunft, meist Donauschwaben aus Ungarn.
Im Jahr 2014 erhielt die Geschichts-AG des NKG von Frau Eggers für ihre Broschüre „Hammerlager – Jammerlager: 1946 und heute?“ eine Auszeichnung beim „Landespreis für Heimatforschung“.

Entstanden aus dem SS-Strafgefangenenlager
Praktisch unbekannt ist dagegen in Mosbach der Ursprung des Lagers: 1944/45 waren dort „SS-Strafgefangene“ untergebracht. Sie arbeiteten zwangsweise bei „Goldfisch“ in Obrigheim. Doch wer waren sie, wer verurteilte sie aus welchen Gründen, wegen welcher Vergehen?

Dieter Genthner aus Leingarten und Arno Huth (bei der KZ-Gedenkstätte Neckarelz tätig) haben dazu eine Recherche begonnen. Was ursprünglich nur als Dokumentation über das „Hammerlager“ in Mosbach und dessen Gefangene geplant war, wuchs sich zu einem größeren Forschungsprojekt aus. Denn die beiden waren auf einen weißen Fleck in der Erforschung der NS-Geschichte gestoßen: die Sondergerichtsbarkeit der SS gegenüber den eigenen Mitgliedern beziehungsweise der ihr zugeordneten Polizeiangehörigen. Das SS-Straflager am Mosbacher Hammerweg erwies sich als Teil eines reichsweit nur wenige Standorte umfassenden Systems von äußerst brutalen Sonderlagern. Deren Insassen wurden häufig der „Fahnenflucht“ oder „Wehrkraftzersetzung“, aber auch vieler anderer Delikte beschuldigt – hier wurden dann oft aus Tätern Opfer des selben unmenschlichen Systems.

Diese geht auf einen Ministererlass (Himmler) vom 17. Oktober 1939 zurück, der Angehörige der SS-und Polizeiverbände einer eigenen Gerichtsbarkeit unterstellte. Für sie wurden das "Hauptamt SS-Gericht" sowie ein direkt beim "Reichsführer SS", also Heinrich Himmler, angesiedelter Richter als wichtigste Dienststellen eingerichtet.

Vergehen wurden mit dem Tod, mit Zuchthaus, Gefängnis, Arrest oder Ehrenstrafen geahndet. Die Strafen wurden entweder in Vollzugslagern direkt vollstreckt oder bis "nach dem Endsieg" aufgeschoben und die Verurteilten so lange in Straflagern "verwahrt".

Quelle: https://heidelberg-mannheim-wiki.fandom.com/


Die Moorsoldaten: 13 Monate Konzentrationslager Taschenbuch – 1. Oktober 2014

Viele Menschen kennen das antifaschistische Lied Die Moorsoldaten. Der Roman Die Moorsoldaten von Wolfgang Langhoff schildert, wie es entstand. Bereits 1935 schrieb der bekannte Schauspieler und Regisseur Wolfgang Langhoff seinen packenden autobiografischen Bericht "Die Moorsoldaten" über 13 Monate Konzentrationslager und antifaschistischen Widerstand im KZ Börgermoor im Emsland. „Die Moorsoldaten“ – das ist ein Klassiker der antifaschistischen Weltliteratur. Für Jugendliche (ab 12 Jahren) ist es ein lebendiger Anschauungsunterricht zu diesem Abschnitt der deutschen Geschichte. Menschenwürde, demokratische Gesinnung und aktiver Widerstand gegen Unrecht und Unterdrückung – all das wird in diesem Buch lebendig!


KZ Neckarelz

Das Konzentrationslager Neckarelz in Neckarelz war von März 1944 bis März 1945 zunächst eine Außenstelle des bald in Auflösung befindlichen KZ Natzweiler-Struthof. Im Rahmen der Untertageverlagerung kriegswichtiger Produktion brachte man mehrere Tausend Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge in und um Neckarelz unter, die Stollen in den, auf der anderen Neckarseite bei Obrigheim gelegenen, Bergen über dem Neckarufer ausbauen sollten. Es sollten hier Flugzeugmotoren von dem aus Genshagen ins Neckartal verlegten Werk der Daimler-Benz-Motoren GmbH (Tarnname: Goldfisch GmbH) gefertigt werden.
Ab September 1944 wurde das Hauptlager KZ Natzweiler-Struthof hierher verlegt und bis März 1945 fortgeführt. Als Konzentrationslager ist das Lager in Neckarelz ein wesentlicher Teil der Neckarlager gewesen. Heute erinnern ein Museum in der KZ-Gedenkstätte Neckarelz und der Geschichtslehrpfad Goldfischpfad bei Obrigheim, der u. a. zu den Stollen mit den Decknamen Goldfisch und Brasse führt, an das Lager und die Untertage-Fabrik.
Die Stadt Mosbach begann 1985 mit der Aufarbeitung der Geschichte, das hauptsächlich beteiligte Industrieunternehmen schloss sich in den 1990er Jahren an.
http://stadtwiki-heilbronn.de/KZ_Neckarelz

Errichtung
Lagerhalle des Verladebahnhofs am Stollen Goldfisch in Obrigheim, Aufn. v. Juli 2006
Eingang zum Stollen Brasse, Obrigheim, Sommer 2004
Am 15. März 1944 wurden 500 Häftlinge des KZ Dachau in der Schule von Neckarelz einquartiert. Das dortige Schulgebäude wurde zur Außenstelle Neckarelz I des KZ Natzweiler. Dort wurden fünf Klassenzimmer zu Schlafräumen für die etwa 800 Häftlinge umfunktioniert. Durch den Schichtbetrieb in der Fabrikanlage waren immer nur die Hälfte der Häftlinge in den Räumen. Der Schulhof war nun Appellplatz. Darum wurden Stacheldrahtverhau und Wachtürme errichtet. Noch 1944 wurden zusätzlich in dem Bereich Baracken gebaut und eine Duschanlage für das ebenfalls vergrößerte Wachpersonal. Hinter diesen Baracken gab es für den Lagerkommandanten einen Garten.
Den Weg von Neckarelz zu den Stollen in Obrigheim mussten die Häftlinge täglich zu Fuß über die damals bestehende Eisenbahnbrücke zurücklegen. Die Aufgabe der ersten Häftlinge war es, die Zufahrtswege zu den Stollen auszubauen und den weiträumigen Tunnelboden zu befestigen und zu ebnen, Stromleitungen zu verlegen, um dort schnellstmöglich Maschinen betreiben zu können. Das benötigte Baumaterial (die Firma Hochtief, die die Arbeiten organisierte, rechnete mit circa 750 Tonnen Eisen und 3200 Tonnen Zement) musste auf dem Rücken über 40 Höhenmeter eine schmale Treppe hinauf transportiert werden. Außerdem mussten die Häftlinge in der Umgebung mehrere Barackenlager zur Unterbringung von weiteren Zwangsarbeitern errichten. Im Mai 1944 wurden 500 bis 700 Häftlinge aus dem KZ Oranienburg nach Neckarelz gebracht.
In den darauffolgenden Monaten wurden zusätzlich vier kleinere Nebenlager des Konzentrationslagers in Oberschefflenz, Bad Rappenau und Neckarbischofsheim eingerichtet. Im Sommer 1944 kam es zu Typhus- und Ruhr-Epidemien. Darauf wurde im Herbst 1944 der KZ-Teil in Neckargerach als "Krankenlager" eingerichtet. Ein Krankenlager bedeutete im SS-Jargon nicht eine ärztliche Heilbehandlung, sondern verminderte Essensrationen – denn die SS hielt einen Arbeitseinsatz dieser Häftlinge nicht mehr für möglich; andere Bezeichnungen waren Sterbe- und Seuchenlager (vergleiche KZ-Außenlager Vaihingen (auch … Wiesengrund) und Krankenlager Großsachsenheim).
Unter unmenschlichen Bedingungen und strengem Termindruck wurden die Stollen ausgebaut, wobei weitere Verbindungs- und Belüftungsstollen zu graben waren. Außerhalb der Stollen entstand der Heizbunker Kesselhaus, ein starker Bunker-Vorbau am Stollen Goldfisch mit Flak-Geschütz, diverse Küchen- und Unterkunftsbaracken am Eingang zur Brasse. Für die Versorgung der Stollen wurde parallel zur Bahnstrecke am Hang entlang der nicht-öffentliche Haltepunkt „Finkenhof“ und ein Ladegleis erbaut, das sich teilweise geschützt im zweigleisig ausgelegten, aber bisher nur eingleisig genutzten 147 m langen Kalksbergtunnel[1] befand. Der Gleisabschnitt zwischen Neckarelz und Obrigheim und einiges umgebendes Gelände wurde zum Sperrgebiet erklärt, so dass in den durchfahrenden Zügen das Öffnen der Fenster nicht gestattet war.[2] Ein- und Ausfahrt auf den umliegenden Straßen wurden durch Wachen kontrolliert.
http://stadtwiki-heilbronn.de/KZ_Neckarelz#Errichtung

Betrieb
Bereits am 26. Juni 1944 wurden die ersten 21 Maschinen aus Genshagen antransportiert. Im Juli 1944 befanden sich circa 1.400 Häftlinge und 400 Mann Arbeiter beziehungsweise Wachpersonal in Neckarelz und Obrigheim. Da der Ausbau der Stollen schwieriger war als geplant, konnte die Produktion nur schleppend anlaufen, so dass erst im Oktober 1944 die ersten Flugzeugmotoren ausgeliefert wurden. Die Planungen sahen monatlich 500 Motor-Neubauten und 350 -Instandsetzungen vor, diese Zahlen wurden allerdings nie erreicht.
Mit einer Belegschaft von 2.500 Personen war das Lager in Neckarelz zum größten der Außenkommandos von Natzweiler geworden, die Häftlinge waren in insgesamt sieben so genannten Neckarlagern untergebracht. Die offizielle Lagerstärke betrug dreitausend Plätze. Die genaue Zahl konnte nach dem Krieg aber nicht rekonstruiert werden. Es gab ständig Wechsel zwischen den Lagerteilen und Zu- und Abgänge. Das Schicksal der meisten Häftlinge blieb unbekannt. Nur wenige werden von Anfang bis Ende des Lagers vor Ort gewesen sein. Insgesamt waren etwa 10.000 Gefangene in einem der zum Neckarelzer Lager gehörigen Kommandos, wenn auch nicht alle zur selben Zeit, da die Häftlinge je nach Bedarf zwischen den Kommandos verschoben und nicht mehr arbeitsfähige Menschen „selektiert“ wurden.
Schloss in Binau
Aufgrund der unmenschlichen Bedingungen waren zahlreiche Tote zu beklagen, unter anderem beim teilweisen Einsturz eines der Stollen im September 1944 mit über 20 Toten und bei einer Typhus-Epidemie im Herbst 1944. Nicht mehr arbeitsfähige Häftlinge wurden nach Natzweiler, Dachau oder Vaihingen deportiert. Allein bis Oktober 1944 waren dies bei drei Transporten mindestens 750 Personen.
In den zwölf Monaten des Betriebs in neckarelz konnte nur ein einziger Häftling fliehen: Vinzenz Rose (1908–1996).
Das Rathaus in Guttenbach und das Schloss in Binau, wenige Kilometer flussabwärts, waren Sitz der SS-Kommandantur der gesamten Außenlager des KZ Natzweiler in der Region. In Guttenbach (vis-a-vis über dem Neckar von Neckargerach aus, heute ist es Ortsteil von Neckargerach) wurde versucht, die Verwaltung des aufgelösten KZ Natzweiler wieder aufzubauen. Anfang März 1945 zog diese Gesamtkommandantur von Natzweiler weiter nach Stuttgart und schließlich nach Dürmentingen.[3]
Ein benachbarter, aber separater Produktionsstollen und Lager mit ähnlicher Funktion war das KZ Kochendorf in Bad Friedrichshall. Ebenfalls separat gab es eine Munitionsfabrik in Neckarzimmern.
http://stadtwiki-heilbronn.de/KZ_Neckarelz#Betrieb


Wehrmacht und Konzentrationslager (Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung in Norddeutschland) Taschenbuch – 10. April 2012

Im letzten Kriegsjahr fand ein umfangreicher Personaltausch der Bewacher in den Konzentrationslagern statt SS-Angehörige wurden zum Fronteinsatz abgestellt und durch Wehrmachtssoldaten ersetzt. Diese bislang wenig beachtete Entwicklung ist eines der Schwerpunktthemen des neuen Heftes. Darüber hinaus werden Konzentrationslager als letzte Instanz im System der Strafeinrichtungen der Wehrmacht und als Orte von medizinischen Versuchen dargestellt.



Polnische Zwangsarbeiter im Elzmündungsraum: KZ-Häftlinge und Arbeitskräfte in Landwirtschaft und Industrie. Polen-Dokumentation der KZ-Gedenkstätte Neckarelz 

Huth, Arno / Fischer, Georg
Mosbach-Neckarelz: KZ-Gedenkstätte-Neckarelz 2008 | 2008
Abstract
Differenziert und fundiert verdeutlicht er die Lebens- und Arbeitsumstände in den Lagern, die Bedeutung der Zwangs-, Pflicht- bzw. Vertragsarbeit für die Kriegsproduktion und die öffentliche Versorgung.
Schlagwörter: Wissenschaftliche Publikation
...weggekommen - Abschied ohne Wiederkehr. Begleitbroschüre zur Ausstellung Schicksal der Sinti und Roma
Fischer, Georg/ Huth, Arno (Hrsg.)
Mosbach-Neckarelz: KZ-Gedenkstätte Neckarelz e.V. 2002 | 2002
Abstract
Das Buch zur Ausstellung thematisiert Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie u.a. bei der Firma Daimler-Benz. Besonders berücksichtigt werden Sinti und Roma. Das Buch enthält kurze Texte, Fotos und Bilder, Zeitzeugenberichte und Archivdokumente.
Schlagwörter: Wissenschaftliche Publikation
https://www.zwangsarbeit-archiv.de/

Die nationalsozialistischen Konzentrationslager: Entwicklung und Struktur (Die Zeit des Nationalsozialismus, Band 15516) Taschenbuch – 23. August 2002

Das zweibändige Werk bündelt das derzeitige Wissen über Geschichte und Struktur der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Prominente Historikerinnen und Historiker aus acht west- und osteuropäischen Ländern und aus den USA stellen ihre Arbeitsergebnisse vor, unter ihnen Barbara Distel, Ulrich Herbert, Dieter Pohl, Michael Wildt, Thomas Sandkühler, Michael Zimmermann, Gudrun Schwarz, Gideon Greif, Lutz Niethammer, Eberhard Kolb und Wolfgang Sofsky.




KZ Dautmergen

Das Konzentrationslager Dautmergen, kurz KZ Dautmergen, war ein Außenlager des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof (als verwaltungsmäßigem Stammlager). Es befand sich zwischen Dautmergen und Schömberg im heutigen Zollernalbkreis und war das größte der sieben Konzentrationslager des Unternehmen „Wüste“, einem Projekt des NS-Regimes zur Treibstoffgewinnung aus Ölschiefer.
Um das Konzentrationslager vom bereits bestehenden KZ Schömberg in der Nähe des Schömberger Bahnhofs, auch Bahnhofs-KZ genannt, unterscheiden zu können, wurde das Lager nach der naheliegenden Gemeinde Dautmergen benannt, obwohl sich das Lager auf Gemarkung Schömberg befand.
Dem KZ Dautmergen werden besonders katastrophale Lager- und Arbeitsbedingungen mit sehr hoher Sterblichkeit sowie grausame Ermordungen und Hinrichtungen zugeschrieben.[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Dautmergen


Konzentrationslager auf Schienen: Die Geschichte der 5. SS-Eisenbahnbaubrigade (Schriftenreihe der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten) Taschenbuch – 3. Juni 2019

Eine wenig beachtete Facette des nationalsozialistischen Lagerkosmos: Häftlingsalltag im mobilen Konzentrationslager. »Lumpen, keine Kleidung, fast nichts zu fressen, entsetzlich schlechte Behandlung, Kälte und schwere Arbeit, dazu kamen noch fortdauernd Bomben, denn unser Standplatz war der Güterbahnhof in Osnabrück.« Mit diesen drastischen Worten umschrieb ein ehemaliger Häftling die Lebensverhältnisse in der 5. SS-Eisenbahnbaubrigade. Das Einsatzgebiet dieses »Konzentrationslagers auf Schienen« mit 500 KZ-Häftlingen war von Oktober 1944 bis April 1945 das Streckennetz um die Eisenbahnknotenpunkte Osnabrück und Rheine. Die Baubrigade musste die durch alliierte Luftangriffe entstandenen Schäden an den Bahnlinien beseitigen, um den militärischen Nachschub zu sichern. Auf der Grundlage bisher kaum beachteter Quellen, darunter das Einsatztagebuch der Brigade und zahlreiche Augenzeugenberichte, werden die Organisation der 5. SS-Eisenbahnbaubrigade, die Arbeitseinsätze und die Lebenssituation der KZ-Häftlinge beschrieben. Ebenso rekonstruiert der Autor die Biografien einzelner Häftlinge und bietet weitere Einblicke in den Alltag der Brigade aus der Sicht der Betroffenen.


KZ Kislau

Das KZ Kislau war ein Konzentrationslager im nationalsozialistischen Deutschland.
Das Lager befand sich im Jagd- und Lustschloss Kislau bei Mingolsheim (Baden) und bestand vom 21. April 1933 bis zum 1. April 1939. Das Konzentrationslager blieb während der gesamten Dauer seiner Existenz dem badischen Innenministerium unterstellt und wurde im Gegensatz zu den meisten anderen frühen KZ nicht bereits Anfang der dreißiger Jahre aufgelöst oder der Inspektion der Konzentrationslager unterstellt.
Im Schloss Kislau selbst gab es bereits ab 1819 eine Strafanstalt. Bis 1854 diente das Schloss als Außenstelle der Feste Rastatt als Staatsgefängnis von Baden, anschließend als polizeiliche Verwahranstalt für Frauen. Ab den 1880er Jahren war auf dem Gelände auch ein Arbeitshaus für Männer untergebracht, welches während der gesamten Zeit des Nationalsozialismus bis 1945 parallel zum Konzentrationslager existierte. Im Ersten Weltkrieg war Kislau zunächst Lazarett, später Kriegsgefangenenlager. Von 1930 bis Ende 1933 befand sich im Schloss auch eine Außenstelle für „geistesschwache Frauen“ der Wieslocher Heil- und Pflegeanstalt.
https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Kislau


Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager Bd. 9: Arbeitserziehungslager, Ghettos, Jugendschutzlager, Polizeihaftlager, Sonderlager, Zigeunerlager, Zwangsarbeitslager Gebundene Ausgabe – 22. Oktober 2009

Jetzt vollständig: Die umfassende Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. "Für dieses wichtige Überblickswerk kann man nur dankbar sein." Dieter Pohl, Süddeutsche Zeitung. Der neunte und abschließende Band der Reihe Der Ort des Terrors" ist den zahlreichen Zwangslagern gewidmet, die im nationalsozialistischen Herrschaftsbereich neben dem System der eigentlichen Konzentrationslager existierten. Die Zwangslager werden in der Erinnerung als Konzentrationslager wahrgenommen. Auch waren die Lebensbedingungen hier nicht oder nur graduell anders. Daher müssen sie in dieser Gesamtgeschichte enthalten sein. Neben dem "Altersghetto" Theresienstadt, dem Vernichtungslager im weißrussischen Maly Trostinez und dem Lager Chaidari bei Athen gab es etwa Zwangsarbeitslager für Juden, Ghettos, Arbeitserziehungslager, Polizeihaftlager in den besetzten Gebieten, "Jugendschutzlager", "Zigeuner-Lager", Sonderlager für ungarische Juden, Lager der "Organisation Schmelt" und Zwangsarbeiterlager. Darüber hinaus enthält der Band Regionalbeiträge zum Lagersystem in Serbien, Kroatien, Italien, Frankreich, Norwegen, Dänemark, Transnistrien und Weißrussland.



KZ Kochendorf

Das Konzentrationslager Kochendorf war ein Außenlager des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof mit dem Tarnnamen Eisbär. Es wurde im September 1944 im Ortsteil Kochendorf der Gemeinde Bad Friedrichshall eingerichtet. Das KZ war eines der so genannten Neckarlager und mit bis zu 1800 KZ-Häftlingen belegt. Ende März 1945 wurden die Lagerinsassen vor den heranrückenden alliierten Truppen durch einen Todesmarsch von der SS ins KZ Dachau getrieben. Während des Lagerbetriebs und bei diesem Todesmarsch kamen mindestens 447 Häftlinge ums Leben.

Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Kochendorf

KZ Natzweiler-Struthof: Außenlager Kochendorf
Anfang 1944 wurde in Bad Friedrichshall-Kochendorf eine Abteilung des KZ Natzweiler-Struthof eingerichtet. Häftlinge des KZ Kochendorf sollten eine Rüstungsfabrik im Salzbergwerk Bad Friedrichshall anlegen und für die Flugzeugindustrie, insbesondere die Heinkel Werke Teile fertigen.[13]:2
https://de.wikipedia.org/


Die Konzentrationslager-SS: Sozialstrukturelle Analysen und biographische Studien

Obwohl bereits ganze Bibliotheken mit Studien zu nationalsozialistischen Konzentrationslagern gefüllt werden können, blieb eine detaillierte Studie über das Führungspersonal der Konzentrationslager bislang aus. Die vorliegende Arbeit schließt diese Forschungslücke. Wer waren die Männer, die vor Ort die Verantwortung trugen, und was wurde aus ihnen nach 1945? Nach einer Einführung über die Entwicklung der nationalsozialistischen Konzentrationslager untersucht die Autorin die sozialstrukturelle Zusammensetzung der Führungsgruppe, wobei sich ein präzises Profil herausbildet. Zur Veranschaulichung werden 9 Werdegänge exemplarisch detailliert präsentiert. Es gelingt Karin Orth dabei, das auf vielfältige Weise verwobene soziale Netz des SS-Führungskorps herauszuarbeiten: Freundschaften und ein eigener sprachlicher Code schufen einen gemeinsamen gesellschaftlichen Kontext, vor allem aber wurde das Geflecht durch die gemeinsam verübten Verbrechen und die Formen der kollektiven Gewalt zusammengehalten. In diesem Zusammenhang verfolgt die Autorin auch die Frage nach der an bestimmte Ereignisse gebundenen Eskalation des Terrors. Schließlich beschreibt Karin Orth, was nach Ende der NS-Herrschaft aus dem Führungspersonal der KZ wurde. Die Ergebnisse der Untersuchung ordnet sie in den Kontext der Bedeutung anderer Tätergruppen im Nationalsozialismus, ihrer Rolle, Funktion und Bedeutung, ein.


KZ-Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen

Während des Zweiten Weltkrieges gab es zwischen den Dörfern Hailfingen und Tailfingen einen Nachtjägerflugplatz mit einem KZ-Außenlager. Dort wurden vom NS-Regime hunderte von jüdischen Häftlingen zwischen 14 und 60 Jahren aus ganz Europa zusammengepfercht und misshandelt. Viele überlebten diese Torturen nicht.
Zu ihrem Gedenken haben die Stadt Rottenburg und die Gemeinde Gäufelden zusammen mit dem Verein "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V." dieses Mahnmal beschlossen und, begleitet von einer engagierten öffentlichen Diskussion, auch verwirklicht.
Im Juni 2010 eingeweiht, besteht die KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen heute aus zwei Teilen: Einer ständigen Ausstellung mit Dokumentationszentrum im Rathaus von Gäufelden-Tailfingen sowie einem Mahnmal auf dem ehemaligen Flugplatzgelände auf der Gemarkung von Rottenburg-Hailfingen.
https://www.rottenburg.de/gedenkstaette.29806.htm


Ohne Haar und ohne Namen: Im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück

Konzentrationslager Ravensbrück, ein Lager speziell für Frauen, war das Ziel der rund 800 Frauen, die an einem sonnigen Morgen im Mai 1939 durch einen Wald 90 Kilometer nördlich von Berlin marschierten. So erzählt es das Buch der Journalistin Sarah Helm, mit dem sie den Opfern von Ravensbrück ein Denkmal setzt. Hausfrauen, Ärztinnen, Politikerinnen, Prostituierte, beschreibt sie weiter, wurden dicht zusammengedrängt durch riesige Tore getrieben, während die Wärterinnen sie traten und schlugen. Doch das war nur der Beginn ihres Martyriums und viele weitere Frauen sollten ihnen folgen. Darunter auch die Schriftstellerin Margarete Buber-Neumann, Kafkas Freundin Milena Jesenská oder die Widerstandskämpferin Olga Benario. Sarah Helm gelang es, einige der heute noch lebenden Frauen dazu zu bringen, über das Unerhörte zu reden. Und so erzählt sie die grauenvolle Geschichte der Inhaftierten, aber auch die Geschichte der Frauen, die andere Frauen bewachten, erniedrigten, misshandelten und töteten. Für ihre aufrüttelnde Arbeit erhielt die Autorin den Longman-History Today Prize 2016.


KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen

Mahnmal für die Gedenkstätte des KZ-Außenlagers Hailfingen/Tailfingen
Die KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen ist ein gemeinsames Projekt zweier Gemeinden und Landkreise: Dem Rottenburger Stadtteil Hailfingen im Landkreis Tübingen und dem Gäufeldener Ortsteil Tailfingen im Landkreis Böblingen.
https://de.wikipedia.org/wiki/KZ-Gedenkst%C3%A4tte_Hailfingen-Tailfingen


Aufschrei gegen das Vergessen: Erinnerungen an den Holocaust Taschenbuch – Illustriert, 8. Juni 2017

Manny Steinberg (1925-2015) verbrachte seine Jugendzeit in den Konzentrationslagern Auschwitz, Vaihingen an der Enz und Dachau. Steinberg war insgesamt sechs Jahre in diesen Konzentrationslagern interniert und nahm sich nach seiner Befreiung vor, seine Autobiographie "Aufschrei gegen das Vergessen. Erinnerungen an den Holocaust" zu schreiben. Damit erfüllte er sich ein selbst auferlegtes Versprechen. Es dauerte zehn Jahre, bis er seine Lebensgeschichte zu Papier gebracht hatte und jetzt wird "Aufschrei gegen das Vergessen“ von so vielen Lesern auf der ganzen Welt gelesen. Es erfüllt den Autor mit Dankbarkeit, dass seine Stimme gehört wird. Steinberg wollte Deutschland nie wieder besuchen, änderte aber jüngst seine Meinung im April 2015. Der 90-jährige wurde mit weiteren sieben Überlebenden eingeladen, um an der Gedenkfeier zur 70-jährigen Befreiung des Konzentrationslagers Vaihingen an der Enz beizuwohnen, dem letzten Konzentrationslager, in dem Steinberg inhaftiert war. Begleitet wurde er auf dem für ihn sehr bewegenden Besuch von seiner Familie und von Freunden. Er besuchte mit ihnen auch das Konzentrationslager Dachau. Steinbergs Lebensgeschichte umfasst das Wunder, wie ein Mann dazu bestimmt war zu überleben. Das Buch ist einerseits zwangsläufig ein Bericht menschlicher Grausamkeit, andererseits ein Zeugnis der Kraft von Liebe und Hoffnung. Durch die Veröffentlichung seiner Holocausterinnerungen wollte der Autor sicherstellen, dass auf der Welt niemals vergessen wird, was sich während des Zweiten Weltkriegs ereignete.


Das Konzentrationslager Welzheim - Ein KZ mitten in der Stadt

Autor: Christian Höpfler
- Arbeitskreis Landeskunde/Landesgeschichte  RP Stuttgart -

Kurzbeschreibung der Einheit/des Moduls:
In diesem Modul (geignet für die GMS/RS) beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Aspekten des KZ Welzheim. Zum einen stehen dabei Informationen über das KZ, wie z.B. die Entstehung, der Lageralltag, Opfer und Täter im Vordergrund. Auf der anderen Seite stellt das „KZ mitten in der Stadt“ auch eine historische Verantwortung dar, mit der man sich in Welzheim, wie ja auch an vergleichbaren Standorten, lange schwergetan hat. Deshalb wird auch der heutige Umgang mit diesem Erbe thematisiert und insgesamt die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung im Umgang mit dem Nationalsozialismus gestellt.
Kontakt
Institut für Bildungsanalysen
Baden-Württemberg (IBBW)
─ Landesbildungsserver ─
Heilbronner Straße 172
D-70191 Stuttgart
Telefax+49 711 6642-1099
E-Mailinfo@mail.schule-bw.de
https://www.schule-bw.de/


Das KZ Oberer Kuhberg bei Ulm – der NS-Terror wird entfesselt

Autor: Dieter Grupp
- Arbeitskreis für Landeskunde/Landesgeschichte RP Tübingen -
Kurzbeschreibung der Einheit/des Moduls:
Die Schülerinnen und Schüler lernen das KZ Oberer Kuhberg als frühes Lager der NS-Diktatur kennen: Die Hintergründe der frühen Verfolgungen im NS-Staat (Haftgründe, Häftlinge, Haftbedingungen und Propaganda) spielen die zentrale Rolle in der ersten Doppelstunde, die auf einen Besuch des Lernorts vorbereiten soll. Die zweite Doppelstunde widmet sich der Reflexion des Häftlingsalltags sowie einer Verortung der sog. „frühen Lager“ in der Geschichte des Nationalsozialismus. Das Modul enthält Material auf unterschiedlichen Komplexitätsstufen und differenziert darüber, dass Schüler unterschiedlich umfassende Aufgaben gestellt bekommen, die sie in der gleichen Zeit absolvieren.
Kontakt
Institut für Bildungsanalysen
Baden-Württemberg (IBBW)
─ Landesbildungsserver ─
Heilbronner Straße 172
D-70191 Stuttgart
Telefax+49 711 6642-1099
E-Mailinfo@mail.schule-bw.de
https://www.schule-bw.de/


Das KZ-Außenlager Bisingen – Entgrenzung und Erinnerung

Autor: Dieter Grupp
- Arbeitskreis Landeskunde/Landesgeschichte RP Tübingen -

Kurzbeschreibung der Einheit/des Moduls:
Das Modul beschäftigt sich mit einem der KZ-Außenlager des Stammlagers Natzweiler im Rahmen des „Unternehmen Wüste“, mit dem Ölschiefer am Fuße der Schwäbischen Alb abgebaut werden sollte – nichts als ein verzweifelter und zum Scheitern verurteilter Versuch in der radikalisierten Endphase des Krieges, um Treibstoff zu gewinnen. Bei diesem Versuch kamen in Bisingen in weniger als neun Monaten mindestens 1158 Häftlinge ums Leben. Damit ist Bisingen exemplarisch für den entgrenzten Terror der Jahre 1944/45.
Mithilfe des Moduls erfahren die Schülerinnen und Schüler, was sich in Bisingen ereignet hat, unter welchen Bedingungen das Lager existiert hat und wie es von Häftlingen, Tätern und Dorfbewohnern wahrgenommen wurde, und lernen so den Begriff des „entgrenzten Terrors“ kennen. Außerdem beschäftigt sich das Modul mit dem Schweigen und der Aufarbeitung nach 1945 und zeigt, wie die Gemeinde Bisingen den „Mut zur Verantwortung“ gefunden hat.
https://www.schule-bw.de/


Das KZ vor der Haustür - KZ Spaichingen, ein Außenlager von Natzweiler-Struthof

Autorin: Nadine Hermann
- Arbeitskreis Landeskunde/Landesgeschichte RP Freiburg -
Kurzbeschreibung der Einheit/des Moduls:
Das vorliegende Unterrichtsmodul eignet sich für die GMS, die Sek.I, die Zweijährige Berufsfachschule und die Sekundarstufe II (Materialien für das E-Niveau sind in der Sekundarstufe II einsetzbar).
Ein Straßenschild, das in Spaichingen den Weg zum KZ-Ehrenmal weist, bildet den Ausgangspunkt für die Unterrichtseinheit. Folgt man dem Straßenschild gelangt man zum sogenannten Ehrenmal, einer Gedenkstätte an dem Ort, an dem ehemalige KZ-Häftlinge von Wachmannschaften verscharrt wurden. Heute erwartet den Besucher eine Skulptur des Künstlers Roland Martin, die mehrere in sich verschlungene Kreuze, von einer Dornenkrone umfasst, zeigt. Bodentafeln enthalten die Namen von 30 Opfern aus dem ehemaligen KZ und den Hinweis "Den Opfern der Gewalt".
Ausgehend von der Gedenkstätte entwickeln die Schülerinnen und Schüler Fragen und arbeiten in einem Gruppenpuzzle zu den Themenbereichen Geschichte des Außenlagers, Lageralltag der Häftlinge, Beobachtungen und Reaktionen der Bevölkerung, Verantwortliche und Täter, Todesmarsch und Gedenken/Erinnerung. Damit soll das Bewusstsein geschaffen werden, dass es neben den bekannten KZ wie Buchenwald, Dachau oder Auschwitz auch kleinere Lager gab, die für das NS-System wichtig waren - wie dieses hier in Spaichingen. Orientierungskompetenz wird am Ende der Einheit nochmals gefördert, da über weitere Wege des Umgangs mit dieser Vergangenheit reflektiert wird und deutlich werden sollte, dass man heute als mündiger Bürger für demokratische Freiheitsrechte einstehen muss, da diese nicht selbstverständlich sind.
Die Arbeitsanregungen zu den Materialien sind nach Niveaustufen differenziert. Schülerinnen und Schüler können zwischen dem Grundniveau, dem mittleren Niveau und dem erweiterten Niveau auswählen.
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Die ersten NS-Verfolgungsaktionen 1933 am Beispiel des KZ Heuberg. Welche Funktion hatten die frühen Lager?

Autorin: Dr. Ines Mayer
- Arbeitskreis Landeskunde/Landesgeschichte RP Tübingen -
Kurzbeschreibung des Moduls:
Das KZ Heuberg bei Stetten am kalten Markt war das erste Konzentrationslager in Südwestdeutschland. Ab dem 20. März 1933 wurden politische Gegner des NS eingeliefert, nachdem infolge der ersten Verhaftungswellen die örtlichen Gefängnisse heillos überfüllt waren. Bis zu seiner Auflösung im Dezember 1933 haben 3500 Männer das Lager durchlaufen.
Das KZ Heuberg steht für die einerseits chaotische Anfangsphase, aber gleichzeitig für den raschen Ausbau und die Festigung der NS-Herrschaft.
Welche Funktion hier die frühen KZs hatten, ist die Leitfrage dieses Unterrichtsmoduls. Sie wird beantwortet anhand biografischer Quellen und Darstellungstexte sowie zahlreicher Artikel aus der Lokalpresse – der Bezugsraum ist das Oberamt Balingen und einzelne Gemeinden im angrenzenden Hohenzollern.
Die Materialien ermöglichen Individualisierung und Binnendifferenzierung, da sie unterschiedliche Komplexitätsstufen umfassen und je nach Unterrichtsplanung ausgewählt und kombiniert werden können.
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Spuren des Terrors: Postalische Zeugnisse zum System der deutschen Konzentrationslager

In „Spuren des Terrors. Postalische Zeugnisse zum System der deutschen Konzentrationslager“ charakterisiert Heinz Wewer zehn „frühe Lager“, 21 Konzentrationslager, die der Inspektion der Konzentrationslager bzw. dem SS-Wirtschaftsverwaltungshauptamt unterstanden, und 44 Außenlager. Dokumentarische Grundlage seiner Arbeit sind Postkarten, Briefe, Briefumschläge und sonstige Dokumente des Postverkehrs, also ein in der Forschung bisher wenig genutzter Quellenbestand. Die Geschichte und Strukturen der Lager werden skizziert und durch postalische Dokumente anschaulich gemacht, ebenso Stationen der KZ-Haft unbekannter und bekannter Regimegegner wie Erich Mühsam, Hans Litten, Carl von Ossietzky, Maria Günzl, Paul Schneider, Werner Sylten und Martin Niemöller. Die besondere Aufmerksamkeit des Autors gilt dem Zugang der Häftlinge zum Postverkehr, ihrer einzigen Verbindung zur Außenwelt. Trotz der Zensur, der jede Lebensäußerung der Gefangenen unterworfen war, vermitteln die Dokumente, die alle als farbige Faksimiles abgebildet sind, ein authentisches Bild einiger Aspekte des Alltags in deutschen Konzentrationslagern.


Nationalsozialismus - Verfolgung

Konzentrationslager in Baden-Württemberg Konzentrationslager in Baden-Württemberg

 Autor: Thomas Hagen (Arbeitskreis RP Karlsruhe)

3. Landesgeschichtliche Einordnung
Nationalsozialistischer Terror und nationalsozialistische Verfolgung hatten europäische Dimensionen und globale Auswirkungen. Ihre Anfänge lagen in Deutschland, ihre extremsten Formen nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs mit der Massenvernichtung und den Vernichtungslagern in Osteuropa.
Die chronologische Entwicklung sowie die Dimensionen und Ebenen des Terrors im deutschen Südwesten entsprachen dem in Gesamtdeutschland: Nach der Machtübertragung stand für die Nationalsozialisten im Zuge der Machtsicherung und Gleichschaltung zunächst die Ausschaltung der anderen politischen Parteien und der politischen Opposition im Vordergrund, doch Terror und Propaganda richteten sich bald auch gegen die Juden, die aus dem gesellschaftlichen Leben zunehmend ausgegrenzt, unterdrückt sowie zum Teil zur Auswanderung veranlasst wurden.
Die Ausschaltung der innerparteilichen Konkurrenz und die Entmachtung der SA schufen die Grundlage für eine Institutionalisierung des Terrors im Verfolgungsapparat der SS und der ihr untergeordneten Gestapo. In diesem Zusammenhang gewinnt der Ausbau des Systems der Konzentrationslager eine besondere Bedeutung. Nach dem Vorbild des KZ Dachau entstanden im Reich bis 1939 weitere sechs Stammlager, die allerdings alle außerhalb des heutigen Baden-Württemberg lagen. Nach Kriegsbeginn wurden bis 1944 neben den sieben bestehenden Hauptlagern noch insgesamt 22 neue Lager mit einer Vielzahl von Außenlagern im gesamten besetzten Europa errichtet, darunter auch mehrere im deutschen Südwesten.
An zahlreiche dieser ehemaligen Konzentrationslager erinnern heute Gedenkstätten. Bei der Mehrzahl handelte es sich um Außenlager, vor allem des KZ Natzweiler, die zum größeren Teil erst in den letzten Kriegsjahren entstanden waren und als Arbeitslager dienten. Zu den Häftlingen zählten politisch/weltanschaulich Verfolgte, Juden, Kriegsgefangene und vor allem Zwangsarbeiter.
Weitere Gedenkstätten in Baden-Württemberg thematisieren andere Ebenen des nationalsozialistischen Terrors im Südwesten. Neben einer Vielzahl ehemaliger Synagogen sind z. B. das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg, das Lager Weinsberg, das 1940-1945 Kriegsgefangene beherbergte, und die Tötungsanstalt Grafeneck, in der im Rahmen der Maßnahmen der Euthanasie über 10.000 Menschen mit Behinderungen hingerichtet wurden, hervorzuheben.
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ENDE DES ZWEITEN WELTKRIEGS 1945
29. April 1945: Die US-Armee befreit das Konzentrationslager Dachau

Als die US-Soldaten das Tor des KZ Dachau vor sich sehen, ahnen sie nicht, was für ein Grauen sich dahinter verbirgt: 32.000 Häftlinge, viele halbtot oder elendig verreckt. Aber auch ein tapferes Häftlingskomitee.
Datum 29.04.2020
Autorin/Autor Heike Mund
Der 29. April 1945 war ein Sonntag. Am frühen Morgen gab Colonel Sparks dem 3. Bataillon seines Infanterie-Regiments den Marschbefehl. Die US-Truppen kamen von Westen, auf dem Vormarsch Richtung München. Genau wussten sie nicht, wo dieses Konzentrationslager lag, das die Nazis schon 1933 eingerichtet hatten. Ohne Vorwarnung trafen die US-Soldaten ein Horrorszenario hinter den Toren an.
Die "Rainbow Division" der 7. US-Armee rückte zielgerichtet von Würzburg nach Süden vor. Am morgen des 29. April 1945 erreichten sie die verschlossenen Tore eines Konzentrationslagers in der Nähe von München. Die deutsche Wehrmacht hatte längst den Rückzug angetreten, die SS-Wachmannschaften waren zum größten Teil auf der Flucht.
Die US-Soldaten besetzten das völlig verdreckte Lager. Das Bild was sich ihnen bot, war schockierend: Hunderte von Leichen in Baracken und offenen Güterwaggons, halbverhungerte Häftlinge, Traumatisierte, Typhuskranke. Nur die wenigsten von ihnen konnten sich auf den Beinen halten.
Aber es gab auch eine Gruppe von etwas kräftigeren KZ-Häftlingen, die sich im Chaos der überfüllten Lager-Baracken zu einer Gruppe zusammengetan hatten. Den amerikanischen GIs, die systematisch das Nazi-Konzentrationslager durchsuchten, gaben sie sich als Internationales Häftlings-Komitee zu erkennen.
Jubelnde KZ-Insassen an einem Wachturm
29.4. 1945: Jubel über die Befreiung durch die Amerikaner
Geruch von Tod durchwehte das Lager
"Hinter dem Stacheldraht und dem elektrischen Zaun saßen die Skelette in der Sonne und suchten sich nach Läusen ab. Sie sind völlig alterslos und gesichtslos; alle sehen gleich aus...", schreibt die Amerikanerin Martha Gellhorn, die seit Oktober 1944 den Vormarsch der US-Truppen durch das besetzte Europa als Kriegsreporterin begleitet.
Anfang Mai 1945 betritt sie das bereits befreite Konzentrationslager Dachau. Nach einem ersten Rundgang ist sie erschüttert, was sie dort vorfindet. "Wir überquerten das weite, volle, staubige Gelände zwischen den Gefängnisbaracken und betraten das Lazarett. Im Flur saßen weitere Skelette, und der Geruch von Krankheit und Tod ging von ihnen aus. Sie beobachteten uns, aber sie rührten sich nicht; kein Ausdruck zeigte sich auf ihrem Gesicht, das nur noch gelbliche, stoppelige Haut, über Knochen gespannt, ist."
Reportagen aus dem Vorhof der Hölle
Gellhorn war die Ehefrau des berühmten Schriftstellers Ernest Hemingway, den sie 1941 geheiratet hatte - mehr aus Rivalität denn aus Liebe. Seit dem Beginn des Spanischen Bürgerkriegs 1936 berichtete sie für große amerikanische Zeitungen von allen Kriegsschauplätzen der Welt. Martha Gellhorn war Kriegsreporterin mit Leib und Seele. Als "embedded journalist" begleitete sie die in Europa vorrückende US-Armee an vorderster Front. Am 26. April 1945 erreichte sie mit den GIs das Allgäu und kam Anfang Mai in das befreite KZ Dachau.
"Was die meisten umbrachte, war der Hunger; verhungern lassen war hier Routinesache", fasste die amerikanische Reporterin ihre erschütternden Beobachtungen und ersten Gespräche mit überlebenden Häftlingen zusammen, die ihr von Zwangsarbeit und Lageralltag erzählten. "Man arbeitete diese unglaublich vielen Stunden bei dieser kargen Verpflegung und lebte in einer derartigen Überfüllung, die Leiber in unbelüftete Baracken gepfercht, und wachte Morgen für Morgen schwächer auf, den Tod erwartend."
Wohnen neben dem Krematorium
Von 1933 an waren weit über 200.000 Häftlinge im KZ Dachau interniert, kann Gellhorn den Lagerakten entnehmen. "Man weiß nicht, wie viele Menschen in den zwölf Jahren ihres Bestehens in diesem Lager umkamen, aber man weiß, dass es in den letzten drei Jahren mindestens 45.000 waren", fasst die amerikanische Journalistin in einer ihrer Reportagen zusammen. Diese Zahl wurde später korrigiert.
Was sie im April/Mai 1945 vor Ort in Dachau und im besiegten "Dritten Reich" an furchbaren Fakten und Zahlen über die Opfer und die unmenschlichen Zustände in den Konzentrationslagern der Nazis recherchieren kann, erschüttert selbst die erfahrene Kriegsreporterin. Einen subtilen Zynismus kann sie am Schluss nicht mehr unterdrücken.
Zwei Männer in SS-Uniform beugen sich über ein Versuchsopfer bei einem Unterkühlungsversuch im KZ Dachau
Auch im KZ Dachau wurden von den SS-Ärzten Menschenversuche mit Häftlingen durchgeführt, hier ein Unterkühlungsversuch, bei dem ein Häftling stundenlang in Eiswasser liegen musste
"Vor dem Krematorium, durch einen Gartenstreifen davon getrennt, stand ein lange Reihe gut gebauter, geräumiger Häuser", schreibt sie im Mai 1945. "Darin wohnten die Familien der SS-Offiziere; ihre Frauen und Kinder lebten dort glücklich und zufrieden, während die Schornsteine des Krematoriums mit menschlicher Asche gesättigten Rauch ausspien... Im letzten Februar und März wurden Häftlinge in der Gaskammer umgebracht, weil sie, obgleich zu schwach zum Arbeiten, nicht die Freundlichkeit besaßen, zu sterben. Also besorgte die SS das für sie."
Ausbildungslager für die SS
Dachau war eines der ersten Konzentrationslager, das die Nazis auf deutschem Boden errichtet hatten. Auf Anordnung des Leiters der Politischen Polizei in Bayern, Heinrich Himmler, wurde im Frühjahr 1933 in einer stillgelegten Munitionsfabrik in der Nähe von Dachau ein provisorisches Internierungslager für männliche Häftlinge eingerichtet. Von der Anordnung der Baracken bis zur SS-Verwaltungsorganisation wurde Dachau später Vorbild für alle anderen Konzentrationslager der Nazis, auch für das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.
Der erste Lagerkommandant war Hilmar Wäckerle. Ab Juni 1933 baute dann Theodor Eicke, ein strammer Nazi und ehrgeiziger SS-Offizier, das KZ befehlsgemäß zu einem längerfristigen "Modell und Musterlager" aus und perfektionierte das brutale Strafreglement für die Häftlinge. Die Häftlingsbaracken waren exakt an langen Lagerstraßen ausgerichtet, davor blieb Platz für die Strafappelle der SS-Wachmannschaften. Eicke galt als heimtückisch und skrupellos. Den in Ungnade gefallenen SA-Führer Ernst Röhm ermordete er 1934 eigenhändig.
Die ersten Häftlinge in Dachau waren vor allem politische Häftlinge: Gegner des NS-Regimes, Gewerkschafter, Sozialdemokraten, Kommunisten, teilweise auch konservative Politiker. Später folgten dann Kriminelle, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, Sinti und Roma, politisch engagierte Christen – und auch Juden.
Mit militärischem Drill und unbarmherziger Strenge gewöhnte Eicke die von ihm gedrillten SS-Aufseher an Quälereien, brutale Gewalt und die Tötungsmaschinerie: "Ich kann nur harte, zu allem entschlossene SS-Männer gebrauchen, Weichlinge haben bei uns keinen Platz!" Das von ihm entwickelte "Dachauer Modell" wurde Vorbild für alle weiteren Konzentrationslager der Nazis, auch für Auschwitz.
30. April 1945: Einmarsch in München
Als sich die Häftlinge am frühen Morgen des 28. April aus den Baracken auf den Appellplatz schleppten, sahen sie erstaunt, dass die SS auf einem der Wachttürme eine weiße Fahne gehisst hatte. Ein Großteil der SS-Leute waren längst geflohen.
Die verbliebenen Wachmannschaften versuchten mit Maschinengewehren, die Häftlinge in Schach zu halten. Gerüchte liefen wie Lauffeuer durchs Lager. Am nächsten Tag erreichten die Befreier der 7. US-Armee dann das Lager Dachau. Es war das vorletzte aller nationalsozialistischen Konzentrationslager, das von den alliierten Truppen der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs befreit wurde.
Zweiter Weltkrieg - Zerstörtes München
Ende April 1945 erreichen die die US-Truppen München, hier stehen die GIs vor dem völlig zerstörten "Hofbräukeller"
Am 30. April marschierten die Amerikaner dann in München ein - dort wo die Nazis mit Führerbau und Parteizentrale der NSDAP die "Hauptstadt der Bewegung", wie es im NS-Jargon hieß, etabliert hatten. Wenig später sickerte durch, dass Hitler mit seiner Frau Eva Braun im Berliner Führerbunker Selbstmord begangen hatte.
Die letzten Häftlingstransporte aus dem Osten und auch das Lager Mühldorf bei München wurden Anfang Mai von den US-Truppen befreit. Am 8. Mai 1945 trat dann die "bedingungslose Kapitulation" in Kraft, der Krieg war endgültig zu Ende.
https://www.dw.com/

Kriegende 1945 | KZ-Befreiung (4)
Ende der Dachau-Hölle

Am 29. April 1945 erhält die US-Armee den Marschbefehl zur Befreiung von Dachau und rückt in das KZ ein. Die Einnahme ist relativ problemlos, auch weil der deutsche Generalmajor Max Ulich unnötige Verluste vermeiden will: Der Nazi-Gegner hatte seine Soldaten zuvor abgezogen.
Von: Ernst Eisenbichler
Kriegsende 1945: Befreiung des KZ Dachau durch US-Armee | Bild: picture-alliance/dpa
Angesichts der sich Dachau nähernden US-Kampftruppen wich die zuvor straffe Lagerorganisation der SS in den letzten Apriltagen immer mehr einem Chaos. Dies nutzte das Internationale Häftlingskomitee, die geheime Widerstandsorganisation der Dachauer KZ-Häftlinge. Sie untergrub zum Beispiel SS-Befehle, indem sie die Vorbereitungen zu den so genannten Todesmärschen verdeckt sabotierte - so weit es möglich war.
Karl Riemers Botschaft
Einen großen Coup landet das Undercover-Komitee am 26. April 1945. In seinem Auftrag gelingt an jenem Tag einigen Häftlingen die Flucht aus dem Lager Dachau. Sie sollen Hilfe holen. Einer davon, der Nürnberger Kommunist Karl Riemer, schlägt sich unter größter Lebensgefahr durch die Kampflinien bis ins 30 Kilometer entfernte Pfaffenhofen durch. Der Ort an der Ilm ist bereits von einem US-Stadtkommandanten regiert. Riemer schildert ihm die verzweifelte Situation im Lager, auch die befohlenen Todesmärsche.
Karl Riemer | Bild: KZ-Gedenkstätte Dachau
Karl Riemer: Sein Mut war außerordentlich, aber Historiker bezweifeln, dass sein Einsatz die Befreiung des KZs Dachau beschleunigte.
Über lange Zeit hielt sich die Theorie, dass Riemers Lagebericht die US-Seite dazu veranlasste, die Befreiung des Dachauer KZs zu beschleunigen. Heute ist diese Sicht relativiert. So schreibt der Historiker Karl-Dietmar Henke in "Die amerikanische Besetzung Deutschlands", dies sei eine Legende von Oskar Müller, dem damaligen Lagerältesten von Dachau. In Wirklichkeit habe Riemers Schilderung die planmäßige Befreiung des KZs nicht beeinflusst.
Der Dachauer Aufstand
Das Komitee schleust auch einige waffenerfahrene Häftlinge in die Stadt Dachau. Sie schließen sich dort einer Widerstandsgruppe an, die von den ehemaligen Häftlingen Georg Scherer und Walter Neff geleitet wird. Ziel der Gruppe ist es, mit einer bewaffneten Aktion eine sinnlose Verteidigung Dachaus gegen die Amerikaner zu verhindern.
Sklavenarbeit im KZ Dachau | Bild: picture-alliance/dpa
Im KZ Dachau gab es geheime Widerstandsorganisationen von Häftlingen.
Als am 28. April die Freiheitsaktion Bayern über den Rundfunk zum Widerstand gegen Nazi-Funktionäre aufruft, stürmen 20 bis 30 Regime-Gegner das Dachauer Rathaus und entwaffnen die Polizei. Allerdings werden sie von der Waffen-SS überrascht und in ein Gefecht verwickelt. Diese erschießt sechs der Aufständischen - darunter drei Ex-KZ-Häftlinge - die anderen können fliehen.
Tag der Befreiung - Sieg über Nazi-Faschismus
Am 29. April 1945 erhält Colonel Felix Sparks von der 45. Infanterie-Division der 7. US-Armee den Marschbefehl zur Befreiung von Dachau. Noch am selben Tag rückt die Einheit in das Konzentrationslager ein. Die Einnahme ist militärisch relativ problemlos, weil der deutsche Generalmajor Max Ulich - ein Gegner der Nationalsozialisten - unnötige Verluste vermeiden will und seine 212. Volksgrenadierdivision zuvor abgezogen hatte. Nur zurückgebliebene Männer der Waffen-SS liefern den US-Soldaten noch einige unbedeutende Scharmützel.
Unter unbeschreiblichem Jubel werden die GIs von mehr als 32.000 überlebenden Gefangenen begrüßt. Das vorletzte aller Konzentrationslager ist befreit. Dachau ist bereits in den 30er-Jahren zum Symbolnamen für politische und rassische Verfolgung geworden. Die Befreiung dieses KZs am 29. April und Hitlers Selbstmord am folgenden Tag signalisieren das definitive Ende des "Dritten Reichs". Seit seiner Einrichtung 1933 waren in Dachau insgesamt mehr als 200.000 Menschen inhaftiert. Etwa 32.000 mussten dort ihr Leben lassen.
"In einem einzigen, brüllenden, jubelnden, langanhaltenden Schrei entlud sich die aufgespeicherte Spannung der letzten Stunden, und Tausende stürzten auf die Amerikaner zu: lachend, weinend, rufend."
Ex-Dachau-Häftling Nico Rost
"Wir zählten wieder zur menschlichen Gesellschaft!"
Ex-Dachau-Häftling Otto Schiftan
Bei aller Freude über die Befreiung kommt es im Lager aber auch zu tragischen Szenen: In ihrer ersten Euphorie stürmen einige der Häftlinge voreilig den Befreiern entgegen und klettern auf die Lagermauern. Dabei kommen sie mit den noch unter Starkstrom stehenden und daher tödlichen Drähten in Kontakt. Sie sterben am Tag ihrer Befreiung.
<!-- -->KZ-Gedenkstätte Dachau [kz-gedenkstaette-dachau.de]
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2.1 Online-Artikel zu Aktuellem über den KZ-Komplex Neckarelz-Mosbach

Landtagspräsidentin Muhterem Aras besuchte die KZ-Gedenkstätte

Ihr besonderes Augenmerk galt den Ehrenamtlichen. Ein Generationenwechsel steht bevor.

29.07.2022
Neckarelz. Auf dem ehemaligen Appellplatz des Konzentrationslagers in Neckarelz, jetzt Schulhof der Clemens-Brentano-Schule, begrüßte die vierte Klasse Muhterem Aras, Landtagspräsidentin in Baden-Württemberg, mit einem Lied. Nach einem Jahr pandemiebedingter Pause war sie nun zum vierten Mal auf einer Gedenkstättenreise. Ihr besonderes Augenmerk galt dabei dem größtenteils ehrenamtlich tätigen Personal in den Gedenkstätten. Viele der Frauen und Männer, die oft mit großem persönlichen Engagement Erinnerungsorte im ganzen Land seit ihrer Eröffnung begleiten, müssen ihre Einsatzzeiten altersbedingt reduzieren oder scheiden sogar ganz aus.

Die Landtagspräsidentin besucht in diesem Jahr die Gedenkstätten in Nordbaden, gleich der erste Halt führte sie nach Neckarelz. Ein Besuch des Maria-Zeitler-Pfades auf dem Gelände der Johannes-Diakonie in Mosbach stand danach auf dem Programm, gefolgt von einem Gespräch zur Thematik "Gedenkstättenverbund im Neckar-Odenwald-Kreis". Am zweiten Tag ihrer Reise machte Aras Station im Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg und schloss ihr Programm mit einem Besuch der ehemaligen Synagoge und dem jüdischen Friedhof in Hemsbach.

Der gemeinsame Rundgang mit der Landtagspräsidentin durch die Gedenkstätte stand ganz im Zeichen der "pädagogischen Arbeit" dieses Erinnerungsortes, so Dorothee Roos, Vorsitzende des Vereins KZ-Gedenkstätte. Roos erläuterte, dass man die Gedenkstätte zuerst als Lernort verstehe und dabei mit zahlreichen Schulen kooperiere. In den letzten Wochen sei man von vielen Gruppen "förmlich überrannt" worden, wobei sich die Bandbreite von der Förderschule bis hin zur Universität erstrecke. Auf Nachfrage von Aras gab Roos an, dass bis zu 2500 Besucher im Jahr diesen Erinnerungsort besuchen, 80 bis 100 Gruppen seien im Schnitt zu Gast. In diesem Jahr sei nach dem Ende der Kontaktbeschränkungen die Nachfrage besonders groß.

Die hiesige Region sei von November 1944 bis März 1945 ein Knotenpunkt im Netzwerk der Außenlager gewesen. So habe sich die Kommandantur der Lager in Guttenbach und die Fahrbereitschaft in diesem Zeitraum in Neunkirchen befunden. Die ausgestellten Karten zeigen, dass sich am Neckar die Lager ballten. Im nächsten Raum ist dargestellt, worin der Daseinszweck des Lagers bestand. Es war die Herstellung von Flugzeugmotoren, die nach dem Bombardement auf das Werk bei Berlin von Daimler Benz in unterirdischen Stollen produziert werden sollten. Jakob Schlegel, Mitglied im Vorstand, wies auf den Flugzeugmotor im Raum hin, der eine Dauerleihgabe des Stuttgarter Autobauers ist. Hierbei entspann sich spontan eine kurze Diskussion über die Anerkennung von NS-Verbrechen durch Industrieunternehmen. Während sich Daimler zu diesem Teil seiner Unternehmensgeschichte bekennt, sind andere betroffene Unternehmen zurückhaltender.
Als Antwort auf Journalistenfragen stellt Aras die Bedeutung der Gedenkstätten heraus. Gerade weil es kaum noch Zeitzeugen gebe, hätten die Gedenkstätten in der heutigen Zeit eine wichtige Aufgabe. Die dort betriebene Erinnerungsarbeit würde dazu beitragen, dass "wir die Grundwerte und unser Grundgesetz vor dem Hintergrund der menschenverachtenden Verbrechen in der NS-Zeit besser verstehen". Dabei leisteten Gedenkstätten eine wirksame Prävention gegen Hass und Antisemitismus.

An der ersten Station ihres Rundgangs konnte sich die Präsidentin des Landtags sogleich einen Überblick über die Lage der Außenlager im Land machen. Sie zeigte sich sehr erstaunt über die große Konzentration in Baden-Württemberg und im Elsass. Erinnerungsarbeit "ist hier eine grenzüberschreitende Sache", merkte Roos an.

Methodisch-didaktische Aspekte des Gedenkstättenkonzepts, wie etwa das "selbstständige Entdecken" vor Ort oder das "Prinzip des entdeckenden Lernens", eine Art digitale Schnitzeljagd auf dem Obrigheimer Goldfischpfad, erläuterten die Vorstandsmitglieder Hans-Peter Haas und Bernhard Edin sowie der Realschüler Connor Mittelstaedt.

Beim anschließenden Gedankenaustausch beschäftigte man sich mit der Frage einer dauerhaften und nachhaltigen Absicherung der Gedenkstättenarbeit. Landrat Dr. Achim Brötel wies darauf hin, dass alle Gedenkstätten in der Region ehrenamtlich geführt und getragen würden, vornehmlich von Rentnern. Um die Arbeit auf eine "gute Grundlage" zu stellen, schlug der Landrat vor, die Gedenkstätten über eine zu schaffende Stelle zu vernetzen, die die ehrenamtlichen Aktivisten koordiniert und organisiert.

Auch die Landtagspräsidentin sieht den anstehenden Generationswechsel in den Gedenkstätten. Die überwiegende Anzahl der Landtagsabgeordneten stehe entschieden hinter den Gedenkstätten und der dort geleisteten Arbeit. Auf ihre Frage nach seiner Arbeit in Verbindung mit der Gedenkstätte, sieht Bernhard Edin eine Schlüsselrolle für "Multiplikatoren mit einer pädagogisch-didaktischen Ausbildung". Diese könnten die Botschaften der Erinnerungsorte am besten in die Schulen hineintragen. Dabei sei zu berücksichtigen, dass Schülerinnen und Schüler besonders mit projektbezogenen Lernformaten begeistert werden können.

https://www.rnz.de/

Siehe auch AKTUELLE ZUSTÄNDIGKEIT DES AMTSGERICHTS MOSBACH in NS-Verfahren >>>


Offiziell beantragte Förderung der NS-Gedenksättten in Mosbach vom 17.07.2022 beim Landratsamt Mosbach

 

 

Im AKTUELLEN OFFENEN BRIEF #001 AN DAS LANDRATSAMT MOSBACH vom 17.07.2022 zu NATIONALSOZIALISMUS, NS-UNRECHT UND NS-VERBRECHEN, RECHTSEXTREMISMUS UND NEO-NAZISMUS beantragte der Antragsteller zu NS-Verfahren aus 6F 9/22 beim Amtsgericht Mosbach öffentlich nachweisbar beim Landratsamt Mosbach in dessem  AKTUELLEN AUFGABENKREIS die Förderung mit Finanzierungen und/oder Bereitstellungen von Ressourcen sowohl von bürgerschaftlich als auch von öffentlich getragenen NS-Erinnerungsorten für die öffentliche Thematisierung der NS-Thematik im Rahmen der Jugendarbeit und Demokratie-Erziehung an KZ-Gedenkstätten in Baden-Württemberg innerhalb des Regierungsbezirkes Mosbach zu verwirklichen. Landtagspräsidentin Muhterem Aras besuchte die KZ-Gedenkstätte Neckarelz-Mosbach auf ihrer vierten NS-Gedenkstättenreise am 27.07.2022 zehn Tage später nach dem offenen Brief #001 des Antragstellers an das Landratsamt Mosbach vom 17.07.2022. Beim Gedankenaustausch zu diesem Anlass wies dann Landrat Dr. Achim Brötel am 27.07.2022 zehn Tage später nach dem offenen Brief #001 des Antragstellers an das Landratsamt Mosbach vom 17.07.2022 dann darauf hin, dass alle Gedenkstätten in der Region ehrenamtlich geführt und getragen würden und schlug vor, die Gedenkstätten über eine zu schaffende Stelle zu vernetzen, die die ehrenamtlichen Aktivisten koordiniert und organisiert, um damit die NS-Erinnerungs- und Bildungsarbeit auf eine "gute Grundlage" zu stellen.


Vierte Gedenkstättenreise führt nach Mosbach, Heidelberg und Hemsbach

Landtagspräsidentin Aras rückt Ehrenamt in der Gedenkstättenarbeit in den Fokus

 

 

103/2022 - 18. Juli 2022, 12:07 Uhr
Stuttgart. Im Rahmen ihrer Gedenkstättenreise 2022 besucht Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) Erinnerungsorte im südlichen Odenwald und an der Bergstraße. Zu den Stationen der Reise vom 27. bis 28. Juli zählen die KZ-Gedenkstätte Neckarelz, der Maria-Zeitler-Pfad der Johannes-Diakonie Mosbach, das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg sowie die ehemalige Synagoge und der ehemalige Jüdische Friedhof in Hemsbach. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem Generationswechsel beim ehrenamtlichen Personal der Gedenkstätten.

Für Muhterem Aras ist die Erinnerungs- und Gedenkstättenarbeit ein zentraler Bestandteil ihrer Aufgaben als Landtagspräsidentin. „Ich bin froh, dass im Landtag eine große Einigkeit über die Bedeutung der Gedenkstättenarbeit besteht“, erklärt sie. Kurz vor der Sommerpause bricht die Landtagspräsidentin daher zu ihrer vierten Gedenkstättenreise in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) auf. Sie ist überzeugt: „Nur, wenn wir verstehen, was damals geschah, wie und warum es geschah, nur dann können wir uns wehren gegen Rassismus, Rechtsextremismus, Antiziganismus und Antisemitismus.“

Ein besonderes Augenmerk ist bei der diesjährigen Reise auf das größtenteils ehrenamtlich tätige Personal der Gedenkstätten gerichtet. Viele der Frauen und Männer, die mit großem persönlichen Engagement Erinnerungsorte im ganzen Land seit ihrer Eröffnung begleiten, reduzieren altersbedingt ihre Einsatzzeiten oder scheiden aus. Dazu wird die Landtagspräsidentin vor Ort Gespräche führen und sagt schon im Vorfeld ihre weitere Unterstützung zu, beispielsweise für die Gewinnung ehrenamtlichen Nachwuchses und die Ausbildung von Jugendguides an Gedenkstätten.

Als weiteres wichtiges Thema ist die Barrierefreiheit/Inklusion von Erinnerungsorten gesetzt. Der Maria-Zeitler-Pfad auf dem Areal der Johannes-Diakonie in Mosbach gilt in diesem Zusammenhang als mustergültig. Frauen und Männer mit und ohne Behinderung bieten Führungen auf dem Lehrpfad an, der an den NS-Massenmord an kranken und behinderten Menschen erinnert.

Hinweis für Medienvertreterinnen und -vertreter: Die Besuche von Landtagspräsidentin Aras an den einzelnen Gedenkstätten sind presseöffentlich. Orte und Termine entnehmen Sie bitte dem Programm der Gedenkstättenreise 2022 im Anhang dieser E-Mail. Anmeldungen per E-Mail an: landtagspressestelle@landtag-bw.de
https://www.landtag-bw.de/


Anhang: Programm Gedenkstättenreise 2022
https://www.landtag-bw.de/

Siehe auch:



3. Nazi-KZs im besetzten Elsaß und Frankreich

KZ-Komplex-Natzweiler: Denkmalfachliche Evaluierung der Außenlager und Arbeitsstätten in Baden-Württemberg

 

 

Der KZ-Komplex Natzweiler

Dichtes Lagernetz in Elsass und Südwestdeutschland
Zwischen 1933 und 1945 wurden unter der Herrschaft der Nationalsozialisten Millionen von Menschen aus ganz Europa in Zwangslager gesperrt und für die deutsche Kriegswirtschaft ausgebeutet, gefoltert und ermordet. Eines dieser Lager war das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof im besetzten Elsass (Frankreich). Über 50 000 Menschen aus ca. 30 europäischen Ländern wurden im Laufe des Krieges nach Natzweiler oder in eines seiner über 50 Außenkommandos in Frankreich und Südwestdeutschland verschleppt – 14000 bis 20000 Häftlinge überlebten ihre Gefangenschaft nicht.
Die Menschen, die aus eigenem Erleben vom Terror und der Ausbeutung in den nationalsozialistischen Lagern unterschiedlichster Art berichten können, werden immer weniger. Als authentische Orte und materielle Bürgen für das Geschehene gewinnen die materiellen Spuren von NS-Verbrechen daher seit geraumer Zeit in der Erinnerungskultur und der Vermittlungsarbeit an Bedeutung. Auch die Archäologie hat das Potential solcher Hinterlassenschaften als historische Quelle für die Erforschung von Ausgrenzung und Entmenschlichung in der jüngeren Vergangenheit erkannt. Aufgabe der Denkmalpflege ist es daher, für die Zivilgesellschaft und die Forschung noch erhaltene Relikte zu schützen.
Das Forschungsprojekt
Die ca. 35 ehemaligen Natzweiler-Außenlager in Baden-Württemberg sind Gegenstand des Forschungsprojekts am Landesamt für Denkmalpflege in Fachbereich der archäologischen Inventarisation, in dem die noch vorhandenen Überreste der Lager und der zugehörigen Arbeitsstätten systematisch erfasst und unter denkmalfachlichen Gesichtspunkten evaluiert werden. Diese systematische Erschließung der materiellen Hinterlassenschaften schafft eine wichtige Grundlage für die weitere archäologische und bauhistorische Erforschung des Lagerkomplexes.
Natzweiler in Baden-Württemberg
Zwangsarbeit unter Tage
In Baden-Württemberg gab es etwa 35 Außenlager des Konzentrationslagers Natzweiler. Die meisten davon entstanden erst 1944, nachdem die deutsche Rüstungsindustrie durch alliierte Luftangriffe in eine prekäre Lage geraten war. Kriegswichtige Fertigungsbetriebe sollten in bombensichere Stollen verlegt werden. So entstanden etwa im Umfeld der Salzbergwerke um Heilbronn sowie der Gipsgrube bei Obrigheim neben zahlreichen Unterkünften für Werksangehörige, Kriegsgefangenen- und Zwangsarbeitslagern, mindestens acht Außenlager von Natzweiler – Leidensorte für mehr als 8000 Menschen. Als die SS im Herbst 1944 das Stammlager und die Außenlager im Elsass aufgrund des Heranrückens der Alliierten räumte, wurde auch die Kommandantur in die Nähe von Obrigheim, in die Orte Binau, Guttenbach und Neunkirchen, verlegt.
Untertagefabrik
Ruinen der Untertagefabrik „Goldfisch“ (Daimler) in der Gipsgrube Obrigheim (Neckar-Odenwald-Kreis), für die KZ-Häftlinge der „Neckarlager“ ausgebeutet wurden.
Quelle: US Air Force 1945 / mit Genehmigung des LGL BW
In Leonberg (Kr. Böblingen) mussten Häftlinge der zwei KZ-Lager (1 und 2) im Engelbergtunnel (3) Tragflächen der Messerschmitt ME 262 montieren.
Die Schieferölwerke des „Unternehmen Wüste“
Einen zweiten Schwerpunkt bildete der Natzweiler-Komplex zwischen Tübingen und Rottweil im Vorland der Schwäbischen Alb aus. Hier versuchte das NS-Regime ab 1944 den drohenden Kollaps der deutschen Treibstoffversorgung durch die Gewinnung von Schieferöl in vier Versuchsanlagen und zehn neu errichteten Schieferölwerken abzuwenden. Für das Projekt mit dem Decknamen „Unternehmen Wüste“ wurden sieben Außenlager von Natzweiler eingerichtet. Über 10000 Häftlinge wurden für die Errichtung und den Betrieb der bis April 1945 nur teilweise verwirklichten und gänzlich ineffizienten Anlagen ausgebeutet, mehr als ein Drittel von ihnen starb.
Weitere Einsatzgebiete für KZ-Häftlinge
In ca. 20 weiteren Außenlagern wurden Häftlinge für Fabrikverlagerungen, die Produktion in Rüstungsfirmen, die Beseitigung von Bombenschäden sowie Bau- und Ausbesserungsarbeiten an kriegsrelevanter Infrastruktur eingesetzt. Als die Niederlage Deutschlands nicht mehr zu verleugnen war, wurden im April 1945 die meisten der noch bestehenden Lager geräumt und die Häftlinge in Todesmärschen Richtung Dachau getrieben.
https://www.denkmalpflege-bw.de/

Sicherungslager Schirmeck-Vorbruck

 

 

Das Sicherungslager Schirmeck-Vorbruck, französisch Camp de Schirmeck, war ein nationalsozialistisches Zwangslager, das in der Zeit der deutschen Besetzung des Elsass in Vorbruck bei Schirmeck von August 1940 bis November 1944 betrieben wurde. Schirmeck-Vorbruck diente den deutschen Polizeibehörden als „Erziehungslager“ im Zuge der „Germanisierung“ des Elsass unter Gauleiter Robert Wagner sowie als „Sicherungslager“, in dem Vorbeuge- und „Schutzhäftlinge“ festgehalten wurden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sicherungslager_Schirmeck-Vorbruck

Bezeichnung
Die deutschen Behörden verwandten unterschiedliche Bezeichnungen für das Lager, die offenbar vom Haftgrund abhingen: Bei Verstößen gegen die Arbeitsordnung wurde von „Arbeitserziehungslager“ (AEL) gesprochen, bei „deutschfeindlichen Demonstrationen“ von „Sicherungslager“, bei der Einlieferung von Widerstandskämpfern findet sich auch die Bezeichnung „Konzentrationslager Schirmeck“.[1] 
https://de.wikipedia.org/wiki/Sicherungslager_Schirmeck-Vorbruck

Siehe dazu auch:



4. Deportationen von badischen Juden ins Nazi-Konzentrationslager Gurs (Frankreich)

 

 

 

Neues Buch dokumentiert Überlebende des Konzentrationslagers Gurs

 

 

STAND, SWR
19.10.2021, 17:31 UHR
Zum 81. Jahrestag der Deportation von Jüdinnen und Juden nach Südfrankreich hat die Israelitische Religionsgemeinschaft Baden ein Buch mit neuen Recherchen veröffentlicht. Darin werden erstmals Namen von Kindern und Jugendlichen genannt, die aus dem Lager gerettet werden konnten. Das Buch von Gerhard und Brigitte Brändle erzählt Geschichten von Geretteten und ihren Rettern und zeigt Fotos. Sie seien Leuchttürme der Hoffnung, so die Autoren und verdienten ein Denkmal. Das Buch ist über die Israelitische Religionsgemeinschaft Baden erhältlich. Am 22. Oktober 1940 verschleppten die nationalsozialistischen Machthaber etwa 6.500 Jüdinnen und Juden aus Baden, der Pfalz und dem Saarland ins Lager Gurs in Südfrankreich.
https://www.swr.de/


DEPORTATION NACH FRANKREICH

 

 

Gefangen in Gurs
STAND SWR 2
13.9.2013, 19:11 UHR
In allen Städten und Dörfern in Baden, der Pfalz und dem Saarland geschah am Morgen des 22. Oktober 1940 das Gleiche: Polizisten und Gestapoleute erschienen an den Wohnungstüren der jüdischen Bevölkerung und forderten die Menschen auf, innerhalb kürzester Zeit ihre Koffer zu packen. Wohin die Reise gehen sollte, blieb völlig unklar. 50 kg Gepäck und nicht mehr als 100 Reichsmark pro Person durften mitgenommen werden. Überlegtes Packen war da nicht möglich. Die Juden wurden zu Sammelstellen gebracht und dann begann eine dreitägige Zugfahrt ins Ungewisse – wie sich später herausstellen sollte nach Gurs, einem Internierungslager in Vichy-Frankreich.
Die "Hölle von Gurs"
Dort herrschten besonders für ältere Leute und Kinder fürchterliche Bedingungen. Für viele wurde die "Hölle von Gurs" eine Zwischenstation auf dem Weg nach Auschwitz und andere Lager im Osten. Etwa 6540 Menschen wurden an diesem Tag deportiert. Nach sieben Jahren Nazidiktatur, in denen sie gedemütigt, entrechtet und ausgeraubt worden waren, verloren sie nun fast all ihr Hab und Gut und jegliche Rückzugsmöglichkeit in die eigenen vier Wände.
Ausplünderung
Ihr Vermögen wurde beschlagnahmt, Möbel und Hausrat in den Wochen und Monaten nach der Ausweisung versteigert. Kommentar des Historikers Peter Steinbach zu diesem Geschehen: "Die Deportation (..) ist bedeutsam, weil sie sichtbar macht, dass die Vertreibung und Beraubung deutscher Juden gesellschaftlich so weitgehend akzeptiert schien, dass Nachfragen aus der Bevölkerung nicht nur ausblieben, sondern ein offensichtliches Interesse an der Übernahme des Besitzes der Vertriebenen vorhanden war, das sich als Zustimmung deuten ließ. Der Staat war schon lange zum Räuber geworden. In den Wochen nach der Deportation wurden viele Deutsche zu Hehlern."
Von Angelika Schindler //
https://www.swr.de/

Siehe auch:



5. YouTube-Videos zu Nazi-Konzentrationslagern auch in Mosbach, Baden und Württemberg

 

 

KZ-Gedenkstätte Neckarelz
denkmalpflegebawue
Das Landesamt für Denkmalpflege führt seit 2018 ein Projekt zur Erfassung und denkmalfachlichen Evaluation ehemaliger Standorte des KZ-Komplexes Natzweiler durch. Im Film erläutern Experten und Expertinnen der Denkmalpflege am Beispiel der KZ-Gedenkstätte Neckarelz ihre Tätigkeit, zugleich wird die Wirkung der Gedenkstätte, die auf dem Gelände eines ehemaligen Schulgebäudes eingerichtet wurde, auf Schülerinnen und Schüler und damit auch die Relevanz von Gedenkstätten allgemein deutlich.

 

 

 


A la Memoire - KZ Neckarelz
DHBWOnlinemedien
Ein Dokufilm, der im Rahmen der Vorlesung "Audiovisuelle Gestaltung" des Studiengangs "Onlinemedien" an der DHBW Mosbach gedreht wurde.
Der Film dokumentiert die Geschichte der Region Neckarelz während des zweiten Weltkriegs, als die Nationalsozialisten ein geheimes Motorenwerk von Daimler-Benz durch Strafgefangene in den unterirdischen Stollen errichten ließen. Die Operation lief unter dem Codenamen „Goldfisch. Zu diesem Zweck wurde die Clemens-Brentano-Grundschule in Neckarelz in ein Konzentrationslager umgebaut, in dem 800 Gefangene unter menschenunwürdigen Bedingungen gefangen gehalten und als Arbeitssklaven missbraucht wurden.

 

 

 


U-Verlagerung Deckname A8 Goldfisch
aquasethistory
Die Daimler-Benz Motoren GmbH fertigte seit 1941 in ihrem Flugzeugmotorenwerk in Genshagen die 1500 PS starken Zwölfzylinder-Flugzeugmotoren „DB 603" und „DB 605". Anfang 1944, als die Luftangriffe auf Genshagen häufiger wurden, beschloss der "Jägerstab" die Produktion in unterirdische Stollen zu verlegen. Die Gipsgruben im badischen Obrigheim boten sich nach einer Erkundung im Februar 1944 hierfür an, da sie in Süddeutschland vermeintlich sicher vor gegnerischen Bomben wären, in einem Seitental des Neckaruferhanges, der Luttenbachschlucht bzw. im Karlsberg, versteckt im Wald lagen, aber dennoch über die, heute nicht mehr bestehende, Neckarbrücke der Bahnstrecke Meckesheim--Neckarelz zwischen Neckarelz und Obrigheim bereits gut an den Verkehr angebunden waren.
Die vorhandenen Stollen der Heidelberg Gipsgruben wurden in Beschlag genommen und erhielten den Tarnnamen A8 Goldfisch . Am 7. März ging an den Stuttgarter Architekten Kiemle von Daimler-Benz und der SS der Planungsauftrag für eine 50.000 m² große unterirdische Produktionsfläche die binnen sieben Wochen errichtet werden sollte.
Einen großen Dank, für die Ermöglichung der Befahrung, möchten wir an dieser Stelle an Heidelberg Cement richten.
Weiter Filme zu anderen Untertage-Verlagerungen aus der NS-Zeit unter:
http://www.youtube.com/aquasethistory

 

 

 


Gedenkstätten in Baden-Württemberg 2021: Geschichte und Erinnerung vor Ort erleben
Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
Gedenkstätten sind Orte, an denen Geschichte passiert ist. Sie sind Orte der Erinnerung und des historischen Lernens, aber auch Orte der Demokratiebildung und der politischen Debatte, Orte der Forschung und der digitalen Bildung, Orte der Recherche und der Begegnung und nicht zuletzt Orte der Vielfalt.
In Baden-Württemberg ist die Gedenkstättenlandschaft besonders vielfältig. In diesem Film laden vier Beispiele exemplarisch für über 70 Orte zum Besuch ein: die KZ-Gedenkstätte Neckarelz, die Gedenkstätte Grafeneck, das Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg Ulm sowie das Jüdische Museum Emmendingen.
Erstellt wurde die zwanzigminütige Dokumentation von Sibylle Tiedemann, Regisseurin und Produzentin aus Neu-Ulm/Berlin, die von der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Baden-Württemberg (LAGG) und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg mit dem Projekt betraut wurde.
Welche Gedenkstätten gibt es in Baden-Württemberg? Wie kann man sie besuchen - als Einzelperson oder mit der Schulklasse? Alle Informationen dazu findet man hier:
https://www.gedenkstaetten-bw.de/

 

 

 


15.12.2017 - Die Todesmärsche in Deutschland 1945 (KZ-Dokumentation│Deutsch)

KingPin-Tv
Als Todesmärsche von KZ-Häftlingen werden verschiedene „Räumungsaktionen“ der SS-Wachmannschaften in der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs bezeichnet. Dabei löste die SS ab 1944 frontnahe Konzentrationslager, so auch z. B. das berüchtigte Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, auf und zwang die meisten KZ-Häftlinge zum Abmarsch in Richtung Reichsmitte oder sperrte sie als Passagiere zum Abtransport in Eisenbahnwagen ein. Sehr oft wurden nicht marschfähige Häftlinge in großer Zahl erschossen. Viele Lagerteile wurden von der SS in Brand gesetzt.
Zahlreiche KZ-Häftlinge überlebten die tage- und wochenlang dauernden Märsche bzw. Transporte nicht: Sie erfroren, verhungerten oder brachen geschwächt zusammen und wurden dann von den SS-Wachmannschaften erschossen. Einzelne Züge gerieten zufällig unter Beschuss durch im Bodenkampf eingesetzte Kampfflieger der alliierten Truppen, andere blieben unversorgt auf Ausweichstrecken liegen; manche Todesmärsche endeten mit einer Katastrophe wie in Zusammenhang mit der Versenkung der Cap Arcona oder in einem Massaker wie bei der Isenschnibber Feldscheune.
https://www.youtube.com/watch?v=KRlGn64KgOY

 

 

 

  17.11.2016 - KZ-Überlebender erzählt von seinem Leid

SWR Landesschau Baden-Württemberg

Israel Arbeiter ist ein polnischer Jude, der in der Nazi-Zeit nach mehreren KZ-Aufenthalten nach Hailfingen bei Rottenburg kam. Dort musste er im Steinbruch schuften. Der heute 91-Jährige erzählt von damals.
https://www.youtube.com/watch?v=mvrq1NPlvlM

 

 


22.08.2017 - RTF.1-Nachrichten: KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen

KlarnerMedien 
RTF.1-Nachrichten:  KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen

https://www.youtube.com/watch?v=EKXRTRQ2gj0

 

 


29.09.2022 - Schändliche 'Schaufahrt' ins KZ: Adam wird nach Kislau verschleppt

Lernort Kislau e. V.
Als langjähriger badischer Innenminister hat Adam Remmele sich unerschrocken den Extremisten aller Lager entgegengestellt. Die badischen Nazis sehen deshalb in ihm ihren Hauptfeind. Gemeinsam mit sechs weiteren bekannten Sozialdemokraten wird Remmele am 16. Mai 1933 im Rahmen einer erniedrigenden ‚Schaufahrt‘ vom Karlsruher Bezirksgefängnis in das kurz zuvor errichtete KZ Kislau verschleppt.
Recherche und Skript: Andrea Hoffend
Storyboard, Zeichnungen und Bildregie: Katja Reichert
Sprecher: Erik Rastetter
Schnitt: Thilo Brethauer
Redaktion: Andrea Hoffend, Luisa Lehnen
Sounds: The Kitchen Germany
Mit freundlicher Unterstützung durch Sigrid Hoffend, Arnold und Doris Hubig, Christian Jansen, die Soroptimists Bad Herrenalb-Gernsbach sowie durch die Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe
https://www.youtube.com/watch?v=DJMN9dpHQeU

 

 



Siehe auch:



6. Stellungnahme der vom Amtsgericht Mosbach beauftragten forensischen familienpsychologischen sachverständigen Gutachterin aus Kitzingen Antje Wieck zum menschenverachtenden System der Nazi-Konzentrationslager, auch in Mosbach - Baden

 

 

Das Familiengericht-Amtsgericht Mosbach, Hauptstraße 110, 74281 Mosbach, beauftragt die forensische Sachverständige aus Moltkestr. 2, 97318 Kitzingen, in seinen Verfügungen vom 17.08.2022 unter 6F 202/21, die Anti-Nazi-Aktivitäten des KVs und Antragstellers in einer ergänzenden Stellungnahme gutachterlich einzuschätzen und zu bewerten.


Dazu zählen laut Anweisungen dieser amtsgerichtlichen Verfügungen SOWOHL die seit Sommer 2022 vom Antragsteller beim Amtsgericht Mosbach initiierten NS- und Rechtsextremismus-Verfahren ALS AUCH seine außergerichtlichen und gerichtlichen Aufklärungs- und Aufarbeitungsbemühungen zu Nationalsozialistischem Unrecht und Nationalsozialistischen Verbrechen aus dem Zeitraum um 2008, d.h. konkret von 2004 bis 2011, im Rahmen seiner sogenannten "Nazi-Jäger"-Aktivitäten im sachverhaltsbezogenen Kontext zur Problematik des Nationalsozialismus vor und nach 1945 und dessen Aufarbeitung bis heute. Siehe dazu auch Kapitel 1 auf dieser Seite.


Während die vom Familiengericht-Amtsgericht Mosbach beauftragte forensische Sachverständige aus Moltkestr. 2, 97318 Kitzingen, zunächst EINERSEITS ein familienpsychologisches Sachverständigengutachten in einem Umfang von über 100 Seiten zum 07.04.2022 unter 6F 202/21 erstellt hat, entschließt sich dieselbe Gutachterin sodann, ANDERERSEITS eine ergänzende Stellungnahme von zwei ganzen DIN A4-Seiten im sachverhaltsbezogenen Kontext zur Problematik des Nationalsozialismus vor und nach 1945 und dessen Aufarbeitung bis heute, insbesondere zum Kontext der historisch nachgewiesenen Beteiligungen an NS-Massenmordverbrechen in Mosbach wie Judenverfolgung und Holocaust, NS-Verfolgung von Sinti und Roma, Nazi-Euthanasie unter 6F 202/21 zum 31.08.2022 an das Amtsgericht Mosbach zu generieren.
Die forensische Sachverständige aus Moltkestr. 2, 97318 Kitzingen, ERWÄHNT LEDIGLICH MIT EINEM WORT DEN "NATIONALSOZIALISMUS" auf Seite 2, Absatz 2 und erwähnt lediglich mit einem Satz auf Seite 2, Absatz 2, dass der Antragsteller von NS- und Rechtsextremismus-Verfahren beim Amtsgericht Mosbach sich gegen den Nationalsozialismus wendet.


Die forensische Sachverständige aus Kitzingen hat hier die GERICHTLICH BEAUFTRAGTE EINDEUTIGE GELEGENHEIT gehabt, mit einer entsprechend beim Amtsgericht Mosbach beantragten Fristverlängerung SICH SACHLICH UND FACHLICH auch auf über 100 Seiten bezüglich der Nazi-Thematik bzw. der Nazi-Problematik vor einem deutschen BRD-Gericht EXPLIZIT ZU ÄUSSERN. Diese Gelegenheit für eine sachliche und fachliche gutachterliche Expertise zum Nationalsozialismus und nationalsozialistischen Verbrechen, deren Auswirkungen und Aufarbeitungen nach 1945, u.a. auch in Mosbach, besteht zukünftig weiterhin jederzeit für die forensische Sachverständige aus Kitzingen.
Siehe dazu auch:


Das Amtsgericht Mosbach BEAUFTRAGT EXPLIZIT in seinen Verfügungen vom 17.08.2022 unter 6F 202/21 die forensische Sachverständige aus Kitzingen, eine GUTACHTERLICHE STELLUNGNAHME zum menschenverachtenden System der Nazi-Konzentrationslager, wie hier konkret zu den Nazi-KZs in Mosbach, Baden und Württemberg; zu den Überlebenden der Nazi-KZs und ihren Familienangehörigen; zu den Entschädigungsfragen für die NS-Opfer im Nazi-KZ-System; zur Aufarbeitung der NS-Konzentrationslager von 1945 bis heute in der NS-Vergangenheitsbewältigung.



Das Amtsgericht Mosbach BEAUFTRAGT EXPLIZIT in seiner Verfügung vom 17.08.2022 unter 6F 202/21 am Beispiel des Antragstellers von NS-Verfahren beim Amtsgericht Mosbach die forensische Sachverständige aus Kitzingen, eine GUTACHTERLICHE STELLUNGNAHME zu den TATBETEILIGUNGEN AN Nazi-Massenmord-Verbrechen, auch in Mosbach und Baden vor 1945 sowie als TEIL DER NS-VERGANGENHEITSBEWÄLTIGUNG, an das deutsche BRD-Amtsgericht Mosbach im Jahr 2022 zu erstellen. Dazu zählen die KONKRETEN TATBETEILIGUNGEN IN MOSBACH-BADEN an der NS-Verfolgung der Sinti und Roma; an der NS-Verfolgung der Juden; an der Nazi-(Kinder)-Euthanasie, am Versterben von Häftlingen und Zwangsarbeitern im KZ-Komplex Mosbach-Neckarelz; an den Ermordungen von Häftlingen und Zwangsarbeitern im KZ-Komplex Mosbach-Neckarelz; an den Nazi- Massentötungen von Kindern osteuropäischer Zwangsarbeiterinnen, an den Endphasenverbrechen der sogenannten "Todesmärsche" während der Evakuierungen aus dem KZ-Komplex Mosbach-Neckarelz gegen Kriegsende als Reaktion auf die vorrückenden West-Alliierten; am konkreten historischen Zusammenhang zwischen NS-Zwangsarbeit u.a. mit Häftlingen aus dem Nazi-KZ-Komplex Neckarelz-Mosbach einerseits und andererseits mit der Nazi-(Kinder)-Euthanasie durch die Deportationen aus den Mosbacher Heil- und Pflegeanstalten von behinderten Menschen in die Euthanasie-Vernichtungsanstalten, um dann die Gebäude der Mosbacher Heil- und Pflegeanstalten für das NS-Zwangsarbeit-System in Mosbach-Baden nutzen zu können, etc.


EINERSEITS:
Mit den Verfügungen des Familiengerichts-Amtsgericht Mosbach vom 17.08.2022 unter 6F 202/21 hat die gerichtlich beauftragte forensische Sachverständige aus Kitzingen nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die Chance und das gerichtliche explizite Angebot, sich sachlich und fachlich zur NS-Vergangenheitsbewältigung seit 1945 bis heute, auch zur NS-Vergangenheitsbewältigung und Nazi-Kontinuität in Mosbach und in Baden-Württemberg, AUSFÜHRLICH EXPLIZIT gutachterlich zu äußern.


ANDERERSEITS:
Die forensische Sachverständige aus Kitzingen ÄUSSERT SICH JEDOCH EXPLIZIT NICHT in ihrer gutachterlichen ergänzenden Stellungnahme vom 31.08.2022 unter 6F 202/21 an das Amtsgericht Mosbach als ein BRD-Gericht im Jahr 2022 zum menschenverachtenden System der Nazi-Konzentrationslager, wie hier konkret zu den Nazi-KZs in Mosbach, Baden und Württemberg, zu den Überlebenden der Nazi-KZs und ihren Familienangehörigen, zu den Entschädigungsfragen für die NS-Opfer im Nazi-KZ-System, zur Aufarbeitung der NS-Konzentrationslager von 1945 bis heute in der NS-Vergangenheitsbewältigung.
Die forensische Sachverständige aus Kitzingen, die selbst Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin ist, ÄUSSERT SICH JEDOCH EXPLIZIT NICHT in ihrer gutachterlichen ergänzenden Stellungnahme vom 31.08.2022 unter 6F 202/21 an das Amtsgericht Mosbach als ein BRD-Gericht im Jahr 2022 zu den im menschenverachtenden System der Nazi-Konzentrationslager internierten Kindern, wie hier auch konkret zu den Nazi-KZs in Baden und Württemberg.
Die forensische Sachverständige aus Kitzingen VERZICHTET DAMIT EXPLIZIT DARAUF, den Opfern des menschenverachtenden NAZI-KZ-SYSTEMS Familienangehörigen eine Stimme mit Anerkennung und Respekt für die Opfer und Verfolgten des NS-Regimes vor einem deutschen Gericht im Jahr 2022 in ihrer gutachterlichen ergänzenden Stellungnahme vom 31.08.2022 unter 6F 202/21 an das Amtsgericht Mosbach zu geben.
UND DIES OBWOHL diese Sachverhalte zu dieser NS-Thematik bzw. NS-Problematik frei verfügbar sind im öffentlichen Diskurs über entsprechende Medienberichte; über künstlerisch-kulturelle Themenaufarbeitungen; über die juristische, politische und wissenschaftliche Fachliteratur; über Publikationen von BRD-Institutionen der Justiz und Politik.
UND DIES OBWOHL das Amtsgericht Mosbach in seinen Verfügungen vom 17.08.2022 unter 6F 202/21 am Beispiel des Antragstellers von NS-Verfahren die forensische Sachverständige aus Kitzingen EXPLIZIT BEAUFTRAGT, eine GUTACHTERLICHE STELLUNGNAHME ZUM Sachverhalt der sogenannten NAZI-JAGD im Rahmen der NS-Vergangenheitsbewältigung u.a. mit den Aufklärungen und Aufarbeitungen in juristischen historischen und aktuellen NS-Prozessen an das deutsche BRD-Amtsgericht Mosbach im Jahr 2022 zu erstellen.


ANDERERSEITS:
Die forensische Sachverständige aus Kitzingen ÄUSSERT SICH JEDOCH EXPLIZIT NICHT in ihrer gutachterlichen ergänzenden Stellungnahme vom 31.08.2022 unter 6F 202/21 an das Amtsgericht Mosbach als ein BRD-Gericht im Jahr 2022 zu den TATBETEILIGUNGEN AN Nazi-Massenmord-Verbrechen, auch in Mosbach und Baden vor 1945, auch als TEIL DER NS-VERGANGENHEITSBEWÄLTIGUNG, an das deutsche BRD-Amtsgericht Mosbach im Jahr 2022 zu erstellen. Dazu zählen die KONKRETEN TATBETEILIGUNGEN IN MOSBACH-BADEN an der NS-Verfolgung der Sinti und Roma, an der NS-Verfolgung der Juden, an der Nazi-(Kinder)-Euthanasie, am Versterben von Häftlingen und Zwangsarbeitern im KZ-Komplex Mosbach-Neckarelz, an den Ermordungen von Häftlingen und Zwangsarbeitern im KZ-Komplex Mosbach-Neckarelz, an den Nazi- Massentötungen von Kindern osteuropäischer Zwangsarbeiterinnen, an den Endphasenverbrechen der sogenannten "Todesmärsche" während der Evakuierungen aus dem KZ-Komplex Mosbach-Neckarelz gegen Kriegsende als Reaktion auf die vorrückenden Truppen der West-Alliierten, etc.
UND DIES OBWOHL diese Sachverhalte zu dieser NS-Thematik bzw. NS-Problematik frei verfügbar sind im öffentlichen Diskurs über entsprechende Medienberichte; über künstlerisch-kulturelle Themenaufarbeitungen; über die juristische, politische und wissenschaftliche Fachliteratur; über Publikationen von BRD-Institutionen der Justiz und Politik.
Die forensische Sachverständige aus Kitzingen VERZICHTET DAMIT EXPLIZIT DARAUF, den Opfern des menschenverachtenden NAZI-KZ-SYSTEMS Familienangehörigen eine Stimme mit Anerkennung und Respekt für die Opfer und Verfolgten des NS-Regimes vor einem deutschen Gericht im Jahr 2022 in ihrer gutachterlichen ergänzenden Stellungnahme vom 31.08.2022 unter 6F 202/21 an das Amtsgericht Mosbach zu geben.
UND DIES OBWOHL das Amtsgericht Mosbach in seinen Verfügungen vom 17.08.2022 unter 6F 202/21 am Beispiel des Antragstellers von NS-Verfahren die forensische Sachverständige aus Kitzingen EXPLIZIT BEAUFTRAGT, eine GUTACHTERLICHE STELLUNGNAHME ZUM Sachverhalt der sogenannten NAZI-JAGD im Rahmen der NS-Vergangenheitsbewältigung u.a. mit den Aufklärungen und Aufarbeitungen in juristischen historischen und aktuellen NS-Prozessen an das deutsche BRD-Amtsgericht Mosbach im Jahr 2022 zu erstellen.
Siehe dazu auch:


ANDERERSEITS:
Die forensische Sachverständige aus Kitzingen ÄUSSERT SICH JEDOCH EXPLIZIT NICHT in ihrer gutachterlichen ergänzenden Stellungnahme vom 31.08.2022 unter 6F 202/21 an das Amtsgericht Mosbach als ein BRD-Gericht im Jahr 2022 zu den Sachverhalten der organisatorischen Verflechtung bei der NS-Verfolgungs- und Vernichtungsstrategie mittels der Nazi KZs im Deutschen Reich mit den Nazi-KZs im Nazi-Besetzten Frankreich. 
Die forensische Sachverständige aus Kitzingen ÄUSSERT SICH JEDOCH EXPLIZIT NICHT in ihrer gutachterlichen ergänzenden Stellungnahme vom 31.08.2022 unter 6F 202/21 an das Amtsgericht Mosbach als ein BRD-Gericht im Jahr 2022 EINERSEITS ZU DEN DEPORTATIONEN NS-VERFOLGTER AUS UND ÜBER MOSBACH-BADEN; d.h. zu den Deportation der badischen Juden in das Nazi-Konzentrationslager Gurs im besetzten Frankreich; zu den Deportationen von Sinti und Roma sowie von Juden aus und über Mosbach -Baden in andere Nazi-KZs, wie Auschwitz; zu den Deportationen von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern aus den Neckarlagern, auch aus dem KZ-Komplex Neckarelz-Mosbach, wie Dachau, im Rahmen der Endphaseverbrechen mit den KZ-Evakuierungen als sogenannte Todesmärsche.
Die forensische Sachverständige aus Kitzingen ÄUSSERT SICH JEDOCH EXPLIZIT NICHT in ihrer gutachterlichen ergänzenden Stellungnahme vom 31.08.2022 unter 6F 202/21 an das Amtsgericht Mosbach als ein BRD-Gericht im Jahr 2022 ANDERERSEITS ZU DEN DEPORTATIONEN NS-VERFOLGTER IN DEN KZ-KOMPLEX NECKARELZ in MOSBACH-BADEN; d.h. wie zu den Deportationen von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern aus anderen KZs und Orten in den KZ-Komplex Neckarelz-Mosbach, wie aus dessen Hauptlager des KZ-Natzweiler im Nazi-besetzten Elsaß.
Die forensische Sachverständige aus Kitzingen ÄUSSERT SICH JEDOCH EXPLIZIT NICHT in ihrer gutachterlichen ergänzenden Stellungnahme vom 31.08.2022 unter 6F 202/21 an das Amtsgericht Mosbach als ein BRD-Gericht im Jahr 2022 zu dem im NAZI-KZ-KOMPLEX NECKARELZ-MOSBACH wirkenden Tätern, wie zu den SS-Angehörigen Wachmannschaften und Lagerkommandanten, die ihre KZ-Karrieren aus anderen Nazi-KZs kommend, wie aus Auschwitz, Bergen-Belsen, Dachau, Natzweiler, etc. im KZ-Komplex-Neckarelz Mosbach fortsetzten.
Die forensische Sachverständige aus Kitzingen ÄUSSERT SICH JEDOCH EXPLIZIT NICHT in ihrer gutachterlichen ergänzenden Stellungnahme vom 31.08.2022 unter 6F 202/21 an das Amtsgericht Mosbach als ein BRD-Gericht im Jahr 2022 zu beteiligten  privatwirtschaftlichen Firmen, die von der NS-Zwangsarbeit mit Inhaftierten aus dem Nazi-KZ-Komplex-Neckarelz Mosbach profitiert haben, wie u.a. Daimler Benz.
Die forensische Sachverständige aus Kitzingen ÄUSSERT SICH JEDOCH EXPLIZIT NICHT in ihrer gutachterlichen ergänzenden Stellungnahme vom 31.08.2022 unter 6F 202/21 an das Amtsgericht Mosbach als ein BRD-Gericht im Jahr 2022 zum Sachverhalt des konkreten historischen Zusammenhangs zwischen NS-Zwangsarbeit mit Häftlingen aus Nazi-KZs einerseits und der Nazi-(Kinder)-Euthanasie in Mosbach-Baden andererseits. Aus den Mosbacher Heil- und Pflegeanstalten wurden behinderte Menschen deportiert und u.a. gezielt der Vernichtung im Rahmen der NS-Euthanasie zugeführt, um dann damit die Liegenschaften und Gebäude der Mosbacher Heil- und Pflegeanstalten für die Zielsetzungen des NS-Rüstungsbetriebe und der NS-Zwangsarbeit besser nutzen zu können.
"Um für sie alle Platz zu schaffen, wendet sich Jakob Werlin, brauner Daimler-Vorstandsherr mit dem Operettentitel »Generalinspekteur des Führers für das Kraftfahrwesen«, an seinen Inspekteurskollegen August Heyßmeyer, SS-Obergruppenführer und zuständig für die Nationalpolitische Erziehungsanstalt sowie die Deutschen Heimschulen: Es gilt einen Führer-Befehl durchzusetzen, wonach sämtliche Gebäude der Heil- und Pflegeanstalt Mosbach sofort für das Genshagener Daimler-Gefolge frei zu machen sind. Schon kurze Zeit später werden die 262 behinderten Anstaltsbewohner abgeholt. Mehr als die Hälfte davon fällt dem faschistischen Euthanasie-Mordprogramm zum Opfer."
Quelle: https://www.spiegel.de/
UND DIES OBWOHL diese Sachverhalte zu dieser NS-Thematik bzw. NS-Problematik frei verfügbar sind im öffentlichen Diskurs über entsprechende Medienberichte; über künstlerisch-kulturelle Themenaufarbeitungen; über die juristische, politische und wissenschaftliche Fachliteratur; über Publikationen von BRD-Institutionen der Justiz und Politik.
UND DIES OBWOHL das Amtsgericht Mosbach in seinen Verfügungen vom 17.08.2022 unter 6F 202/21 am Beispiel des Antragstellers von NS-Verfahren die forensische Sachverständige aus Kitzingen EXPLIZIT BEAUFTRAGT, eine GUTACHTERLICHE STELLUNGNAHME ZUM Sachverhalt der sogenannten NAZI-JAGD im Rahmen der NS-Vergangenheitsbewältigung u.a. mit den Aufklärungen und Aufarbeitungen in juristischen historischen und aktuellen NS-Prozessen an das deutsche BRD-Amtsgericht Mosbach im Jahr 2022 zu erstellen.
Siehe dazu auch:


ANDERERSEITS:
Die forensische Sachverständige aus Kitzingen ÄUSSERT SICH JEDOCH EXPLIZIT NICHT in ihrer gutachterlichen ergänzenden Stellungnahme vom 31.08.2022 unter 6F 202/21 an das Amtsgericht Mosbach als ein BRD-Gericht im Jahr 2022 zum konkreten Antrag vom 29.06.2022 des Antragstellers auf STRAFANZEIGE gegen Unbekannt beim Amtsgericht Mosbach Gegen Verantwortliches Personal bei den BRD-Strafermittlungsbehörden wegen der Nicht-Einleitung von Strafverfahren wegen Beteiligung an Organisation, Aufrechterhaltung und Betrieb von Nazi-Jugendkonzentrationslagern (Hier konkret gegen hier benannte hauptverantwortliche Person : Dr. HANS MUTHESIUS, NS-Referatsleiter in der Wohlfahrtsabteilung des Nazi-Reichsinnenministeriums).
Die forensische Sachverständige aus Kitzingen ÄUSSERT SICH JEDOCH EXPLIZIT NICHT in ihrer gutachterlichen ergänzenden Stellungnahme vom 31.08.2022 unter 6F 202/21 an das Amtsgericht Mosbach als ein BRD-Gericht im Jahr 2022 ZUR AUFARBEITUNG VON NS-VERBRECHEN in der Nazi-Kinder- und Jugendhilfe sowie in der Nazi-Familienrechtspraxis zum Sachverhalt, dass die fallzuständigen Mitarbeiterinnen des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) vom Jugendamt Neckar-Odenwaldkreis beim Landratsamt Mosbach die beantragte gerichtlich einzuholende Stellungnahme zu NS-VERBRECHEN in der Nazi-Kinder- und Jugendhilfe mit dem konkreten Sachverhalt der der Nazi-Jugendkonzentrationslager und der Internierung von Kindern in Nazi-Konzentrationslagern verweigern.
Die forensische Sachverständige aus Kitzingen, die selbst Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin ist, VERZICHTET DAMIT EXPLIZIT DARAUF, den Kindern und Jugendlichen als Opfer des menschenverachtenden NAZI-KZ-SYSTEMS und ihren Familienangehörigen eine Stimme mit Anerkennung und Respekt für die Opfer und Verfolgten des NS-Regimes vor einem deutschen Gericht im Jahr 2022 in ihrer gutachterlichen ergänzenden Stellungnahme vom 31.08.2022 unter 6F 202/21 an das Amtsgericht Mosbach zu geben.
UND DIES OBWOHL diese Sachverhalte zu dieser NS-Thematik bzw. NS-Problematik frei verfügbar sind im öffentlichen Diskurs über entsprechende Medienberichte; über künstlerisch-kulturelle Themenaufarbeitungen; über die juristische, politische und wissenschaftliche Fachliteratur; über Publikationen von BRD-Institutionen der Justiz und Politik.
UND DIES OBWOHL das Amtsgericht Mosbach in seinen Verfügungen vom 17.08.2022 unter 6F 202/21 am Beispiel des Antragstellers von NS-Verfahren die forensische Sachverständige aus Kitzingen EXPLIZIT BEAUFTRAGT, eine GUTACHTERLICHE STELLUNGNAHME ZUM Sachverhalt der sogenannten NAZI-JAGD im Rahmen der NS-Vergangenheitsbewältigung u.a. mit den Aufklärungen und Aufarbeitungen in juristischen historischen und aktuellen NS-Prozessen an das deutsche BRD-Amtsgericht Mosbach im Jahr 2022 zu erstellen.
Siehe dazu auch:

Siehe dazu auch:

Prozessbeobachtung: NS-Verfahren beim Amtsgericht Mosbach
STRAFANZEIGE vom 29.06.2022 gegen Unbekannt am AG/FG MOS Gegen Verantwortliches Personal bei den BRD-Strafermittlungsbehörden wegen der Nicht-Einleitung von Strafverfahren wegen Beteiligung an Organisation, Aufrechterhaltung und Betrieb von Nazi-Jugendkonzentrationslagern. Hier konkret gegen hier benannte hauptverantwortliche Person : Dr. HANS MUTHESIUS, NS-Referatsleiter in der Wohlfahrtsabteilung des Nazi-Reichsinnenministeriums.
220629_uhl_ag_mos_ja_jugendkonzentrtionslager_Muthesius.pdf (243.23KB)
Prozessbeobachtung: NS-Verfahren beim Amtsgericht Mosbach
STRAFANZEIGE vom 29.06.2022 gegen Unbekannt am AG/FG MOS Gegen Verantwortliches Personal bei den BRD-Strafermittlungsbehörden wegen der Nicht-Einleitung von Strafverfahren wegen Beteiligung an Organisation, Aufrechterhaltung und Betrieb von Nazi-Jugendkonzentrationslagern. Hier konkret gegen hier benannte hauptverantwortliche Person : Dr. HANS MUTHESIUS, NS-Referatsleiter in der Wohlfahrtsabteilung des Nazi-Reichsinnenministeriums.
220629_uhl_ag_mos_ja_jugendkonzentrtionslager_Muthesius.pdf (243.23KB)

 

 



ANDERERSEITS:
Die forensische Sachverständige aus Kitzingen ÄUSSERT SICH JEDOCH EXPLIZIT NICHT in ihrer gutachterlichen ergänzenden Stellungnahme vom 31.08.2022 unter 6F 202/21 an das Amtsgericht Mosbach als ein BRD-Gericht im Jahr 2022 zum Sachverhalt der Nazi-Massentötungen von Babys und Kindern osteuropäischer Zwangsarbeiterinnen und zu Nazi-Entbindungsheimen für Ostarbeiterinnen am Beispiel der konkreten Anträge des zu begutachtenden Antragstellers von NS-Verfahren vom 11.06. sowie vom 19.06.2022 unter 6F 9/22 an das Familiengericht-Amtsgericht Mosbach.
Die forensische Sachverständige aus Kitzingen ÄUSSERT SICH JEDOCH EXPLIZIT NICHT in ihrer gutachterlichen ergänzenden Stellungnahme vom 31.08.2022 unter 6F 202/21 an das Amtsgericht Mosbach als ein BRD-Gericht im Jahr 2022 zum Sachverhalt, dass die fallzuständigen Mitarbeiterinnen des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) vom Jugendamt Neckar-Odenwaldkreis beim Landratsamt Mosbach die beantragte gerichtlich einzuholende Stellungnahme ZUR AUFARBEITUNG VON NS-VERBRECHEN in der Nazi-Kinder- und Jugendhilfe sowie in der Nazi-Familienrechtspraxis mit den Nazi-Massentötungen von Babys und Kindern osteuropäischer Zwangsarbeiterinnen und den Nazi-Entbindungsheimen für Ostarbeiterinnen verweigern.
Die forensische Sachverständige aus Kitzingen ÄUSSERT SICH JEDOCH EXPLIZIT NICHT in ihrer gutachterlichen ergänzenden Stellungnahme vom 31.08.2022 unter 6F 202/21 an das Amtsgericht Mosbach als ein BRD-Gericht im Jahr 2022 zum historisch nachgewiesenen Sacherhalt, dass die deutsche Kinder- und Jugendhilfeinstitution "Jugendamt" historisch nachgewiesen und konkret eingebunden ist in die verwaltungstechnische Diskussion, Planung, Organisation und Durchführung unter Zusammenarbeit mit Arbeitsämtern, Gestapo und Rasseprüfern an den Nazi-Massentötungen von Babys und Kindern osteuropäischer Zwangsarbeiterinnen und an den Nazi-Entbindungsheimen für Ostarbeiterinnen.
Die forensische Sachverständige aus Kitzingen ÄUSSERT SICH JEDOCH EXPLIZIT NICHT in ihrer gutachterlichen ergänzenden Stellungnahme vom 31.08.2022 unter 6F 202/21 an das Amtsgericht Mosbach als ein BRD-Gericht im Jahr 2022 zum Sachverhalt der konkreten Nazi-Massentötungen von Babys und Kindern osteuropäischer Zwangsarbeiterinnen im konkreten Nazi-Zwangsarbeit-System in Mosbach-Baden an das Familiengericht-Amtsgericht Mosbach, die u.a. auf dem jüdischen Friedhof in Bad Rappenau beigesetzt sind.
Bad Rappenau
Auf dem Gelände der früheren Saline bestand von September 1944 bis März 1945 als Unterkommando des Lagers Neckarelz ein Außenkommando des KZ Natzweiler/Elsaß. Die Häftlinge mußten in einem SS-Bauhof, in der Landwirtschaft und in einer Autowerkstatt arbeiten. An der Verbindungsstraße nach Siegelsbach befindet sich etwa 1 km hinter dem städtischen ein jüdischer Friedhof, auf welchem im Jahre 1944 auch einige Kinder christlicher russischer Zwangsarbeiterinnen beigesetzt wurden sowie vier KZ-Häftlinge, die am 4. März 1945 bei der Entfernung von Blindgängern ums Leben kamen. Man findet ihre Gräber ohne besondere Hinweise gleich links vom Eingang an der Außenmauer.
https://www.bpb.de/system/files/pdf/5JOYKJ.pdf

Die forensische Sachverständige aus Kitzingen, die selbst Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin ist, VERZICHTET DAMIT EXPLIZIT DARAUF, den Kindern und Jugendlichen als Opfer des menschenverachtenden NAZI-ZWANGSARBEIT-SYSTEMS und ihren Familienangehörigen eine Stimme mit Anerkennung und Respekt für die Opfer und Verfolgten des NS-Regimes vor einem deutschen Gericht im Jahr 2022 in ihrer gutachterlichen ergänzenden Stellungnahme vom 31.08.2022 unter 6F 202/21 an das Amtsgericht Mosbach zu geben.
UND DIES OBWOHL diese Sachverhalte zu dieser NS-Thematik bzw. NS-Problematik frei verfügbar sind im öffentlichen Diskurs über entsprechende Medienberichte; über künstlerisch-kulturelle Themenaufarbeitungen; über die juristische, politische und wissenschaftliche Fachliteratur; über Publikationen von BRD-Institutionen der Justiz und Politik. Siehe dazu auch Kapitel 1 auf dieser Seite.
UND DIES OBWOHL das Amtsgericht Mosbach in seinen Verfügungen vom 17.08.2022 unter 6F 202/21 am Beispiel des Antragstellers von NS-Verfahren die forensische Sachverständige aus Kitzingen EXPLIZIT BEAUFTRAGT, eine GUTACHTERLICHE STELLUNGNAHME ZUM Sachverhalt der sogenannten NAZI-JAGD im Rahmen der NS-Vergangenheitsbewältigung u.a. mit den Aufklärungen und Aufarbeitungen in juristischen historischen und aktuellen NS-Prozessen an das deutsche BRD-Amtsgericht Mosbach im Jahr 2022 zu erstellen.
Siehe dazu auch:

 

Prozessbeobachtung: NS-Verfahren beim Amtsgericht Mosbach
Strafanzeige vom 11.06.2022 zur Jugendamtsbeteiligung am Nazi-Massenmord an Babys und Kindern osteuropäischer Zwangsarbeiterinnen : 6F 9/22 beim AG/FG Mosbach : Besondere Verantwortung des Jugendamtes als deutsche Kinder- und Jugendhilfeinstitution mit Schutzauftrag für Kinder und Jugendliche
220611_uhl_ag_mos_ja_kinderpflegestätten.pdf (157.33KB)
Prozessbeobachtung: NS-Verfahren beim Amtsgericht Mosbach
Strafanzeige vom 11.06.2022 zur Jugendamtsbeteiligung am Nazi-Massenmord an Babys und Kindern osteuropäischer Zwangsarbeiterinnen : 6F 9/22 beim AG/FG Mosbach : Besondere Verantwortung des Jugendamtes als deutsche Kinder- und Jugendhilfeinstitution mit Schutzauftrag für Kinder und Jugendliche
220611_uhl_ag_mos_ja_kinderpflegestätten.pdf (157.33KB)

 

 

Siehe dazu auch:

 

Prozessbeobachtung: NS-Verfahren beim Amtsgericht Mosbach
STRAFANZEIGEN vom 11.06.2022 gegen Unbekannt am AG/FG MOS Gegen Verantwortliches Ärzte-Peronal und Heimpersonal, Jugendamtspersonal sowie gegen Unternehmenspersonal im heutigen Baden-Württemberg und in Mosbach wegen Beteiligung am Nazi-Massenmord, d.h. hier konkret an Kindern von osteuropäischen Zwangsarbeiterinnen während der Massentötung in Ausländerkinderpflegestätten und in anderen Heimen
220611_uhl_ag_mos_ja_kinderpflegestätten_bw_unternehmen.pdf (170.24KB)
Prozessbeobachtung: NS-Verfahren beim Amtsgericht Mosbach
STRAFANZEIGEN vom 11.06.2022 gegen Unbekannt am AG/FG MOS Gegen Verantwortliches Ärzte-Peronal und Heimpersonal, Jugendamtspersonal sowie gegen Unternehmenspersonal im heutigen Baden-Württemberg und in Mosbach wegen Beteiligung am Nazi-Massenmord, d.h. hier konkret an Kindern von osteuropäischen Zwangsarbeiterinnen während der Massentötung in Ausländerkinderpflegestätten und in anderen Heimen
220611_uhl_ag_mos_ja_kinderpflegestätten_bw_unternehmen.pdf (170.24KB)

 

 

Siehe dazu auch:

 

Prozessbeobachtung: NS-Verfahren beim Amtsgericht Mosbach
Gegen Verantwortliches Personal bei den BRD-Strafermittlungsbehörden wegen der Nicht-Einleitung von Strafverfahren wegen Beteiligung am Nazi-Massenmord an Babys und Kindern gegen hier benannte hauptverantwortliche Personen : 1) Dr. HANS MUTHESIUS 2) Dr. WILHELM LOSCHELDER 3) Dr. KARL GOSSEL
220619_uhl_ag_mos_ja_kinderpflegestätten_täter_brd.pdf (179.29KB)
Prozessbeobachtung: NS-Verfahren beim Amtsgericht Mosbach
Gegen Verantwortliches Personal bei den BRD-Strafermittlungsbehörden wegen der Nicht-Einleitung von Strafverfahren wegen Beteiligung am Nazi-Massenmord an Babys und Kindern gegen hier benannte hauptverantwortliche Personen : 1) Dr. HANS MUTHESIUS 2) Dr. WILHELM LOSCHELDER 3) Dr. KARL GOSSEL
220619_uhl_ag_mos_ja_kinderpflegestätten_täter_brd.pdf (179.29KB)

 

 




Siehe auch:

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

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